Kapitel 66

20. Juni 1216 in Waiblingen

 

Otto hatte mit seiner Einschätzung recht behalten. Constanze war nicht begeistert davon, dass Lorentz in Lorch geblieben war und er mit zwei Novizinnen oder wie es Constanze wütend und etwas vulgär auszudrücken mochte, Nonnenschülerinnen, die noch nicht ganz verstaubt waren, nun das Haus bevölkerten. Zudem hatte er eine Nachricht von Heinrich erhalten. Er bat Otto, zu ihm auf die Olsenburg zu kommen. Zu seinem Schutz hatte er drei seiner Waffenknechte mitgeschickt. Constanze war sehr unglücklich darüber, denn ihr fehlten hier ein paar zuverlässige Männer auf dem Gut und mit der Anzahl an Frauen, die nun in diesem Haushalt lebten, waren sie vielen Gefahren ausgesetzt. Seitdem Gregor mit dem Staufer ausgezogen war und ihren Sohn mitgenommen hatte, fühlte sie sich nicht mehr sehr wohl.

 

Da Otto keine Eile zeigte, um zu Heinrich zu reisen, blieben Constanze und ihm noch einige Tage Zeit, nach einer Lösung zu suchen. Und die kam dann auch. Am Morgen des 21. Juni 1216 klopfte es heftig am Tor zum Hof. Als einer der Knechte durch das kleine Gitter am Tor nach draußen schaute, sah er vier Reiter vor dem Tor stehen. "Herr von Kraz, da sind Ritter am Tor und wollen eingelassen werden. Einer sagt, dass er euch kennt. Er nennt sich Richard." rief der Mann über den Hof Otto zu. Der Herr von Kraz ließ den Reitern das Tor öffnen. An Zügeln führte Richard sein Pferd am Zügel herein, ihm folgten drei weitere Ritter. Die beiden Männer umarmten sich herzlich. Das war Ottos Wegbegleiter und Ritter des Ordens. In einem der anderen erkannte er Conrad von Olsen, den Mann der Kirche, den sie in Aschaffenburg getroffen hatten. Die beiden anderen waren offensichtlich Waffenknechte. Sofort bemerkte Otto, dass keiner ein Wappen auf seinem Schild trug oder Farben eines Herren auf ihren Tuniken. "Wir bedauern, dass wir dich unangekündigt in deinem Hause besuchen. Es ist unhöflich, ohne Ankündigung in ein Haus wie deines einzudringen. Wir bitten dich um Entschuldigung. Der Form ist aber nun Genüge getan - ich muss dich dringend sprechen und möchte dich um deine Hilfe bitten. Können wir ungestört reden? Und bitte lass trotz der frühen Stunde einen Schluck verdünnten Wein bringen. Wir sind seit drei Tagen unterwegs und haben außer Wasser und etwas Brot nichts in unsere Bäuche bekommen." Otto zeigte ihnen den Weg in seine Arbeitskammer und bat Constanze, etwas Brot, Wein und Käse zu bringen. Die Knechte sollten sich in der Küche verköstigen lassen. Die beiden ehemals renitenten Knechte mussten sich um die Pferde kümmern, was sie ohne den üblichen Protest auch taten.

 

