Kapitel 72

Sonntag 3. Juli 1216 Waiblingen

 

Nach der sehr frühen Messe machte sich die kleine Armee auf, um die Bande, die im Neckartal lagern sollte, zu bekämpfen. Otto von Kraz hatte dafür gesorgt, dass nur Otto von Steinfeld, Heinrich und Richard wussten, wohin der Kriegszug gehen sollte. Man wollte vermeiden, dass die Bande frühzeitig davon erfahren würde.

 

Zwei Tage vorher hatte Otto dem Stauferbastard berichtet, warum er Gefangene im Keller des Nachbarhauses hatten. Als der Herr von Kraz mit seinem Bericht endete, war Otto von Steinfeld so aufgebracht, dass er sofort losziehen wollte. Das beherzte Eingreifen von Constanze half, ihn schnell wieder zu beruhigen. Sie war so klug gewesen, ihr bestes Kleid anzuziehen, bevor sie ihm seit langem wieder begegnete. Und der so stolze und kräftige Ritter schmolz bei ihrem Anblick wie ein Eiszapfen im Sonnenlicht dahin. Die beiden merkten nicht, dass sie spät am Abend im großen Saal alleine waren, Otto hatte dafür gesorgt, dass sich alle langsam und heimlich zurückzogen. Selbst ihr Sohn Cristian, der unbedingt nach so langer Abwesenheit seiner Mutter viel zu erzählen hatte merkte, dass er nur stören konnte und zog sich mit seiner Schwester und den anderen jungen Menschen, die im Haushalt lebten, zurück.

 

Für den Staufer hatte Otto seine Kammer geräumt und lag zusammen mit den beiden Rittern in einer der Kammern unterm Dachstuhl. Otto hatte zur Sicherheit die Türe zur Küche, wo viele der Mägde schliefen, verriegelt, damit niemand die beiden stören konnte. Vor der Türe zum Saal hatte er zwei Waffenknechte postiert, denen er absolutes Vertrauen schenken konnte.

 

Das andere Paar, Gregor und Frida, hatten sich sehr früh zurückgezogen. Eigentlich sollte Gregor bei den Dreien unterm Dachstuhl sein Lager aufschlagen, aber Heinrich meinte, dass der ganz sicher in dieser Nacht woanders schlafen würde. Dem war auch so.

 

Die beiden Nonnen oder besser gesagt Novizinnen mischten sich unters junge Volk, das in dieser Nacht auf dem Heuboden sein Lager aufgeschlagen hatte. Das war zwar sehr unschicklich, aber Otto vertraute den Jungen, dass sie sich nicht ungebührlich verhalten würden.   

 

Am frühen Morgen, als Otto im den Hof unten ankam, noch etwas schlaftrunken, musst er feststellen, dass alle Männer des Otto von Steinfeld und Gregor schon weg waren. Wie ihm eine Magd berichtete, waren sie alle kurz nach Mitternacht bereits aufgebrochen. Ein Knecht brachte ihm dann eine Nachricht. "Der Herr von Steinfeld erwartet euch nach Sonnenaufgang in Lager vor Waiblingen. Ihr sollt die Herren Ritter mitbringen und alle sollen wohl bewaffnet sein. Proviant für ein paar Tage solltet ihr mitbringen. Der junge Herr Christian ist mit dem Staufer heute Nacht geritten. Ihr solltet euch von zwei Knappen begleiten lassen. Ich habe bereits fünf Pferde bereit gemacht und den Proviant in kleine Ledersäcke gepackt. Decken und das Zelt sind auf zwei Packpferden."   

