Kapitel 64

11. Juni 1216 Waiblingen

 

Gestern war ein Bote von Otto von Steinfeld eingetroffen. Er berichtete Constanze von ihrem Sohn und wie hoch er in der Gunst des Stauferbastards stand. Ein kleines Geschenk von Otto an Otto von Kraz überbrachte er auch. Ein Paket mit Papier, frisch und fast weiß, aber keine weitere Nachricht.

 

An diesem Tag wurde der Unterricht für seine Schüler etwas länger, denn die jungen Menschen hatten Fragen, sehr viele Fragen. Jonata, sein Mündel, war begierig darauf zu erfahren, was eigentlich ein Chronist machen muss, Marta wollte unbedingt ihre Schreibkünste verbessern und suchte dazu seinen Rat und Lorentz wollte wissen, warum Kirchtürme so hoch gebaut wurden. Otto war das zu viel, er hatte sich darauf eingerichtet, den dreien etwas mehr von den Künsten mit den Zahlen zu vermitteln, aber er merkte, dass er sie an diesem Tage wenig für seine trockenen Übungen begeistern konnte. Also beschloss er, mit ihnen den Ort zu verlassen. Bis zum kommenden Morgen sollten sie sich bereitmachen, mit ihm gemeinsam nach Lorch zum Kloster zu reisen. Das war eine gute Gelegenheit, die ersten Seiten der Otto von Kraz Chroniken dem Abt zu übergeben. Es waren nicht sehr viele Blätter, aber es lohnte sich doch, denn Otto wollte auch ein Gespräch mit Bartholomäus führen. Die Besitzurkunden für die Fischrechte an der Rems fehlten noch und er wollte die Mauer seines Hofes höher machen lassen. Bisher waren ihm nur ein Klafter und drei Fuß an Höhe der Mauer erlaubt, das war die Höhe aller Mauern der Höfe in Waiblingen. Die Palisaden und die Mauern um den Ort waren bisher nur einen und einen halben Klafter hoch. Aber Otto wollte eine Schmiede in seinem Hof bauen lassen und einen Teil des Stalles müsste deshalb größer und wegen der Lagerung von Heu und Stroh erhöht werden. Dazu müsste ein Teil der Mauer als Hauswand dienen und etwas höher werden. Aber ohne die Zustimmung eines der Ministerialen der Staufer durfte er das nicht und einer der Ministerialen befand sich immer in Lorch.

 

Otto übergab die Verwaltung des Hauses an Constanze von Breitenbach und stellte ihr zwei Unfreie zur Seite, die sich als zuverlässig erwiesen hatten.

 

Am 12. Juni am frühen Morgen waren alle Pferde gesattelt und die vier  mit zwei Knechten machten sich auf den Weg nach Lorch. Obwohl Frieden herrschte und die Wege immer wieder von Patrouillen der Staufer kontrolliert wurden, war man vor Wegelagerern nie wirklich sicher. Die Knechte waren mit Schwertern und kräftigen Knüppeln bewaffnet, Otto hatte sich standesgemäß ein Schwert umgegürtet und an seinem  Sattel hing noch ein Schild mit seinem Wappen. Die jungen Frauen hatten beide lange Dolche und Lorentz, der schon gut geübt war im Umgang mit allerlei Waffen, hatte eine Armbrust und eine Streitaxt als Bewaffnung gewählt. Das Wetter war an diesem Tag nicht gut, dunkle Wolken waren am Himmel zu sehen und man konnte vermuten, dass es ein Gewitter geben könnte. Aber Otto war guten Mutes und hatte geplant, dass sie am Abend in Lorch ankommen würden.

 