In seiner Schreibstube ließ Otto den beiden Herren erst einmal eine große Schüssel mit Wasser und Tücher zum Trocknen reichen. Beide waren verschmutzt von einem offensichtlich langen Ritt, dann wurde ihnen das Essen und der stark verdünnte Wein gereicht. Otto wartete mit seiner Fragen, bis sie einigermaßen gesättigt waren, um ihnen dann nach ein paar Höflichkeitsfloskeln seine Frage zu stellen, die ihm auf der Zunge lag. "Was führt euch zu mir und was ist so wichtig, dass ihr Tag und Nacht geritten seid?" Conrad von Olsen schaute kurz von seinem Becher auf und bat Richard zu antworten. "Mein lieber Freund, wir sind im Auftrage der Staufer unterwegs: Friedrich hat uns beauftragt, einige Dinge in seinem Reich zu klären. Und nicht nur Friedrich, auch Otto IV von Braunschweig ist an den Orden und meinen Freund hier, Conrad von Olsen, herangetreten, Ermittlungen im Geheimen zu führen. Beide Herrscher liegen im Streit miteinander und bekämpfen sich, aber bezüglich unseres Auftrages sind sie sich einig. Bevor ich dir sage, um was es geht, muss ich dich darum bitten, Stillschweigen über das zu wahren, was du nun hörst." Otto nickte und Richard sprach weiter. "Beide, der Braunschweiger sowie der Staufer, haben sich bei einigen Geldwechslern Silber geliehen, auch bei den Templern und bei dem Deutschen Orden. Nun sind einige der Schuldscheine der beiden abhanden gekommen und wurden den Sarazenen zum Verkauf angeboten. Das wäre nicht so schlimm, denn man könnte ja den Sarazenen klar machen, dass diese Dokumente unecht sind und dann die Schulden einfach nicht begleichen. Das könnte zwar bedeuten, dass es weiter Krieg gibt, aber den gibt es sowieso. Was erschreckend ist, sind die Dokumente über die Sicherheiten, die der Staufer und der Braunschweiger dem Orden für dieses Silber angeboten haben. Die sollte niemand sehen, nur die Herren der Orden und die beiden Fürstenhäuser. Und es geht weiter. Es sind viele Schiffsladungen an Getreide abhanden gekommen. In Italien, um Neapel und auf Sizilien droht eine Hungersnot, wenn wir nicht genügend Getreide auftreiben können, aber das Geld zum weiteren Ankauf fehlt. Und im Norden sind viele Speicher und Felder verdorben, durch Feuer oder wie es scheint auch durch Gift. Die Preise für Getreide steigen jeden Tag weiter an. Obwohl die Ernten gut ausgesehen haben und es mehr als genug an Weizen und auch anderen Getreiden gab. Wir sollen herausfinden, wer dafür die Verantwortung trägt, wer zu diesen üblen Taten angestiftet hat und wer sie durchführt. Also reiten wir ohne Wappen und hier wollen wir dich um deine Hilfe bitten. Dürfen wir das vortragen?" Otto überlegte nicht lange, denn um was könnten sie ihn bei dieser Angelegenheit wohl bitten? Er gab zu verstehen, dass Richard nun weiter sprechen solle. "Friedrich hat uns beauftragt, dir den Ritterschlag zu geben und dazu ein neues Wappen. Unter diesem Wappen werden wir durch die Lande reisen. Du bist nicht nur der Chronist des Klosters, sondern entwickelst dich zu einem Händler mit dem Wunsch, deine Kontakte weit über die Landesgrenzen zu erweitern. Du wirst Geschäfte mit Getreide machen, eine Mühle besitzt du schon und du wirst die Schmiedearbeiten vorantreiben und mit Waffen handeln. Unter diesem Denkmantel deiner Bemühungen werden wir sicher auf die Männer treffen, die den Handel zu Ungunsten des Reiches betreiben. Wir sind deine Männer, die du ausgesandt hast, um deine Geschäfte zu vertreten. Gold und Silber, das du benötigst, kommen morgen. Wir haben aber auch die Aufgaben, das Gold, das man dir zur Verfügung stellt, nicht zu vergeuden. Deine Schmiede wird erweitert, das hast du schon geplant. Morgen treffen mit den Münzen auch noch drei Waffenschmiede ein und du musst dafür sorgen, dass der Umbau schnell vonstatten geht." Richard schaute den aus dem Staunen nicht mehr zu befreienden Otto an. "Ja mein Freund, das ist noch nicht alles. Der Staufer hat schon ein weiteres Haus neben deinem Hof aufkaufen lassen. Für wenig Silber, der Mann war hoch verschuldet und man hat ihn in den Schuldturm gesteckt, Frau und Kinder vertrieben und das Haus steht nun leer. Heute Mittag kommen Handwerker, die sich an die Arbeit machen, die Mauer zu dem Haus zu durchbrechen und deinen Hof zu erweitern. Alles wird dann bald wie eine Burg aussehen, auch wenn sie hier in Waiblingen ist. Fünf Kriegsknechte kommen heute Mittag mit den Handwerkern und werden in deinem Auftrage dein Haus und Hof schützen. Ich habe sie ausgewählt und sie werden auf dich und dein Wappen schwören. Es sind ältere, aber sehr erfahrene Männer." Otto schüttelte sich ein paar Mal, weil er immer noch nicht ganz verstanden hatte, warum man ihn dazu auserwählt hatte. Er wollte etwas sagen, aber Richard brachte ihn mit einer Handbewegung zum Schweigen. "Am Donnerstag werden wir zu Heinrich von Olsen reiten. Dort erhältst du am Sonntag deinen Ritterschlag und die Wappen werden öffentlich bekannt gegeben und ausgestellt. Dein Name sei dann ab diesem Tage Otto von Kraz zu Wipplin. Das Wappen wird eine Gänsefeder sein, die von einer Streitaxt gekreuzt wird und alles auf gelbem Grund. Damit bist zu nicht nur Chronist, sondern auch Ritter der Staufer, aber du bist befreit vom Dienst an deinem Herren, ihm mit der Waffe zur Seite zu stehen." Damit beendete er seine Rede und nahm einen großen Schluck Wein, den er nicht verdünnte. "Und wenn ich „nein“ sagen würde, was geschieht dann mit mir?" fragte Otto. "Du wirst nicht „nein“ sagen Otto von Kraz. Wir wissen doch beide, dass das ganz deine Sache ist. Nicht mit Waffen zu kämpfen, sondern deinen Geist einzusetzen. Du machst dir doch gerne viele Gedanken über das Räderwerk dieser Welt. Zudem wirst du noch reichlich belohnt werden. Wir reisen morgen früh ab. Wem musst du sagen, dass du abreist und was geschehen wird? Wer ist dein Verwalter? Gregor ist mit dem Bastard gezogen!" Otto musste nicht nachdenken und antwortete mit der Selbstverständlichkeit, als ob das doch alles vollkommen klar sei: " Constanze von Breitenbach verwaltet das Gut."  Conrad stand langsam auf und schaute Otto direkt ins Gesicht. "Ein Weib? Ein Weib, mit dem du nicht einmal verheiratet bist. Otto, was bist du für ein Mann? Kann sie das denn? Wird sie verstehen, was sie zu tun hat? Ich hoffe doch, denn diese Aufgaben, die nun bewältigt werden müssen, verlangen viel Kraft und noch mehr Verstand. Du entscheidest, aber überdenke es nochmals."