 

Richard und Heinrich waren sehr schnell bereit, Lorentz hatte einen der Reiter, die ihn von Lorch nach Waiblingen zurück begleitet hatte, einfach zum Knappen befördert und so waren die fünf sehr schnell bereit, abzureisen. Kaum hatten alle ihre Pferde bestiegen, da tauchte unter der Türe des Hauses Constanze und Frida auf. Constanzes Haare waren noch sehr unordentlich und auch schien sie wenig Zeit gefunden zu haben, sich anständig und standesgemäß zu kleiden. Ihr Kleid hatte sie nur übergeworfen, die Bänder noch offen und ohne Schuhe stand sie da. Ihr Lächeln war vielsagend und ihre Augen glänzten. Als sie aber sah, dass alle bewaffnet waren, erschrakt sie und eilte so wie sie war auf Otto zu. "Was habt ihr vor? Warum sind alle bewaffnet und wo ist der Staufer? Ist mein Sohn schon weg?" Otto stieg nochmals von seinem Pferd ab. Er wollte nicht von oben herab mit Constanze reden und den Einblick, den die nicht sehr sittsam Gekleidete ihm anbot, wollte er in so einer Situation nicht genießen. Dafür bestrafte ihn Richard mit einem sehr boshaft vielsagenden Blick. "Der Staufer ist vor den Toren und hat uns befohlen, bewaffnet zu ihm zu kommen. Wir werden die Räuberbande angreifen und ein für allemal ihr Treiben beenden. Wir haben genügend Bewaffnete, um diesem Abschaum gebührend begegnen zu können." Otto hatte Constanze mit beiden Händen an den Schultern gehalten, dann zog er sie an sich. Beugte sich vor und flüsterte ihr in Ohr. "Ich werde auf deinen Sohn und den Staufer achtgeben, soweit das bei deren ungestümem Wesen möglich ist. Wir sind überlegen und ich sehe wenig Gefahr für uns alle. Wir haben für das, was nun kommt, genügend Kriegsknechte und Ritter. Und nun meine liebe Constanze, zieh dich bitte zurück, kleide dich schicklich und führe das Haus, so wie es sich für die Herrin hier gehört. Du bist ein Weib, auf die nun viele Augen gerichtet sind, nicht nur weil du unter Gottes weitem Himmel so viel an Anmut in dir trägst und jeder dein Glück gerade sehen kann. Du bist nun diejenige, die hier über alles gebieten muss. Frida ist auch da und ihr beide werdet mir das Haus hüten und alles in unserm Sinne weiterführen." Schicklich gab er ihr einen Kuss auf die Wange, drückte sie danach bestimmend von sich weg, verneigte sich höflich und bestieg dann sein Pferd. Das alles diente dazu, allen Beobachtern zu zeigen, dass Constanze unter seinem Schutz stand und ihn vertreten würde.

 

Als er als Letzter durch das Tor ritt, hörte er trotz des Hufgeklappers eine der älteren Mägde, die am Tor standen, etwas sagen. "Jetzt soll auch noch die Metze des Staufers über uns bestimmen. Das ist doch wie in einem Hurenhaus." Otto hielt sein Pferd mit einem Ruck an. Schaute die Magd an und rief laut, für alle hörbar zu Constanze. "Diese Magd kommt in Fesseln und bleibt so lange gebunden, bis ich wiederkomme. Sie erwartet eine Strafe, dass ihr Hören und Sehen vergehen wird. Wer dieses Haus ein Hurenhaus nennt und eine der Bewohnerinnen Metze nennt, verletzt meine Ehre und die aller hier Lebenden. Wer mein Brot isst, der hat sich an die Gebote des Anstandes zu halten und nicht seinen Herren zu beleidigen. Bindet sie." Dann gab er seinem Pferd die Sporen und folgte den anderen.  

 

