Kapitel 70

Donnerstag 30. Juni 1216 im Haus des Otto von Kraz zu Wipplin

 

Alle Versuche, die Täter, die den Müller und seine Familie, die Knechte und die Fuhrleute getötet hatten, zu finden waren gescheitert. Aber den Mann der Stadtwache, der Bruder des Molino, der verhinderte, dass der verletzte Knecht Otto rechtzeitig verständigen konnte, war festgenommen worden. Sein Name lautete Castellio und er war aus Florenz. Auch zwei weitere Männer der Stadtwache, die mit ihm offensichtlich befreundet waren, wurden festgenommen. Sie wurden im Keller des Hauses Kraz festgehalten. Otto hatte Boten nach Lorch und nach Göppingen geschickt. Er wollte die Verhandlung gegen diese Männer selbst vornehmen, dazu benötigte er aber den Auftrag des Vogtes der Staufer. Otto von Steinfeld, der Bastard der Staufer, war leider nicht so schnell zu erreichen und Otto befürchtete, dass die Täter noch weiteres Unheil anrichten könnten. Erkundigungen, die Richard und Heinrich einzogen hatten, waren nicht besonders ergiebig.

 

Nur ein Händler aus Würzburg, der mit den kräftigen Händen des Heinrich Bekanntschaft machen musste, wusste offensichtlich etwas mehr über diese Räuberbande. Zudem hatte der Mann einige Gold und Silbermünzen aus Mailand bei sich, aber Heinrich meinte, dass das für einen einfachen Händler aus Würzburg zu viel Gold und Silber sei. Seine drei Knechte wurden ebenfalls festgenommen. Im Haus neben Ottos Hof, das nun umgebaut werden sollte, wurden die vier im Keller eingesperrt. Der ehemalige Weinkeller war bestens für eine ausführliche Befragung geeignet. Drei Waffenknechte, Heinrich und Richard nahmen die Befragung vor. Die festgenommenen Knechte erwiesen sich als wahrer Quell des Wissens. Sie plauderten schon nachdem sie nur die Werkzeuge sahen, mit denen ihnen die Zungen gelockert werden sollten. Sie berichteten, dass der Händler aus Würzburg sich  regelmäßig mit Bewaffneten traf. Es waren meist Gruppen von zehn bis zwölf Mann. Er kaufte ihnen Waren ab, die wahrscheinlich geraubt waren und tauschte die Gold- und Silbermünzen aus Mailand in Waffen oder andere Münzen um. Somit sollten die Männer nicht in Verbindung mit dieser Stadt und eventuellen Auftraggebern gebracht werden, sollte man sie festnehmen oder untersuchen. Der Händler reiste immer in Gegenden, wo die Banden nicht aktiv waren und kaufte mit diesen Münzen Getreide und brachte die Lieferungen an den Rhein. Die geraubten Gegenstände wurden ebenfalls an den Rhein geliefert, meist nach Straßburg, dort hatte er einen Aufkäufer, der diese Dinge übernahm  und weit weg von den Orten des Raubes verkaufte. Vor allem Sklaven wurden in bei diesem Händler in Straßburg gehandelt. Junge Frauen und auch junge Männer oder Knaben wurden dorthin gebracht. Ältere Frauen wurden, sofern jemand das wollte, geschändet und dann erlöste man sie von ihren Leiden mit einem Schnitt durch ihre Kehlen. Männer wurden an Ort und Stelle getötet. Dafür hatte der Händler einen ganz speziellen Trupp von Männern aus Spanien und England. Söldner die keiner mehr wollte, weil sie auch ihren Anführern zu grausam waren. Dieser Mann aus Straßburg übergab ihm auch immer wieder Briefe. Die drei Knechte meinten, dass das Anweisungen waren, wer oder was geraubt werden sollte.

