Band 4 - Kapitel 10

 

23. Januar 2017 Nordstrand im Ferienhaus des Gunnar Larson

 

Alle hatten die wenige Freizeit genutzt, um sich in dem renovierten Ferienhaus auf Nordstrand etwas wohnlich einzurichten. Am frühen Morgen war Will losgezogen, um in einem Baumarkt bei Husum die Sichtschutzeinzäunungen zu besorgen. Um den beiden Hunde, oder besser gesagt dem Herrn Graf und dem Wolf, den alle inzwischen Heuler nannten, einen gesicherten Auslauf im Garten zu gewährleisten. Umzäunt war das Grundstück bereits komplett, aber es gab einige Stellen, wo die alte Steinmauer nicht hoch genug war oder das Gebüsch nicht dicht genug, sodass man immer noch gut auf die Wiese hinter dem Haus sehen konnte. 

 

Die Ferienwohnungen hatten sich alle selbst herausgesucht. Lilli hatte eine kleine Ferienwohnung mit zwei abgetrennten Schlafbereichen zusammen mit Frida genommen, Juliane hatte das kleinste Zimmer mit Dusche und WC unter dem Dach bezogen. Will und Bertram waren in die beiden Zimmer im Erdgeschoss gezogen. Will hatte in seiner kleinen Loge zusätzlich noch eine Abstellkammer mit etwas mehr als sechs Quadratmetern. Dort wurden die beiden Vierbeiner einquartiert, außerdem hatte er eine große Terrasse, die er von seinem Zimmer aus erreichen konnte. Hubertus, Lorenz, Simon und Oleg bezogen jeweils eine Ferienwohnung mit Doppelbetten, die im ersten Stock neben Wills und Bertrams Wohnbereichen lagen. Es waren also noch zwei kleine Appartements mit je einem sehr schmalen Doppelbettboxspringbett frei. Das eine war neben dem Wohnbereich Julianes und hatte einen Dachbalkon mit Blick zum Deich, das andere im ersten Stock am Ende des Ganges über der großen Garage mit einem Wintergarten als Wohnbereich. Alles war nicht auf Komfort, aber mit ein klein wenig Luxus und mit sehr viel Stil eingerichtet. Jedes Appartement hatte einen anderen Einrichtungsstil und war auch von der Aufteilung vollkommen anders eingerichtet. Alles in allem war das Haus mit seinen Appartements, der Küche und seinem großen Speisesaal für zwanzig Personen gemütlich zu bewohnen und bot für jeden etwas, der hier Ruhe und Erholung suchte. Auch für die Zwecke, für die sie das Haus nutzen wollten, war es für die Blauzahnsiedler oder nun wieder Nordstrandpiraten ausreichend. Weit ab von den Störfaktoren Öffentlichkeit und touristischem Trubel oder auch von zu neugierigen Nachbarsaugen, konnten sie ihre Gäste aus dem Mittelalter an die Neuzeit heranführen, das mitgeführte Wissen zusammenführen, analysieren und sich von den neunhundert Jahre andauernden Strapazen erholen.

 

Am 25. Januar waren die Sichtschutzwände aufgebaut, zudem war noch eine Überwachungsanlage mit Kameras und Bewegungsmeldern installiert worden. Noch am späten Nachmittag reisten Hubertus, Lorenz und Oleg ab. Simon blieb vor Ort, er hatte darum gebeten auf Nordstrand bleiben zu können. Sasha, seine Schwester, hatte sich gemeldet und wollte nach Nordstrand. Alana würde sie begleiten. Das bedeutete, dass Pet und Sophia zwei Begleiter für ihre Reise von Gotland nach Nordstrand haben würden.