Sehr schnell erreichten sie das Lager vor den Toren. Schnell konnte man erkennen, dass man bereit war, sofort aufzubrechen. Als Otto und seine Begleiter auf die Mitte des Lagers zuritten, sahen sie, dass an zwei großen Eichen einige Männer aufgehängt worden waren. Otto und Richard erkannten, dass es sich um den Kaufmann und seine Begleiter, den Mann der Stadtwache und noch einen anderen, den keiner kannte, handelte. Obwohl der Mann der Stadtwache schon tot war, hatte man ihn hier aufgehängt. Heinrich wandte sich ab, denn er wollte das alles nicht wahrhaben. "Ohne ordentliches Gericht ist das nicht gut. Aber wenn der Staufer das so handhaben will, dann ist das so. Wer die Macht hat, hat wohl immer das Recht auf seiner Seite." Otto schaute zu ihm und konnte nur den Kopf schütteln. "Das ist aber nicht das, was du wirklich denken willst? Oder stimmst du dem zu, dass ohne ordentliches Gericht gehängt wird? Wer die Macht hat, hat das Recht?" Heinrich schaute seinen Freund an. "Nein genau das nicht. Willkür der Macht ist die Grausamkeit, die die Menschen als Geisel ihres Seins schon immer begleitet. Und es war immer so und wird immer so sein und es ist nicht gut. Dass bestraft werden muss, wenn Untaten geschehen, das ist schlimm genug, aber einfach nur aufknüpfen." Kaum hatte er aufgehört zu reden, kam schon Gregor auf ihn zu. "Nein mein Freund, das ist nicht richtig. Du solltest lernen, wenn du wütend bist, leiser zu reden und diese Männer sind nicht einfach aufgehängt worden. Otto von Steinfeld hat heute Nacht noch Recht gesprochen. Es gab mich als Ankläger, Otto war der Richter, ein Priester hat das alles mit Tinte und Feder aufgeschrieben. Es gab keine Folter und sie sind nicht ohne Beichte gestorben. Otto von Steinfeld wollte das alles hinter sich lassen. Wenn wir die Plünderer und Mörder gefangen haben oder sie erschlagen auf dem Feld liegen, wird er noch auf dem blutigen Feld Recht sprechen und wenn es sein muss richten. Eines der Packpferde wurde mit einem Holzblock und einem Richtschwert beladen, ein anderes hatte Stricke für den Henker dabei. Er ist wütend, zudem noch sehr müde, aber er ist nicht ungerecht dabei. Und nun muss Otto von Kraz zu ihm kommen. Umgehend hat er gesagt. Er muss noch eine Sache erledigen, bevor wir losziehen." Er drängte Otto von Kraz zu einem freien Platz, wo bereits Ritter auf ihren Pferden sitzend warteten. In der Mitte,  ebenfalls hoch zu Ross, wartete Otto von Steinfeld unter dem Banner der Staufer.  

 

"Mein lieber Otto von Kraz, wir warten schon voller Ungeduld auf euch." Dann stieg er von Pferd und Otto von Kraz wurde ebenfalls genötigt, von seinem zu steigen. Gregor drängte ihn vor den Staufer, zwang ihn sich auf seine Knie zu setzen und drückte ihm das Haupt nach unten. Otto Herz raste. Wollte man ihm den Kopf abschlagen? Was sollte das alles? 

 

Dann berührte etwas seine Schultern - erst rechts, dann links. Aus dem Augenwinkel erkannte er, dass das eine Schwertspitze war. "Otto von Kraz, ich schlage dich heute zum Ritter. Nimm es in Demut hin. Dein Name sei ab heute Otto von Kraz zu Wipplin. Gott schütze dich und gebe dir die Kraft, für Gott und das Reich alles zu geben." Dann beugte sich der Staufer zu ihm herunter und half ihm auf. Der Steinfelder gab vor, Otto einen Kuss auf die rechte Wange zu geben, flüsterte ihm aber ins Ohr: "Auch wenn du nicht an ihn glauben kannst, es gehört einfach dazu und die Männer um uns herum erhoffen sich, durch Gebete die Kraft für die Schlacht zu erhalten. Also lassen wir sie daran glauben und sie werden doppelt kräftig in den Kampf ziehen. Ich bin froh, einen Freund wie dich bei mir zu haben." Dann drückte er ihn mit beiden Armen von sich und rief laut. "Auf Otto von Kraz zu Wipplin. Hurra! Genug gefeiert wir ziehen los. Alles soll aufsitzen."