 

Hier wurden Richard und Heinrich hellhörig. Wenn diese drei Waffenknechte nur die Begleitung des Händler waren, wo waren dann seine Söldner? Die mussten doch immer in der Nähe des Händlers sein? Wo waren die Transportmöglichkeiten, Ochsenkarren, Packpferde oder auch die Mannschaften für dieses Gewerbe? Keiner der drei wollte nun weiter etwas sagen, denn offensichtlich merkten sie, dass sie sich mit ihren Aussagen so stark belastet hatten, dass das Urteil bei einem Prozess schon feststehen musste. Der Händler, der sich Marcus Furtler nannte, schwieg zu alldem. Einer der Knechte kannte seinen wahren Namen: Marcus Missoni.

 

Als der Händler seinen Namen aus dem Mund des Knechtes hörte und Heinrich ein glühendes Eisen aus dem Feuer holte, sprang er auf und wollte sich gegen ihn werfen. Heinrich war kräftig und kampferfahren genug, um diesem Angriff geschickt zu begegnen. Er ließ Missoni an sich vorbeifliegen und über einen Fuß stolpern. Als der Mann nun auf dem Bauch am Boden lag, drückte Heinrich ihm das glühende Eisen ganz kurz auf den Rücken, kräftig genug, dass Missoni vor Schmerzen laut aufschrie. Richard packte den Mann und stellte ihn wieder auf die Beine. Das immer noch heiße Eisen vor seinem Gesicht, das Marcus Missoni spürten musste, sollte ihn zum Sprechen bringen. "Wo sind deine Kumpane? Wo sind die geraubten Sachen. Ihr habt die Mühle überfallen, wo sind die Ochsenkarren? Sprich jetzt, sonst brenne ich dir ein Loch in dein Gesicht."  "Bei Aldingen sind sie. Sie lagern in einem kleinen Wald am Neckar. Dort sind auch die Ochsenkarren und ein paar Fässer und Säcke Getreide. Die Frau des Müllers und seine Tochter sind bei ihnen. Die dumme Tochter des Ritters ist uns entkommen. Ihr Vater wollte kein Lösegeld zahlen und da wollten wir..." Dann schaute er Heinrich mit großen Augen an. Der schubste den Mann weg von sich. "Der Kerl hat sich in die Hosen geschissen. Stinkt so, wie er ist, wie ein Haufen Schweinescheiße."

 

Dann schob Heinrich das Eisen wieder ins Feuer, zog seine ledernen Handschuhe aus und wusch sich in einem Eimer mit Wasser das Gesicht und die Hände. "Das ist widerlicher als ich gedacht habe. Das sind Christenmenschen und handeln gegen jedes Gebot. Wir haben keinen Krieg, wo so etwas vorkommen kann und auch immer passiert. Wir sollten Frieden haben, aber dieser Kerl sorgt für Unfrieden, Verwüstung und Verderbnis. Gier und Selbstsucht sind wohl seine Freunde. Brauchen wir einen Prozess, um diese Geschöpfe der Hölle ihre gerechte Strafe zu schenken und die verderbten Seelen von den sündigen Körpern zu trennen?"  Otto stand oben an der Treppe und hatte alles mit angesehen und gehört. "Frage ihn, ob der Stadtknecht auch mit ihnen im Bunde ist und ob die beiden anderen ebenfalls zur Bande gehören. Ich will das wissen. Prügle die Antwort aus ihm heraus, wenn er das so will." Seine Stimme war voller Wut und so laut, dass man sie im Keller und auch im oberen Stockwerk hören konnte. Er benötigte ein paar Stockschläge, dann war er bereit zu antworten. Castellio war einer seiner Männer, die man ihm von seinem Auftraggeber aufgedrängt hatte. Die beiden anderen kannte er nicht, waren wohl einfach Kerle, die der ehemalige Vogt angeworben hatte. Nur den Namen seines Auftraggebers wollte er nicht nennen. Auch wenn ihm der Tot jetzt schon drohte, war die Angst vor diesem Mann größer als alles andere.

 

Otto ließ die beiden Stadtknechte sofort frei, weil ihre Unschuld nun bewiesen schien. Otto schenkte jeden der beiden ein Silberstück als eine Art der Entschuldigung. So viel Freundlichkeit waren sie nicht gewohnt. Einer meinte noch, wenn sie nochmals für ein Silberstück in seinen Keller sollten, wären sie gerne dabei.