 

Die Turbopopmaschine startete um 19.00 Uhr von Husum aus nach Gotland mit ihren drei Passagieren. Das Wetter war sehr schlecht. Zuerst flogen sie durch eine Nebelwand über Land bis sie die Ostsee erreichten. Über dem Meer schneite es leicht und dazu sank die Temperatur von minus fünf Grad Celsius auf minus zwölf Grad über dem Meer. Das war zu der Jahreszeit nicht ungewöhnlich, aber der Schneefall wechselte sich mit starkem Eisregen ab und der Pilot musste die Route ändern. Sie mussten wesentlich näher am schwedischen Festland entlang fliegen. Die Berechnungen für den Verbrauch an Flugbenzin ergaben, dass sie es gerade noch bis nach Visby schaffen würden.

 

In dieser Nacht wurde der Frost auf Nordstrand sehr streng. Ein eiskalter Wind blies über den Deich und traf das Haus frontal. Die Isolierung war zwar gut, aber die Heizung musste auf eine der höchsten Stufen gestellt werden, um im Haus eine gute Wärme zu erzeugen.  Simon hatte Holz aus dem kleinen Verschlag neben der Garage geholt und den Kamin damit gefüttert. Das vermittelte allen, die sich im großen Speisesaal aufhielten, noch ein zusätzliches Gefühl von Wärme. Um 21 Uhr fiel zum ersten Mal der Strom aus. Die Versorgung setzte aber nach zwanzig Minuten wieder ein, doch so lange funktionierte die Heizung nicht, nur der Kamin spendete Wärme. Um 23 Uhr fiel nochmals der Strom für dreißig Minuten aus. Kaum war die Versorgung mit Strom wieder hergestellt, bekam Will von Gunnar einen Anruf über das Kabeltelefon, denn die Handys funktionierten alle nicht. Das Flugzeug, das am späten Nachmittag startete, war nicht in Visby gelandet. Es war offensichtlich schon vor zwei Stunden vom Radar verschwunden. Über den Verbleib gab es nur Spekulationen. Abgestürzt oder irgendwo an Land, in Küstennähe notgelandet. Als es das letzte Mal auf dem Radar gesichtet wurde, war es keine fünfzehnhundert Meter von der Küste bei Saxemara entfernt. Das war weit entfernt von jeglichem Kurs, den sie geplant hatten.

 

Dier Anfrage von Gotland an Nordstrand war, ob ihnen etwas bekannt gemacht wurde und ob sie beim Startflughafen nachfragen könnten, ob sie etwas vom Verbleib der Maschine wüssten. Eine weitere Frage Gunnars an Will sorgte auf Nordstrand für Verwunderung. 'Hatten die Passagiere irgendetwas dabei, dass auf die Zeitreisen, die Forschungen, auf die Blauzahnsiedlung oder auch auf die Aktion in Süddeutschland hinwies?' Zuerst mussten alle darüber nachdenken, ob sie etwas gesehen hatten, was die Fluggäste mitnahmen, was auf die Aktionen hinweisen würde. Dann fiel Lilli ein, dass die drei alles in eine Metallkiste gepackt hatten, was sie bei Ihren Aktionen benötigten und auch die Handys, die sie bisher benutzt hatten, waren in diese Kiste gepackt worden. Alle drei hatten auf ihren Handys nur eine Rufnummer eingespeichert. Die Nummer einer Mitarbeiterin Gunnars, die in Stockholm ein Büro hatte und die Anrufe weiterleitete, die für Gunnar oder die Blauzahnsiedlung waren. Nur wenige kannten die Direktdurchwahlen für die einzelnen Personen, die man auf Gotland und nun auch auf Nordstrand anrufen wollte. Es gab jeweils nur eine offizielle Rufnummer für jeden Strandort, das genügte für die externen Aktivitäten. Sollten die drei also irgendwo sein und man würde ihnen ihre Handy abnehmen, dann gab es keine Möglichkeit, ihre Aktivitäten nachzuverfolgen.

 

Gunnar und auch alle anderen, die nun davon Kenntnis erhielten, dass die Maschine vermisst wurde, dachten alle an eine Notlandung oder ähnliches. Niemand wollte an ein größeres Unglück denken.

