Kapitel 71

28. August 1216 am frühen Morgen bei Gnisvärd

 

Die Bande hatte sich ein sehr gutes Versteck ausgesucht. Eine kleine Düne mit einem vorgelagerten Wäldchen verdeckte ihre Anwesenheit vom Land aus. Wer von der See aus kam, musste in eine kleine enge Bucht einfahren. Das Feuer, das die Mörderbande entfacht hatte, konnte von Land aus nicht gesehen werden.

 

Claus von Olsen war mit zwei seiner besten Männer an das Lager herangeschlichen. Der Wachposten, den man aufgestellt hatte, stand keine zwanzig Schritte von ihnen entfernt, konnte sie aber weder sehen noch hören. Der Mond wurde immer wieder von Wolken bedeckt und der Wind rauschte so laut durch das Geäst und die Blätter des kleinen Wäldchens, dass man solche Geräusche, die die drei verursachten, nicht hören konnte. Claus musste einen seiner Männer zurückhalten, denn der wollte dem Wachposten die Kehle durchschneiden, aber irgendwann hätten es dann die Bewaffneten im Lager sicher bemerkt und wären gewarnt, dass sich die Blauzahnleute in der Nähe befanden. Nein, Claus wollte sie überraschen und auch die Frauen befreien.

 

Langsam zogen sich die drei aus ihrem Versteck zurück und informierten ihre Streitmacht was sie gesehen hatten. Es war wenig genug, denn außer zwei Lagerfeuer, ein paar Figuren, die sich im Lager hin- und herbewegten, zwei Zelten, den Ochsen und den Wagen hatten sie nicht viel mehr gesehen.  Waren sie am Anfang davon ausgegangen, dass sie es mit zehn oder zwölf Bewaffneten zu tun hatten, kamen sie jetzt eher auf etwas mehr als zwanzig Kämpfer, die sie meinten gesehen zu haben.

 

Peter war mit Maria und Wolfskopf etwas abseits des Lagers bis zum Strand vorgedrungen. Sie sahen einen der Wachen auf einem Hügel stehen. Wolfskopf schlich sich bis auf etwas weniger als fünfzehn Schritte an ihn heran. Neben dem Mann war ein Holzhaufen und etwas entfernt davon brannte ein kleines Feuer. Offensichtlich wollte man ein Signalfeuer anzünden. Für wen oder was war nicht klar, aber man wartete auf jemanden, der vom Meer aus kommen würde. 

 

Sie trafen eine Entscheidung. Maria ging zurück zu den wartenden Blauzahnleuten und erklärte, was Peter vor hatte und ging mit sechs Bewaffneten zu Peter zurück.

 

Peters Plan war einfach. Sobald das Signalfeuer entzündet werden sollte, würde Wolfskopf das verhindern, dafür würden die anderen darüber informiert und sie sollten das Lager überfallen. Sobald sie in dem Lager die Oberhand hatten, würde das Signalfeuer entzündet werden. Peter von und zu Bärental und Claus von Olsen wollten unbedingt wissen, wer da auf See war. Sie hätten zwar einen der Menschenräuber befragen können, aber wie weit der bereit war die Wahrheit zu sagen, wusste niemand.

 

Es wurde langsam hell, als Bewegung in den Mann kam, der beim Holzstapel wartete. Er bewegte sich zu dem kleinen Feuer hin und wollte von dort eine Fackel nehmen. Wolfskopf war schnell und lautlos. Mit einem Schnitt durch die Kehle des Mannes war alles erledigt. Ein schneller Läufer rannte zu den Blauzahnleuten und sie begannen ihren Angriff auf das Lager. Zuerst wurde die Wache erledigt, dann kamen die Bogenschützen zum Einsatz. Erst als die ersten von Pfeilen getroffen aufschrien, kam Bewegung ins Lager. Männer liefen durcheinander, suchten nach Waffen, weckten verschlafene Männer und immer wieder wurde einer von einem Pfeil getroffen. Dann tauchte Claus mit den Seinen vom Land her am Eingang des Lagers auf. Drei Armbrustbolzen trafen nochmals aus der Entfernung, dann waren sie über ihnen. Ohne Geschrei, ohne irgendwelche Laute von sich zu geben, wurden die Männer am Stand niedergerungen. Nur der eine oder andere brüllte, aber nicht sehr lange. Dann war Ruhe, fast schon gespenstische Ruhe.