 

Castellio wurden zu den vier anderen in den Verhörraum gebracht. Der Mann war ein ganz anderer wir der Kaufmann und seine Knechte. Kräftig, verschlagen und jederzeit bereit, Gewalt anzuwenden. Drei Männer mussten ihn führen und festhalten, bis er endlich an einem eisernen Haken an die Wand des Kellers gefesselt wurde. Die Fesseln waren so eng geschnürt, dass er sich nicht richtig bewegen konnte. Heinrich nahm noch einen Strick, machte eine Schlinge und band diesen um den Hals des Mannes. Als er zuziehen wollte, spuckte er ihn drei Mal an. Zu einem vierten Mal kam er nicht, denn die Faust Heinrichs zertrümmerte ihm die Nase und seine Lippen platzen auf. Dann warf Heinrich das andere Teil des Stricks über einen Balken und zog damit die Schlinge um den Hals des Mannes zu. Kurz bevor der Mann ohnmächtig werden konnte, lockerte Heinrich wieder die Schlinge. Nach dem vierten Mal war der Wille des Mannes gebrochen. Er hatte sich in die Hosen gemacht und stank furchtbar nach seiner Pisse. Als der Mann dann wieder ganz bei Besinnung war, rammte im Heinrich seine Faust in dessen Magengrube. Dann hörte er auf und ruhte sich von seinen Anstrengungen, den Mann zu quälen, aus.

 

Einen Eimer Wasser goss Richard dem Mann nach einiger Zeit ins Gesicht. Jetzt war er an der Reihe, den Mann zum Reden zu bringen. "Hör zu, Otto von Kraz ist weg. Er kann deine Arschfresse nicht mehr sehen. Er will nur wissen, wer dein Auftraggeber ist. Wenn ich dich ordentlich durchprügle, ist ihm das egal und er sieht nicht, wenn du dummerweise an deiner Zunge erstickst und wir dich wegwerfen müssen. Also mir ist es egal, wie das Spiel ausgeht. Nur eines muss ich dir sagen. Wenn ich mich sehr anstrengen muss, dich zum Reden zu bringen und nicht rechtzeitig zum Essen gehen kann, werde ich wütend. Das war schon so vor Akkon. Diese Sarazenen wollten nicht sterben, als ich hungrig wurde, da habe ich nur noch Bäuche aufgeschlitzt und die Muselmanen jammern lassen. Ihr Geschrei war eine tolle Tischmusik. Am besten war es, wenn sie müde wurden und die Wölfe haben sich an die noch Lebenden rangemacht und ihnen die Därme aus den Leibern gezerrt. Da schmeckte mir der Käse noch besser. Also, entweder wirst du mein Tischmusiker oder ich kann dem Herrn von Kraz etwas vermelden, was ihn und mich milde stimmt." Dann holte er ein Messer hervor und schnitt dem Manne die Kleider vom Oberkörper, seine Hose ließ er ihm, denn er hatte sich auch in die Hosen gemacht. "Ich muss doch sehen, wo ich richtig das Messer ansetzten kann. Nicht dass du zu schnell in die Hölle fährst."

 

Richard spie auf den Boden, den Geschmack der sich in seinem Mund breit machte, war schlimmer als Galle und Schweinemist. Er wartete, wie dieser Mensch nun reagieren würde. Dieser Söldner war hart, er wusste, dass er nicht mehr lange zu leben hatte. Aber Richard wusste, wie man Menschen Hoffnung auf ein Weiterleben oder einen schmerzfrei Tot machen konnte.