 

Will fragte beim Flughafen in Husum an. Es dauerte sehr lange bis er dort jemand erreichte. Offensichtlich war der Flughafen um 0.00 Uhr nicht in Betrieb und der Mitarbeiter vor Ort konnte Will keine Auskunft geben. Um 1.30 Uhr meldete sich Gunnar nochmals bei Will und informierte ihn darüber, dass die Flugsicherung in Schweden die Maschine offiziell als vermisst gemeldet hatte. An Schlaf war nicht zu denken und so setzten sich alle im Speisesaal zusammen. 

 

Um 3.00 Uhr meldete sich Gunnar wieder. Er hatte mit Pet, Sophia und Malte Krahn, dem Chef der Sicherheit gesprochen. Die Polizei würde sicher bei ihnen auftauchen und sich nach den dreien erkundigen. Das könnte zu Untersuchungen führen, die keiner wollte. Mathias wurde also damit beauftragt, nach Nordstrand zu reisen, um die Kollegen und Freunde dort zu unterstützen. Sasha würde ihn begleiten und beide waren schnell reisefertig und würden den Flug um 6.10 Uhr von Visby nach Hamburg nehmen und von dort aus mit einem Mietwagen weiterfahren. Sie würden gegen 12.00 Uhr im Ferienhaus auf Nordstrand ankommen. Da die drei Vermissten als Heimatadresse das Forschungsinstitut bei Lübeck in Schleswig Holstein angegeben hatten, würde man zuerst dort alle Informationen über die drei einholen wollen. Der Weg dann bis nach Nordstrand konnten man über die Flüge von Schwäbisch Hall nach Husum nachvollziehen, denn die Mietwagen, die man in Husum genommen hatte, waren ja nun auf Nordstrand. Aber bis die Behörden den Weg dorthin fanden, wäre Mathias schon da. Pet würde mit Sophia mit der Fähre Visby - Oskarshamn um 5.30 Uhr fahren. Dann von dort mit dem Zug nach Malmö und da wären sie um 10.00 Uhr. Dort stand ein Mietwagen bereit. Von Malmö nach Nordstrand waren es dann nochmals etwas mehr als vier Stunden reine Fahrzeit. Also konnte man mit den beiden um etwa 15.00 Uhr rechnen. Sollte sich inzwischen etwas im Institut in Lübeck ergeben, konnten sie den Umweg über Lübeck machen. Aber damit war nicht zu rechnen. Sophia und auch Gunnar fluchten über die Flugangst von Pet, aber nach dem vermeintlichen Absturz konnte er sich nun gar nicht dazu überreden lassen, seine Ängste zu überwinden. Auch Fritz Müller, der Psychologe in der Blauzahnsiedlung konnte ihn nicht bewegen. Auch eine Droge, die man ihm verabreichen wollte, um ihm seine Ängste zu nehmen, wollte er nicht. Also nahm er mit Sophia den Seeweg und dann weiter über Land.

 

Und alles geschah, wie man vorausgesehen hatte. Zuerst würde das Büro von Larson in Stockholm um 10.00 Uhr durch die örtlichen Behörden kontaktiert. Dort erhielten diese die Auskunft, dass dies Mitarbeiter der privaten Forschungsanstalt in Kiel seien und dort auch gewohnt hätten. Die Behörden in Kiel nahmen dann gegen Mittag Kontakt mit Kiel auf und indormierten das Unternehmen über den Flug und dass die drei Mitarbeiter wohl vermisst wurden. Da keiner der Vermissten nahe Verwandte hatte, endete damit der erste Kontakt und es wurden keine weiteren Fragen gestellt.