 

Otto bekam ein Schild mit seinem neuen Wappen und ein Pferd wurde ihm gebracht. Seine Schultern waren fast so hoch wie er selbst. Pechschwarz und mit Zotteln an den Fesseln. Nur links und rechts an seinen Nüstern hatte dieses Ross kleine weiße Flecken. Die Schabracke,n die man diesem Ross aufgelegt hatte, waren schon mit Ottos neuem Wappen versehen.

 

Gregor drängte sich neben Otto. "Das ist ein Geschenk des Staufers an dich. Ein sehr ruhiges und geduldiges Tier und sehr ausdauernd. Es hat ein Vermögen gekostet, aber der Steinfelder wollte es für dich haben. Die Dokumente für dein Lehen und die Bestätigungen über deinen Besitz habe ich von ihm bekommen. Wir haben es eilig, deshalb schicke ich alles mit einem Boten zu Constanze. Sie wird es gut verwahren. Und nun Otto, zeige uns allen, was du für ein Ritter bist und besteige das Pferd." Gregor lächelt boshaft vor sich hin, als er sah, dass Otto das Pferd anschaute und sich überlegte, wie er trotz der Steigbügel auf das Ross kommen sollte. "Otto blamiere dich jetzt nicht, steig auf!" Die drängenden Worte Gregors machten Otto etwas nervös. Da kam Heinrich von hinten zu Otto, lehnte sich mit dem Rücken an das Ross und half Otto hinauf, in dem er sich leicht beugte und ihm seine Knie als Leiterstufe anbot. "Gregor wir haben keine Zeit für deine Scherze. Niemand kommt im Kettenhemd und mit Stiefeln so ohne weiteres auf so ein Ross. Jeder Ritter lässt sich da helfen. Und das nächstemal bis du dran mit der Hilfe für Otto. Der Staufer hat schon im Morgengrauen fünfzehn Reiter losgeschickt, die unseren Weg sichern sollen. Wir müssen vor dem Mittag am Neckar sein. Also - jetzt müssen wir los."

 

Sie ritten in scharfem Galopp. Der Weg war breit genug, sodass drei Reiter nebeneinander reiten konnten. Reiter, Wagen und Bauern, die zu Fuß unterwegs waren, wurden mit lauten Rufen vom Weg gejagt. Insgesamt waren über fünfzig Reiter unterwegs zum Neckar. Dazu kam noch ein kleiner Tross mit sechs Packpferden und zehn Knechten. Etwas abseits und immer auf der Höhe von Otto und Lorentz sah man den Herrn Grafen mit der Heulmama und den zwei Welpen laufen. Welpen war nun etwas untertrieben, denn die beiden waren fast schon ausgewachsen und das kleine Rudel wirkte für Menschen, die sie nicht kannten, sehr bedrohlich. Zu den Vieren hatte sich ein kleinerer brauner Hund gesellt, der immer neben dem Herrn Graf herlief. Sie machten erst eine Rast, als die Sonne am höchsten stand. Ein Späher kam ihnen entgegen und berichtete dem Staufer, was er gesehen hatte.

 

Die Bande lagert am Neckar nur ein paar hundert Schritte von der Einmündung der Rems entfernt. Das Lager war etwas verdeckt durch einen kleinen Wald und einen Steilhang, der hinter dem Lager war. Vor dem Lager gab es eine freie Fläche mit hohem Gras. Zum Neckar hin war der Boden sumpfig und nicht zu begehen. Wachen waren versteckt in einem kleinen Wald mit viel Gebüsch rund herum - weit vor dem Lager und etwa dreihundert Schritte gegenüber dem Fluss. Das bedeutet, dass Reiter etwas mehr als fünfhundert Schritte Platz hatte, das Lager frontal anzugreifen, aber vor dem Lager dann nur noch zehn Schritte Platz blieben, weil links der Sumpf begann und rechts ein dichtes Waldstück und dahinter eine hohe Felswand. Wenn man die Wiese besetzte, konnten die Räuber nur über den Neckar flüchten oder mussten über die Wiese angreifen. Die Felswand hinter ihnen war zu steil und zu hoch, um sie als Fluchtweg zu nutzen. Aber der Mann hatte auch eine schlechte Nachricht. Die Söldner dort hatten insgesamt, so meinte der Späher es gesehen zu haben, etwas mehr als sechzig Männer unter Waffen. Zudem sah er gut zehn Gefangene, die gebunden unter Bäumen saßen.