 

"Ich kann dir nicht viel sagen. Man hat mich und zwanzig andere bei Mailand angeworben, nachdem uns euer Staufer aus seinen Reihen geworfen hat. Er war dagegen, dass wir uns bei den Bauern unseren ausbleibenden Sold geholt haben. Philipp von Frankreich hat gute Krieger gebraucht und der Staufer hat nicht gemerkt, wie die Leute des Franzosen einige der besten Waffenträger dort mit viel Versprechungen und Silber abgeworben hatten. Die Mailänder unterstützen ihn gerne. Die hatten noch einiges mit ihm an Rachgelüsten offen, die sie gerne befriedigen würden. Das Silber kam von den Mailändern, die Versprechen vom König. Wir waren am Anfang um die vierzig Männer und teilten uns dann auf. Zehn sollten sich als Stadtwachen oder Turmwächter bei einigen Städten und Burgen verdingen, vor allem die, die eure Sprache sprechen konnten. Wir bekamen sehr genaue Anweisungen von dem Kaufmann, der uns seit Mailand begleitet hat. Wir sollten für viel Schaden und Unruhe im Reich sorgen. Unser Rückzugebiet war Langres, dort hatten wir Schutz. Straßburg war nur eine Zwischenstation, da der Kaufmann, mit dem der Hundsfott hier gute Kontakte hatte, dort seine Schiffe anlegen ließ. Rund um Straßburg durften wir nichts machen. Unser Gebiet war  rund um Göppingen bis Schwäbisch Hall und bis hier nach Waiblingen. Der Neckar war unser Sammelort, wenn uns Gefahr drohte. Wir verloren bei Kämpfen auch Männer, aber aus Mailand und aus Frankreich kamen immer wieder neue zu uns. Und da waren einige dabei, die hatten viel Freude an jeder Art von Gewalt. Wein und die Qual anderer erfreuten die so, dass wir fürchteten, wenn sie das nicht bekamen, würden sie auf uns losgehen." 

 

Richard gab ihm einen Becher Wasser zu trinken. "Woher hast du dein Wissen? Du hast viel Kunde von dem, was ihr tun sollt. Deine Mundart ist nicht von hier. Dein Name klingt nach den Lombarden und du scheinst gebildet zu sein. Kannst du lesen und schreiben?" Richard Neugierde war geweckt. So erfuhr er nun, dass der Mann ein Bastard eines Ritters aus dem Schwabenland war, der seine Mutter als Beute auf einem Raubzug bei Genua solange mit sich schleppte, bis sie von ihm schwanger wurde. Da hat er sie bei Konstanz verlassen. Er ist dort bei einem Kirchenmann aufgewachsen, der seine Mutter als Magd und Hure in seinem Haushalt hielt. Dort lernte er auch lesen und schreiben, das ging so lange, bis seine Mutter starb, weil sie nicht am Tage arbeiten konnte und fast jede Nacht dem Kirchenmann zu Willen sein konnte. Als sie tot war, wurde er frei und bar jeden Schutzes. Als dann ein Mönch sich noch an seinen Arsch ranmachen wollte, floh er aus den Diensten des Kirche, nicht ohne ein paar Goldstücke mitzunehmen und den gierigen Schwanz des Mönchs abzuschneiden. Er schloss sich ein paar Söldnern an, die ihm den Umgang mit dem Messer und später mit dem Schwert beibrachten. Und so verlief sein Leben mit Krieg, Mord und Saufen. Es war so und er kannte nichts anderes. Er hatte sich nie Gedanken über das Morgen gemacht, er lebte nur für das Heute.

 

"Genug Herr Ritter. Ich will nicht mehr reden, es war genug. Ich werde sterben und ich will damit nicht warten. Wenn ihr mich töten wollt, so lasst mich das für euch tun. Fesselt mich gut, wenn ihr Angst vor mir habt und lasst meine rechte Hand frei. Gebt mir einen Dolch und schaut mich an. Mit gezogenen Schwert. Ich werde es beenden, was mit dem Tage meiner Geburt angefangen hat." Richard und Heinrich schauten sich an und beide nickten sich zu. Sie würden den Herrn des Hauses dazu nicht befragen. Otto war ein Mann des Rechts und  Gesetz über alles stellte. Er würde das nie zulassen, aber sie verstanden den Mann. Er zeigte wenigstens in den letzten Augenblicken seines Lebens Mut und Würde. Heinrich zog sein Schwert und stellt sich vor den Mann, Richard löste ihm die Fesseln für die rechte Hand und gab ihm seinen Dolch. Er griff ihn sich schnell und ohne noch irgendetwas zu sagen setzte er die Spitze des Dolches auf seine Brust und rammte sich das Eisen ins Herz.