 

Mathias und Sasha trafen tatsächlich fast pünktlich um 12.15 Uhr auf Nordstrand ein. . Bis auf Simon, Pet und Sophia kannte niemand die beiden. Die Vorstellungsrunde war kurz, aber die Herzlichkeit, mit der vor allem Frau von Blau, Mathias und Sasha begrüßt wurde, war erfrischend und nahm viel Spannung aus der traurigen Situation. Frida zeigte wieder, wie stark sie war und welche emphatischen Fähigkeiten sie besaß. Sie nahm einfach hin, dass man wusste, dass drei Menschen verschwunden waren, mit denen man noch vor ein paar Stunden gesprochen hatte. Bertram und seine Tochter Juliane hatten Schwierigkeiten, das hinzunehmen. Stimmen aus einem Kasten, die ihnen berichteten, dass ein Flugzeug, dieses teuflische Gerät. das sie auch durch die Lüfte getragen hatte, verschwunden war und mit dem Gerät die drei Menschen. Frida nahm das einfach gelassen hin. Es war so und sie hinterfragte nicht, wie das alles funktionierte. Sie wollte nicht immer wissen, wie das gelingen konnte. Das meinte sie, könne man später noch erklären. Für sie war einfach wichtig, dass es gelungen war, so miteinander zu sprechen. Für sie war nicht der Teufel der Erfinder des Ganzen, sondern der Mensch, dem es gelungen war, solche Künste zu vollbringen. Dass diese magisch sprechenden Knochen einfach eine treffliche Sache waren, genügte ihr für‘s erste.

 

Als dann die beiden Vierbeiner noch vorgestellt wurden, kam es zu einer merkwürdigen Szene. Herr Graf war immer ein sehr misstrauischer Kerl gewesen. Der Wolf war inzwischen schon so sehr an Menschen gewöhnt und durch den Herrn Grafen stark beeinflusst, dass er die beiden Neuankömmlingen zwar kurz beschnupperte, aber sich dann wieder einem Knochen zuwandte, den er für wesentlich interessanter hielt. Der Herr Graf allerdings beschnupperte Sasha mehr als nur intensiv, er wurde fast schon lästig, da er nicht von ihrer Seite weichen wollte. Will musste die Frau vor der Zudringlichkeit beschützen und sperrte ihn in seine Kammer ein. Dort fing er sofort an zu bellen und zwischendurch auch jämmerlich zu heulen. Das war so lästig, dass man keine Ruhe fand, sich zu unterhalten. "Es reicht, ich werde diesem verliebten Kerl die Meinung sagen müssen." Sasha war so genervt, dass sie zur Kammer des Herrn Grafen ging. Frida und Will folgten ihr, da man nicht wusste, wie sich der Vierbeiner nun verhalten würde. Als die Tür geöffnet wurde, sah man zuerst den Wolf, der auf seinem Knochen genüsslich kaute und dahinter stand aufrecht der große schwarz Hund und heulte mit erhobenen Kopf die Zimmerdecke an. Nicht ganz aufrecht, also weniger bedrohlich erscheinend, stellte sich Sascha vor den Hund und sprach ihn laut, mit einer gebieterischen Stimme an. "Hör zu Herr Graf. Du bist nicht mein Typ und dein Geheule geht mir auf die Nerven. Entweder du hörst jetzt auf oder du darfst heute nicht mehr in den Garten." Dann folgte noch ein lautes klares Abschluss-Wort von Ihr. "Hast du mich verstanden? Nun leg dich hin und sei ruhig." Dabei zeigte sie mit der rechten Hand auf den Boden und schaute den Herrn Grafen nicht direkt in die Augen, sondern ihr Blick ging entlang ihrer ausgestreckten Hand. Und was dann geschah, wollte keiner glauben. Der Hund legte sich sofort an der Stelle nieder, auf die Sasha gezeigt hatte und war ruhig. Sie wartete noch eine Minute, aber der Hund blieb ruhig, selbst der Wolf hatte aufgehört, am Knochen herumzunagen und legte seinen Kopf flach auf den Boden. Leise schloss sie dann die Türe hinter sich. In der Hundekammer blieb es ruhig. "Nur das verstehen Stalker und lästige Liebhaber. Klare Ansagen, damit sie wissen, woran sie sind." Ihr Blick blieb ernst und die Autorität, die sie in diesem Moment ausstrahlte, spürte jeder um sie herum.