 

Peter schaute aufs Meer hinaus, dort sah er drei Segel und wusste, was zu erwarten war. Er ließ den Holzstapel anzünden und die drei Drachenboote änderten ihren Kurs. Die Segel wurden eingeholt und die Ruder klatschten ins Wasser. Claus ließ versteckt die Bogen- und  Armbrustschützen Aufstellung nehmen. Brandpfeile wurden an die Bogenschützen verteilt. Oben auf dem Hügel beim Signalfeuer hatte sich Wolfskopf so hingestellt, dass jeder, der ihn sah, der Meinung war, dass alles in Ordnung sei. Niemand vom Meer aus hatte sehen können, dass das Lager erobert war und alle Männer entweder niedergemacht oder gefangen genommen waren.

 

Die Wagen waren gefüllt mit Plünderer-Gut und im Lager fanden sie außer den jungen Frauen auch noch zwei Knaben und eine weitere Frau. Einen Ochsen hatte man geschlachtet und das Fleisch in Fässer eingelegt und mit Salz bestreut oder es gebraten.

 

Sylvia kümmerte sich um die Gefangenen, denn alle anderen mussten sich auf die drei Drachenboote konzentrieren, die bald ankommen würden.

 

Als einer der Gefangene versuchte zu fliehen, um am Strand seine ankommenden Freunde zu warnen, fing ihn Carlsen wieder ein. Die Anweisung von Claus von Olsen an Carlsen war klar. Mit seinem rechten Daumen machte er das Zeichen, dem Mann den Hals durchzuschneiden. Um Ruhe zu habe und als Warnung an die anderen Gefangenen. Als der Mann merkte, was man mit ihm vorhatte, versuchte er seinen Knebel loszuwerden und strampelte unter den Händen des Carlsen hin und her. Einen sauberen Schnitt konnte er nicht ansetzen, als stach Carlsen zuerst den Mann in den Hals, um ihm dann mit einem Schnitt die Kehle durchzuschneiden. Der Blutstrahl besprengte alle und sofort wurde ihnen bewusst, dass man hier nicht lange fackeln würde, wenn Unruhe entsteht. Durch die Knebel war ein allgemeines Stöhnen zu hören, das kümmerte aber die Blauzahnleute nicht sonderlich. Sie warteten versteckt auf die Ankunft der Boote. Das kleinste davon setzte sich ab und würde früher wie die anderen an den Strand kommen. Peter schätzte, dass dort nicht mehr als zwanzig Männer saßen, die anderen waren wesentlich größer. Also würde man die Mannschaft des ersten Bootes mit den Schwertern bekämpfen und die anderen beiden zuerst mit den Brandpfeilen beglücken. Denn wenn die in die kleine Bucht einliefen, konnten sie nicht mehr drehen oder ihre Fahrt wesentlich verlangsamen. Sie mussten ans Ufer kommen, aber je mehr Unruhe auf den beiden großen Drachen entstand, umso besser konnte man diese Mannschaften bekämpfen.

 

Sie kamen immer näher und dann sah Peter von und zu Bärental das Wappen, das auf den Schilden des kleinen Drachen prangte. Das war das Wappen des Königs Johann I. Johann Sverkersson. Was veranlasste den neuen, noch junge König, hierher Bewaffnete zu schicken und sein eigenes Land zu plündern? Peter rannte so schnell er konnte zu Claus von Olsen, der mit seinen Leuten hinter einem kleinen Steinwall verborgen lag.