 

Der Steinfelder ließ sofort wieder aufsitzen und holte sich Otto von Kraz zu Wipplin zu sich. "Deine Bestien, können die auch Menschen anfallen oder laufen die nur neben Pferden her?" Lorentz, der neben Otto war, meldete sich. "Herr, darf ich sprechen?" Der Staufer nickte und Lorentz machte ihm einen Vorschlag.

 

Als sich dann die Gruppe teilte, kannte jeder seine Aufgabe. Der Späher führte Otto und seine Begleitung, die aus zehn Männern bestand, zu der steilen Felswand und dem Wäldchen gegenüber des Neckars. Am Rande des Gehölzes stiegen sie ab und trafen dort auf weitere fünf Männer der Vorhut aus dem kleinen Stauferheer. Flüsternd informierte sie einer der Männer. Dann schlichen sie so leise wie möglich durch das Gehölz weiter. Lorentz, Otto und Gregor hatten die Wölfe und die Hunde mit Stricken gebunden und hielten sie zurück. Dann erreichten sie eine kleine Senke, in der sie sich verstecken konnten. Der Späher deutete mit der Hand in die Richtung, wo sich ein paar Leute versteckten. Sie fühlten sich sehr sicher, denn man hörte sie laut reden und lachen. Lorentz packte den Herrn Graf an den Ohren und zog in zu sich. Der Hund versuchte, sich zu wehren, aber Lorentz hatte ihn fest in den Händen und der Hund wollte Lorentz nicht angreifen. Der kleine braune Hund und die Wölfe betrachteten das alles mit Erstaunen. Dann griff Lorentz den Stick, den der Herr Graf um den Hals hatte und zerrte ihn hoch, dort deutete er auf die Gruppe von Männern und sprach mit dem Hund. Schüttelte ihn und ermahnte ihn immer wieder. Deutete mit der einen Hand auf die Männer und schüttelte mit der anderen den Hund. Er machte den großen schwarzen Hund ganz wild damit, bis er ihn los ließ und er auf die Gruppe losrannte. Die vier andern folgten ihm sofort.

 

Die Hunde waren zu schnell und ihr Angriff war sehr leise. Keiner der fünf Männer hörte die Angreifer kommen. Als der erste einen Hund an der Kehle spürte waren die andern schon da. Angst- und Schmerzensschreie waren zu hören, und es mischte sich Wolfsgeheul und Hundegebell zwischen die Schreie. Drei Bewaffnete folgten dem Rudel und erledigten diejenigen, die versuchten, den Gebissen der Hunde zu entkommen. Es dauerte nicht sehr lange bis die Schreie verklungen waren und man nur noch das Geheul der Wölfe hörte. Selbst Lorentz und die Männer, die bei Otto waren, lief es dabei kalt den Rücken hinunter. Lorentz und zwei andere mussten leise die Wölfe und Hunde wieder einfangen. Dies gelang ihnen nur mit ein paar Leckereien. Blutige Rinderleber mit Honig bestrichen, das hatte ihnen Lorentz bei gebracht. Wenn sie das witterten, dann mussten sie zurückkommen und sich leise verhalten.

 

Im Lager der Bande war das auch zu hören und schreckte alle auf. Was war da geschehen? Sie hatten furchtbare Schreie gehört. Ihre Männer waren wohl von einem Wolfrudel angefallen worden. Aber Wölfe griffen doch nicht so ohne Weiteres Menschen an, Futter gab es doch in diesem Jahr reichlich für die Teufelsviecher. Man sammelte zwanzig Bewaffnete, die sich in Richtung des Wäldchens begeben sollten, um nachzuschauen, was da geschehen war.