 

Damit war erst mal Ruhe im Haus. Langsam bekamen alle auch wieder Hunger und man beschloss, langsam mit Kochen zu beginnen. Peter und Sophia hatten sich schon gemeldet, dass sie spätestens um 15.15 Uhr ankommen würden, sofern sich das Navigationsgerät nicht verrechnet hatte und sie es noch mit einem größeren Stau zu tun bekommen würden. Das war aber in dieser Jahreszeit hier nicht zu erwarten. Und tatsächlich kamen sie pünktlich an und nach einer schnellen Begrüßung setzten sich alle zu Tisch. Fisch, Kartoffeln, Gemüse mit einer Zitronen - und Basilikum-Marinade wurde aufgetragen. Will hatte zum Vergnügen von Pet dafür gesorgt, dass es im Hause schon eine kleine Sammlung an gutem Wein gab. Der Riesling aus dem Elsass passte gut zu dem Gericht und die letzte Anspannung verschwand mit jedem Bissen und jedem Schluck immer mehr.

 

Es gab keine weiteren Informationen über das Flugzeug oder die drei vermissten Freunde.

 

Am späten Nachmittag versammelten sich alle vor dem Kamin und eine mehr oder minder entspannte Unterhaltung untereinander entstand, an der sich alle bis auf Bertram beteiligten. Bertram wirkte nicht nur müde, sondern sah sogar etwas kränklich aus. Er begab sich dann auch bald zu Bett - nicht ohne seine Tochter darum zu bitten, nicht zu viel an Wein zu trinken. Artig lehnte sie danach auch das Nachschenken von Wein in ihr Glas ab. Da Pet, der der Älteste im Hause war, keinerlei Ermüdungserscheinungen zeigte, wollten ihm das auch die anderen nachmachen und blieben sitzen. Kurz vor 23 Uhr beugte er sich zu Sophia hinüber und sprach sie leise an. "Wenn du müde bist, lege dich schlafen. Dein Zimmer kennst du schon. Niemand wird gezwungen aufzubleiben. Vor ein paar Jahren wäre ich jetzt schon im Sessel eingeschlafen. Offensichtlich hat mir die Weltumsegelung und das Mittelalter gut getan. Ich fühle mich trotz der Anstrengungen wach und im Einklang mit mir selbst. Das habe ich schon lange nicht mehr so empfunden. Meine körperliche Fitness hilft mir da wirklich. Trotz des traurigen Ereignisses und des Reisestresses fühle ich mich nicht überlastet. So was habe ich schon lange nicht mehr bei mir feststellen können. Aber ich werde es nicht übertreiben und auch bald zu Bett gehen. Morgen gibt es noch genügend für uns beide zu tun." Das war der Versuch, ein wenig Smalltalk mit Sophia zu betreiben, aber sie nickte nur  und stand auf, wünschte allen anderen eine gute Nachte und ging. Das war das Signal auch für die anderen, die sich dann erhoben und ebenfalls gingen. Bis auf Frida und Pet, die noch sitzen blieben. Schweigend tranken sie ihre Gläser leer und standen dann wie auf ein geheimes Zeichen gemeinsam auf. Sie wünschten sich eine gute Nacht. Pet hatte das Appartement im ersten Stock mit dem Wintergarten über der Garage. Es fiel kein Schnee mehr, der Himmel war wolkenlos. Mond und Sterne erhellten sanft das Appartement. Pet brauchte kein Licht. Kurz duschte er noch und ging dann zu Bett. Erst als er sich zudecken wollte, bemerkte er, dass bereits jemand im Bett lag. "Ich bin aber nicht im falschen Zimmer?" fragte er leise. Er wusste, wer neben ihm lag, den Duft des O de Toilette hatte er erkannt. Sophia. "Ich will heute nicht alleine sein. Es war alles ein wenig zu viel. Ich bin so unsagbar müde und doch kann ich nicht schlafen." Sie deckte Pet zu, legte ihren Kopf auf seine Schulter und schief offensichtlich sofort ein. Der spürte sie durch ihren dicken Flanellschlafanzug, den sie trug. Mehr denken konnte auch er nicht mehr, denn dann übermannte ihn auch der Schlaf.