 

"Das sind Königliche. Eindeutig haben sie das Wappen auf ihren Schilden und ich habe auch den Wimpel an der Mastspitze gesehen. Was sollen wir machen?" Claus war verwirrt. "Bleibt alle auf euren Posten. Wir beide gehen an den Strand und zeigen uns. Wir verlangen eine Erklärung, denn solange die beiden großen Drachen noch nicht an Land gekommen sind, können wir sie immer noch bekämpfen. Es eilt." Dann rannten Claus und Peter zum Strand hin, wo gerade das kleine Boot über den Sand und Kies rutschten. Die Männer auf dem Boot sahen die beiden und als sie gerade aussteigen wollten, rief sie Claus lautstark. "Halt bleibt in eurem Boot. Wer seid ihr und was macht ihr hier? Wenn ihr meine Fragen zur Zufriedenheit beantwortet, könnt ihr austeigen, wenn nicht, töten wir jeden, der das Land betritt." Das war so laut, dass die Bogen- und Armbrustschützen in ihrem Versteck das gut hören konnten. Vom Boot her hörten sie nur lautes Gelächter und schon sprangen fünf Männer bewaffnet über die Bordwand. Keiner von ihnen konnte ein paar Schritte gehen und schon lagen drei mit Pfeilen verletzt oder tot am Boden und die beiden anderen stoppten, hoben die Schilde und zogen sich zurück. Dier anderen Mannschaftsmitglieder auf dem kleinen Drachen hoben ihre Schilde an und versuchten, sich vor weiteren Pfeilen zu schützen.

 

Claus und Peter blieben ungerührt stehen. Ein Pfeil kam auf die beiden zu, fiel aber gute zehn Schritte vor ihnen auf den Boden. Auf den beiden großen Drachenbotten hatte man das offensichtlich beobachtet, denn eines davon konnte gerade noch vor der Einfahrt in die Bucht abdrehen und das andere versuchte noch vor dem Stand seine Geschwindigkeit ganz und gar zu verlieren. Man hörte die Befehle, dass man rückwärts rudern solle und dann knarrte das Holz, das Wasser rund um das Boot wurde sehr unruhig. Gut drei Bootslängen vor dem Strand kam es zur Ruhe.

 

"Nochmals für die Alten und Schwerhörigen unter euch. Wer seid ihr und was macht ihr hier?" Jetzt war die Stimme von Claus noch lauter und man fühlte seine Wut dahinter. Die Antwort kam hinter dem Schildwall an der Bordwand. "Wer ist hier alt und schwerhörig? Du bist zudem noch blind. Siehst du das Wappen des Königs nicht? Wir haben das Recht hier zu sein. Und jetzt lege deine Waffen nieder und lass uns an Land kommen." Peter und Claus gingen ein paar Schritte weiter auf das Boot zu. Claus hob den Arm und hinter ihm baute sich ein Schildwall auf. Seine Leute zeigten sich, Peters Bogenschützen blieben im Verborgenen.

 

"Wir werden die Waffen nicht niederlegen und euch an Land kommen lassen. Beantwortet meine Fragen. Oder soll ich das für euch tun? Ich habe hier ein paar Diebe und Mörder getötet und ein paar auch gefangen genommen. Die haben auf euch gewartet, ein Signalfeuer für euch entzündet. Hier seid hier, um euch mit diesen üblen Burschen zu treffen. Und Wappen kann man fälschen. Woher soll ich wissen, dass ihr keine Seeräuber seid? Zudem kann man euch vertrauen, wo ihr euch mit Mördern und Plünderern treffen wollt? Also beantwortet meine Frage, jetzt. Oder wir brennen euer Schiff ab und ihr werdet in den Flammen sterben oder hier am Strand!"

 

"Seht ihr nicht, dass wir euch überlegen sind. Draußen sind noch zwei Drachen des Königs mit genügend Männern. Du dummer Hundsfott lass uns an Land und gib auf."

 

Claus drehte sich zu Peter um. "Der hat Angst. Bis die Drachen hier sind, um denen zu helfen sind die alle schon ohne Kopf und sicher nicht im Paradies. Das weiß der auch, aber was mich wundert ist, dass er uns meine Fragen nicht beantwortet."