 

Als Otto später Constanze mitteilte, was hier in Zukunft für Aufgaben auf sie zukommen würden, wenn er für einige Zeit abwesend wäre, nickte sie nur und Otto wartete darauf, dass sie etwas zu ihm sagen würde. Es dauerte sehr lange, bis Constanze das Wort ergriff. "Du hast großes Vertrauen zu mir. Dafür möchte ich dir danken. Du tust etwas, was selten genug geschieht. Macht haben Kaiserinnen oder Fürstenweiber - aber ich als Witwe eines verarmten Ritters, der zuletzt an einem Dom gearbeitet hat? Ja ich werde es können, aber wird man mich lassen? Ich brauche Männer neben mir, die deinen und meinen Willen durchzusetzen wissen." Otto verstand sehr gut. War es doch mehr als nur außergewöhnlich, dass eine Frau, die seinem Haushalt vorstand, nun auch noch die Aufsicht über den gesamten Hof mit all den Handwerken, die kommen würden, übernehmen sollte. Otto versprach ihr, dass sie den notwendigen Beistand dafür bekommen würde. Und sie sollte nicht vergessen, dass Frida auch noch da sei. Beide trafen aber bezüglich der bestraften jungen Knechte eine Entscheidung, sie bis auf weiteres aus dem Haushalt zu entfernen. Sie sollten am kommenden Tag zur Mühle gebracht werden, um dort dem Müller und seinen Gehilfen zur Hand zu gehen. 