Entlang der Rems, sofern das Ufer es zuließ, ritten sie in gemächlichem Trab. Immer wieder kamen sie an kleineren Weinbergen und Rebflächen vorbei. Gegen Mittag hatten sie schon weit mehr als die Hälfte des Weges hinter sich gebracht. Bei Schorndorf verließen sie die Nähe der Rems und ritten auf einem befestigten Wege, der teilweise von den Römern noch gebaut worden sein sollte, weiter. Bei Pliderhusen trafen sie wieder auf die Rems. Dort machten sie eine Pause, tränkten die Pferde und wuschen sich. Sie wollten nicht hungrig und schmutzig im Kloster ankommen. Die Klosteranlage auf dem Berg konnte man zwar noch nicht sehen, aber es waren nur noch etwas mehr als dreitausend Schritte von Pliderhusen aus entfernt. Sie fanden eine gute Furt und erreichten bald den Weg zum Kloster. Auf halbem Weg hinauf zum Kloster wurden sie von fünf bewaffneten Reitern aufgehalten. Otto gab sich zu erkennen und sie wurden dann mit sehr viel Freundlichkeit von den fünf Männern begleitet. Zur Vesper erreichten sie die Tore zum Kloster. Sie hörten den Gesang und Gebete hinter den Mauern. Der Hauptmann der Reiter führte sie zu einem Gebäude außerhalb der Mauern, dort stiegen sie ab und die Pferde wurden in einen Stall von ein paar Knechten geführt. Die beiden Knechte, die Otto und seine kleine Reisegruppe begleitet hatten, machten sich daran, die Sättel abzunehmen und die Waffen von ihnen entgegenzunehmen und zu verwahren. Bewaffnet durften Besucher nicht hinter die Klostermauern kommen. Im Schatten eines Baumes warteten sie, bis die Vesper vorbei war, dann durfte Otto in Begleitung seiner Schützlingen durch das Tor. Lorentz, Marta und Jonate wurden von einem Mönch in ein Nebengebäude geführt. Auf Otto wartete Batholomäus, der ihn zum Abt begleiten sollte. "Das war nicht gut mein Freund Otto von Kraz. Am heiligen Sonntag zu reisen, die heilige Messe zu versäumen und dann noch zur Zeit der Vesper hier einzutreffen. Der Abt wird euch tadeln, offiziell und wenn wir alleine sind, ist das auch alles. Zeigt euch demütig. Sagt ihm dann, wenn die Schreiber und andere Mönche dabei sind, dass ihr eine wichtige Nachricht für ihn habt. Damit ist es dann gerechtfertigt, dass ihr hier seid. Wir haben hier ein paar Novizen, die es mit der Disziplin nicht so genau nehmen und daher achten wir sehr darauf, dass alles seinen gerechten Gang geht. Und nun mein Freund lasst euch in den Arm nehmen. Ich bin sehr erfreut euch hier zu sehen." Und es geschah so, wie Bartholomäus ihm gesagt hatte. Otto wurde getadelt, er rechtfertigte sich und dann wurden alle bis auf seinen Freund aus dem Raum geschickt. Bartholomäus schenkte Wasser und Wein ein und aus einem Schrank holte er Käse und frisches Brot. Sie saßen sich wie alte Freunde gegenüber, schmausten und tranken sich zu.

 

Otto berichtete dem Abt und seinem Stellvertreter, was in den letzten Wochen geschehen war, wo sich der Stauferbastard gerade befand und was er wollte. "Wegen ein paar Blätter Papier und wegen der Erlaubnis, eine Schmiede zu bauen, dafür wurde diese Reise mit den drei jungen Menschen unternommen? Otto, ich kenne dich noch nicht lange, aber sicher gut genug. Ich glaube dir das nicht." Bartholomäus hatte wieder den vertraulichen Ton angeschlagen, aber es war sicher auch eine Frage, deren Antwort den Abt interessierte. Otto erklärte den beiden, dass die Neugierde seiner drei Schüler so groß sei, dass er einfach etwas tun müsse. Jonate wollte unbedingt wissen, warum es Chronisten gab. Marta suchte Belehrung bei ihren Schreibkünsten und Lorentz wollte wissen, warum Kirchtürme so hoch seien, wobei seine Neugierde nicht unbedingt aus seinem Wissensdurst über Kirchtürme entsprungen war, sondern eher den Künsten des Turmbaus. Der Abt erhob mahnend seine rechte Hand. "Frauen und schreiben, ist das richtig so? Schreibkunst und Chronistenkunst und dafür interessieren sich diese beiden Frauen. Ihr heißt das für gut mein Freund Otto von Kraz? Euren jungen Knappen können wir einem Baumeister übergeben, damit er sieht, wie man baut. Wie man Türme baut können wir ihm zeigen. Hier wird viel gebaut im Kloster und unten an der Mauer am Hang wird ein Turm angelegt. Aber das mit den Frauen mag Bartholomäus entscheiden." Dann stand der Abt auf und ging schweigend aus dem Raum.