 

Peter drehte sich zu dem Hügel hin, wo seine Leute waren und rief. "Brandpfeile bereit machen, wir wollen doch etwas mehr Wärme hier am Strand. Auf mein Zeichen dann loslassen." An die Bootsbesatzung gerichtet. "Und nun legt eure Schild nieder und dann beantwortet die Frage. Wer seid ihr? Was wollt ihr hier? Ich kann nur bis fünf zählen, dann kommen die Pfeile."  Kurzes Geraune an Bord, dann wurden die Schilde niedergedrückt und einer der Männer trat an die Bordwand. " Ich bin Knud Swerson, der Onkel des Königs und ein Jarl. Wir sind hier im Auftrage des Königs. Die Männer, die ihr erschlagen habt, waren Dänen, die wir vor ein paar Wochen getroffen haben und die uns einen Mann bringen wollten, der vorhatte, den König zu ermorden. Ein Mann aus dem Eriksgeschlecht. Ein Jarl, dem es nicht passte, dass jetzt ein Sverker auf dem Thron sitzt. Wir haben vereinbart, dass wir sie hier treffen, um den Mörder von ihnen zu bekommen. Die Dänen kannten ihn, da er mit ihnen lange Zeit auf See war. Ihr habt sie erschlagen oder gefangen genommen? Warum das?"

 

"Knut Swerson, komm mit noch einem zu uns und wir reden. Nehmt eure Waffen mit oder nicht. Meine Leute ziehen sich zurück. Nicht die Bogenschützen, die bleiben verborgen zu unserem Schutz. Und gib eine Zeichen an die beiden anderen Boote, sie sollen warten. Es müssen nicht noch mehr Männer sterben, wenn wir alles richtig machen. Also was ist? Willst du das so?"  Da Claus sein altes Habit als Ordensritter angezogen hatte, war seine Glaubwürdigkeit schon vorhanden und der Mann sprang über die Bordwand und ein kleinerer Mann von etwas mehr als zwanzig Jahren folgte ihm.

 

Als sie sich gegenüber standen, stellte Knut seinen Begleiter vor. "Das ist Thore mein Sohn. und wer seid Ihr?" "Ich bin Claus von Olsen, ehemaliger Ordensritter und das ist Peter von und zu Bärental, ein Deutscher Ritter und Händler. Wir sind die Herren der Blauzahnsiedlung." Dann streckte er sich etwas und schaute aufs Meer. "Und da draußen sind unsere Drachen, die euch nun in die Zange nehmen." Die zwei drehten sich um und schauten aufs Meer hinaus. Dort waren drei große Drachenboote zu sehen, die die ganze Bucht abriegelten. "So nun sind wir uns einig, dass wir reden müssen." Claus, der immer noch sein Schwert in der Hand hatte, zog mit der Spitze des Schwertes einen Strich in den Lehm und Kies Boden vor sich. "Das ist die Grenze zwischen uns. Übertritt die einer ungefragt, gibt es Kampf - reichen wir uns die Hände, herrscht Frieden zwischen uns. Ist das so, wie ich sage oder seid ihr anderer Meinung?" Knut nickte und alle vier setzten sich gegenüber auf den Boden. "Erzähle, was macht ihr wirklich hier? Das mit dem Mörder könnt ihr den Fischen erzählen, aber nicht uns. Denn wir wüssten das, ob das so sein kann oder nicht."

 

Knut Swerson machte den Hals lang, kratzte sich am Hals und spuckte neben sich auf den Boden. "Ich versteht das nicht. Wir sind Männer des Königs. Der Sverker ist jung, unerfahren und die Jarl, die ihn gewählt haben, müssen ihn erhalten. Nur so können sie an genug Silber, Gold und Macht kommen. Also müssen sie ihn beschützen. Er war zu lange bei den Dänen und ist hier im Land unbekannt. Sein Land, seine Herrschaft muss er erkunden und festigen. Also schickt er Männer aus, das meint er, denn es sind alles Männer der Jarl, die ihm sein Land auskundschaften. Und so mancher, der gegen den König ist, ist auch gegen die Jarl. Also müssen diese Leute einfach verschwinden. Sie stören unser Gleichgewicht, das wir erhalten müssen. Den Mann, den wir suchen, haben die Dänen nicht gefunden, der war auch nicht so wichtig. Denn sie sollten für uns auskundschaften, wo der König gute Steuern erheben kann. Visby und die Blauzahnleute scheinen reich zu sein. Dass sie bei ihrer Suche den einen oder andern Ochsen stahlen, was soll´s, wir ersetzten das. Aber ihr müsst auch dafür bezahlen, dass ihr Männer des Königs erschlagen habt und das wiegt mehr als ein Ochsenkarren."