 

Dass Otto gerade oben auf der Treppe erschien, sah keiner. Schweigend stand er da, sah den Körper des Mannes zusammensinken, dann drehte er sich um und ging wieder. Für Otto war der Mann ein armseliges Werkzeug, verführt und doch schuldig. Der wahre Schuldige war der Kaufmann Missoni und seine Hintermänner. Denen musste man die Werkzeuge abnehmen. Aber er zweifelte, dass das etwas nützen würde. Wenn man die Bande unschädlich machte, Missoni hinrichtete, würden ihm neue nachfolgen. Es war doch wie ein Rad, das sich ewig drehte. So wie der Mond jede Nacht mal klein mal groß am Himmel erschien, so würde es immer Menschen geben, die solche Untaten ermöglichten oder einfach billigten, um ihre Gier nach Macht, Reichtum und Wollust zu befriedigen. Das war wie das Kraut auf dem Feld, das das Getreide klein hielt. Riss man es aus so wuchs es an einer anderen Stelle wieder.

 

Aber ohne Strafe für diese Untaten würde es noch schlimmer werden, also mussten sie an den Neckar gehen und die Brut erledigen. Er ging zu Constanze, weil er einfach mit jemand sprechen musste und Constanze war eine gute Ratgeberin, besser als jeder Kämpfer, der sich sein Schwert schwingen sah. Er fand sie in ihrer Kammer, wie sie gerade Wäsche sortierte. "Was machst du da? Ist das nicht Aufgabe einer Magd?" Wo er sie mit solchen einfachen Handlungen sah, schwand ihm die Lust, sich mit ihr zu beraten. "Nein das ist keine Aufgabe für eine Magd. Ich habe deine Wäsche angesehen und einiges, was sich für einen Ritter nicht geziemt zu tragen, aussortiert und werde das den Knechten geben. Für die ist das noch gut und wird sie warm halten. Und ein paar deiner Hemden habe ich in Streifen geschnitten. Wenn die Unruhen im Lande so weiter gehen, werden wir wohl so manche Wunde verbinden müssen und dafür sind diese Streifen gedacht. Ich mache das, weil eine Magd nicht immer so weit denkt und handelt, dass man die Streifen wirklich nutzen kann. Vor allem, ich will diese Tücher rein haben." Kaum hatte er das gehört, schämte sich der Herr von Kraz für seine Gedanken. Dieses Weib dachte immer ein Stück weiter.

 

Er setzte sich zu ihr und begann zu reden. Er erklärte ihr, was er vorhatte und warum er so handeln wolle. Als er endete, fragte sie ihn ohne Umschweif. "Wie viele Kämpfer brauchst du? Wie ist dein Plan, wie du die Männer dingfest machen kannst? Oder willst du sie sofort richten?" Otto von Kraz zu Wipplin hatte keinen Plan, nur unsagbare Wut. 

 

Wut und Verantwortung drückten schwer auf seine Schultern, aber das Schicksal meinte es gut mit ihm. Am nächsten Tag kam Otto von Steinfeld mit seiner Begleitung zurück. Vor allem Constanze freute sich doppelt. Ihr Sohn Christian kam wohlbehalten mit dem um sie werbenden Otto zurück. Frida war überglücklich, denn Gregor von Büren war ebenfalls zurück. Mit ihm waren über zwanzig Waffenknechte und fünf weitere Ritter nach Waiblingen gekommen. Im Tross dieser kleinen Armee befanden sich noch einige Knechte. Ein kleines Lager wurde vor dem Ort aufgebaut.

 

Wenig später kam auch Lorentz in Begleitung der Boten, die Otto zu den Staufern und zum Kloster geschickt hatte.