 

Bereits am späten Nachmittag kamen die Waffenknechte, die das Haus Kraz beschützen sollten sowie die Silber- und Goldmünzen. Zudem hatten man dafür gesorgt, dass genügend Getreide, Kräuter, Fleisch und Wein im Hause für die zunehmende Anzahl an Bewohnern zur Verfügung stehen würde. Die Bewaffneten schienen erfahrene und sehr klug handelnde Männer zu sein. Sie hatten drei Knechte mitgebracht, die sich um die Wagen und die Pferde kümmerten. Die drei Ochsenkarren waren schnell entladen und Heinrich sorgte dafür, dass die Ochsen und die Wagen zur Mühle gebracht wurden. Die beiden jungen Knechte waren nun überrascht, dass sie sofort ihre Bündel zu packen hatten und fuhren mit den Ochsengespannen hinaus zur Mühle. Die Knechte, die die Fuhrwerke bewegten und lenkten, waren ebenfalls ältere erfahren Männer, die wussten, wie man Schwierigkeiten beseitigte. Frau von Blau begleitete zu Pferd die Gespanne zur Mühle und wollte dort auch die Nacht verbringen, um für die Aufnahme der Männer und ihrer Gespanne zu sorgen. Denn diese Ochsenkarren waren auch dazu da, Getreidelieferungen zu transportieren oder auf Märkte zu reisen, um dort Äpfel oder Kohl einzukaufen und nach Waiblingen zu bringen. In einigen Burgen der Staufer waren Gebäude freigemacht worden, damit hier Vorräte eingelagert werden konnten. Man wollte vermeiden, früh und mit zu viel Gewalt den Zehnten von den Bauern zu fordern. Also kaufte man einen Teil der Vorräte ein und würde dann den Rest über die Steuererhebungen einholen. Die Staufer hofften, bis zum Herbst herausgefunden zu haben, wer die Ernten vernichtete oder Vorräte verschwinden ließ. Diese Geschichte würde die Staufer viel Gold und Silber kosten, aber sie waren sicher, dass sie sich das wieder holen konnten. Entweder von den Tätern oder dann von den Bauern, die ihnen zwar den Zehnten übergaben, aber das andere Getreide für einen zu hohen Preis verkauften. Die Vögte waren angewiesen, gut zu handeln, aber mit nicht allzu viel Druck auf die Bauern einzuwirken. Man hoffte mit dieser Vorgehensweise eher an die Hintermänner des Getreidehandels zu kommen oder auch zu den Tätern der Erntevernichtung zu gelangen. In das Vorhaben die Preistreiberei aufzudecken, das nun Form annahm, waren nur wenige Vögte, der Bastard Otto, Otto von Kraz zu Wiplin, Richard und Conrad eingeweiht. Otto besprach das alles noch einmal mit Richard und teilte ihm mit, dass er Constanze mit ins Vertrauen ziehen würde. Der sprach sich dagegen aus, aber er überließ es dann doch Otto, das zu tun. Er fand, dass Constanze sich immer mehr zu einer guten Beraterin an seiner Seite entwickelte. Sie war fast schon zu dem Ersatz an Freund und Ratgeber geworden, der Peter von und zu Bärental gewesen war. Peter, der auch mit viel Gefühl, manchmal mit Wut und dann doch mit rationalen Gedanken ihm zur Seite stand. Aber nun war der in einer anderen Welt, weit weg von ihm und Constanze war hier, aber eine Frau. Frauen denken manches Mal anders, sind anders, kleiden sich anders, essen anders, sie sind andere Menschen.