 

Claus wurde unruhig, denn der Verlauf dieses Gespräches gefiel ihm nicht. "Ich habt einen Händlerzug überfallen lassen, einen Knecht erschlagen, einen der unseren und einen Knecht schwer verletzt. Drei junge Weiber wurden entführt und gequält. Das soll es aufwiegen, dass wir diese Schweinehunde erschlagen haben. Nein, das kann nicht sein. Wir konnten nicht wissen, dass es Männer des Königs waren - verhalten sich denn Männer des Königs so?"

 

Knut Swerson lachte laut auf, schüttelte sich und blickte dann erst Claus danach Peter an. Der Blick war so geringschätzig, dass beide gerne aufgesprungen wären, um dem Mann die Kehle durch zu schneiden.

 

"Diese Männer haben gegen ein Gesetz verstoßen? Kann sein. Wir wissen alle nicht, was wirklich geschehen ist. Vielleicht hat euer Freund diese Männer angegriffen, die Weiber sind schon geschändet den Männern des Königs in die Hände gefallen. Wer weiß es denn wirklich? Das kann nur eine Gerichtsverhandlung klären. Schwerwiegender ist doch, dass ihr die Männer des Königs aufhalten wollt, ihre Plicht dem Reiche gegenüber auszuüben." Das Grinsen auf dem Gesicht des Knut Swerson war so unerträglich geworden, dass es beiden immer schwerer fiel, sich zurückzuhalten.

 

"Wer gibt euch das Recht, so zu reden?" Peter presste die Frage zwischen seinen Zähnen hindurch.

 

Knut wurde immer selbstbewusster und seine Hochnäsigkeit überdeckte immer mehr seine anfängliche Angst. "Wer gibt mir das Recht? Der König, die Gesetze, die mächtigen Jarl, die geben mir das Recht. Der König wird von den Jarl gewählt, diese haben die Macht dazu. Um dem König aber auch etwas mehr Macht und Ansehen zu geben, wird er von dem Christengott oder von Odin oder sonst irgendeinem Gott auserwählt. Den sieht keiner, aber alle glauben daran. Er ist damit eigentlich unangreifbar. Die Jarl richten über die Bauern und Händler, manchmal auch über die Krieger. Sie sind die Macht und wer macht die Gesetze? Die Jarl, der König stimmt zu und das Gleichgewicht der Kräfte ist hergestellt. Denn der König wird von irgendeinem Gott beschützt, wenn´s gut geht. Die Jarl bekommen die Macht vom König, wer´s so glauben mag. Und diese beherrschen das Volk. Also der, der die Macht hat, hat das Recht, denn der macht die Gesetze. Die Priester, Seher sind alles nur das Feuer, das die Seele anwärmen oder wenn es erlischt, erfrieren lassen soll. Und ich habe die Macht vom König und ich bin damit auch euer Richter. Das Urteil steht schon fest, ich muss nur noch ein paar Gerüchte streuen und alle stimmen mir zu. Der König kommt von Gott, der gibt mir die Macht und die kommt damit auch von Gott. Das war so und wird immer so sein. Die Herrschaft, die auf Erden ist, hat immer recht und alles was sie tut, ist rechtens. Und ihr beiden seid einfach da, damit man euch benutzen kann."

 

Knut spürte sehr wahrscheinlich nicht einmal mehr, als der Dolch durch sein Kinn ins Hirn drang. Peters Messerangriff war mit so viel wütender Kraft durchgeführt, dass der Tod sicher war. Im gleichen Moment schlug Claus mit seine Schwerknauf Thore nieder.

 

Der Kampf begann.