 

Als sich Richard zurückzog, rief Otto Constanze zu sich und berichtete ihr von dem, was man vorhatte. Ungläubig schaute sie ihn an, schüttelte den Kopf. Es dauerte sehr lange, bis sie etwas sagte, nachdem er mit seinem Berichte geendet hatte. "Ich finde es gut, dass sich jemand um diese Betrügereien kümmert, aber bringen wir uns damit nicht in Gefahr?" Fast hätte Otto laut aufgelacht, aber er konnte das gerade noch unterdrücken. "Sind wir das nicht jeden Tag? Mal mehr mal weniger. Wo gibt es die wirkliche, absolute Sicherheit? Für wen gibt es die? Constanze, nach einer so langen Reise, bei der wir vielen Gefahren begegnet sind, haben wir hier ein sicheres Zuhause gefunden. Und das gilt es nun auch zu verteidigen. Du bist die Tochter eines Ritters, du warst die Gattin eines Ritters und Steinmetz, hast mit vielen Widrigkeiten deines Lebens gehadert und gekämpft, für deine Kinder und dich selbst. Du lebst und bist gesund, deine Kinder haben eine Zunft und einer der Hohen des Reiches machen dir den Hof. Ich bin dein Freund, so hoffe ich es dir sagen zu dürfen und hier ist dein Heim. Lass uns auch etwas tun, damit andere Menschen etwas mehr an Sicherheit gewinnen dürfen."  Kurz schaute er Constanze ins Gesicht, suchte in ihren Augen nach etwas, das ihm schweigend eine Antwort gibt. Er sah nur Erstaunen, mehr konnte er noch nicht sehen. "Und dann ist da noch der Ritterschlag. Ich habe mir das nicht gewünscht, aber es macht mich stolz, dass ich ihn erhalte." Jetzt lächelte sie, nachdem Otto das gesagt hatte. Ja das konnte sie sich vorstellen, dass er da stolz darauf war.

 

Sie hörten von der nahen Kirche den blechernen Klang einer Glocke. Es war Zeit für das Abendgebet und dann für das Nachtmahl. Im Speiseraum mit der Küche würden sich schon alle versammelt haben. Die Gäste, die Ritter, das Gesinde. Conrad hatte versprochen, das Gebet zu sprechen, gegessen würde heute im Hof. Dort hatte man Bänke, Tische und Hocker waren aufgestellt. Die Mägde hatten etwas Wild über dem Feuer gebraten, frisches Brot war gebacken worden und allerlei Wurzelgemüse hatte man in Kräutersud erwärmt. Kaum hatte man das Abendgebet gesprochen und war dabei, die Speisen zu verteilen, klopfte jemand heftig an das Tor des Hofes und Schreie waren zu hören. Conrad und Otto gingen zum Tor und öffneten es. Draußen stand einer der Knechte, die die Ochsenwagen gefahren hatten. Blutig und beschmutzt hielt er zitternd die Zügel eines Pferde in der Hand. "Herr, die Mühle brennt, der Müller und die Seinen sind tot. Erschlagen von Bewaffneten. Wir wurden überfallen, als wir die Ochsen abspannen wollten und der Müller uns die Ställe zeigte. Es waren fast zwanzig Mann, die den Angriff führten. Ich konnte mit einem der Unseren entkommen, aber man verfolgte uns bis fast vor Waiblingen. Dann wurde mein Begleiter von einem Armbrustbolzen getroffen. Die Stadtwache wollte mich nicht einlassen, da habe ich sie niedergeritten. Ich musste euch doch die Nachricht bringen." Dann sackte der Mann erschöpft zusammen. "Kümmert euch um ihn. Sattelt die Pferde, wir müssen zur Mühle." Das war  Richard, der das ausrief. Kurze Zeit später waren zwölf gut Bewaffnete auf Pferden bereit, loszureiten. Otto hatte ebenfalls Schwert und Morgenstern angelegt. Was war da wohl geschehen? Und warum hat die Stadtwache den Boten aufhalten wollen. Otto war empört darüber, er musste unbedingt dafür sorgen, dass die Männer der Stadtwache klüger und schneller reagierten. Als sie losritten, begann die Dämmerung herein zu brechen.