 

"Wir haben Besuch aus dem Kloster Hohenwart. Die Äbtissin Hildegard hat vier ihrer Nonnen und zwei fleißige Novizinnen auf die Reise geschickt. Sie suchen Pflanzen für ihre Kräuter und Heilgarten. Begleitet werden sie von drei Söldnern, tumbe und nicht besonders streitbare Burschen, da sind die sechs Frauen schon resoluter. Eine der Nonnen und eine der Novizinnen malen Bilder und verfassen Beschreibungen von Pflanzen und schreiben sehr viel. Und wir können den beiden nicht sehr viel bieten, da wir hier noch keinen guten Kräutergarten haben, zudem sind die beiden auch sehr neugierig und bringen unseren Tagesablauf manches mal etwas durcheinander. Die vier anderen sind ruhige, tief gläubige Frauen, die sich gerne an die Regeln halten. Also dachte ich mir, dass wir hier  einen Tausch vornehmen können. Lorentz ist ein aufgeweckter junger Mann und er könnte hier bei unserem Baumeister viel lernen. Wir würden die Bezahlung an den Baumeister übernehmen und für ihn sorgen. Und ihr nehmt uns diese zwei Frauen aus dem Kloster Hohenwart ab. Es ist nicht üblich und wir sind uns darüber im klaren, dass die Äbtissin das sehr wahrscheinlich nicht billigen wird, aber der Abt Friedrich wird das klären. Ihr bekommt zwei schreibfreudige und gebildete Frauen in euren Haushalt und wir bilden hier einen zukünftigen Baumeister aus. So hat jeder etwas davon. Die vier anderen schicken wir zurück nach Hohenwart mit entsprechenden Nachrichten. Und nun sollten wir die drei jungen Menschen nicht länger warten lassen. Ich freu mich, meine Tochter zu sehen." Bartholomäus stand auf und wartete, dass Otto sich auch erhob, der aber blieb nachdenklich sitzen. Er war sich nicht sicher, ob er zwei Nonnen oder besser eine Nonne und eine Novizin bei sich beherbergen sollte und konnte. Der Vorschlag, Lorentz eine Ausbildung als Baumeister zu ermöglichen, fand er dagegen gut. "Kann ich noch einen Schluck Wein bekommen? und dann, bevor ich mich entscheide, darf ich die beiden kennenlernen. Ich habe schon einen Haushalt mit sehr vielen Frauen und dann noch zwei Klosterschwestern. Bartholomäus das ist sehr viel, was du da von mir erwartest. Aber ich werde es bedenken." Der Stellvertreter das Abtes nickte, schenkte Otto und sich noch etwas Wein in die Becher.

 

Unten im Gästehaus trafen sie später auf Lorentz, Marta und Jonate. Die drei hatten gut gespeist und man hatte ihnen bereits ihre Schlafstätte gezeigt. Otto erklärte ihnen den Vorschlag des Bartholomäus. Lorentz war begeistert und stimmte zu, ohne dass sein Zustimmung gefragt war. Marta und Jonata waren etwas traurig, dass Lorentz sie verlassen würde, aber die Neugierde über zwei zeichnende und schreibende Benediktinerinnen war groß, sodass der Trennungsschmerz etwas gemildert wurde.  

 

Am nächsten Morgen nach den Gebeten wurde Otto in Begleitung des Abtes den beiden Frauen vorgestellt. Eine ältere Nonnen begleitete die beiden. Mit gesenkten Häuptern standen sie dem Abt Friedrich gegenüber. Otto musste drei Schritte hinter dem Abt stehen, aber er erkannte schnell, dass die Nonne größer war als er selbst. Sie überragte sogar mit gesenktem Kopf den Abt um eine Hand breit. Die Novizin war kleiner und schien vorwitzig zu sein, denn immer wieder hob sie schnell ihren Kopf, um kurz ihr Umgebung zu sehen. Offensichtlich hatte der Abt noch in der Nacht alles mit der Nonnen besprochen, denn es schien klar zu sein, dass die beiden Otto nach Waiblingen begleiten würden. Otto hörte nicht, wie der Abt ihn ansprach, weil er tief in seine eigenen Gedanken versunken war. Erst als Friedrich ihn mit der Hand an seiner Schulter berührte, schrak er auf. "Otto von Kraz, habt ihr Fragen an die beiden?" - „Ja ich würde gerne ihre Namen wissen? Und, wie müssen sie in meinem Hause wohnen? Müssen sie sich dabei an die Ordensregeln halten? Ich meine natürlich müssen sie das, aber wie sieht es mit den Zeitabläufen aus und den Gebetsstunden?" Otto hatte sich spontan ein paar Fragen einfallen lassen, denn er war nicht darauf vorbereitet. Er machte sich Sorgen um die Abläufe in seinem Haus, zwei Klostermenschen bei sich über längere Zeit zu beherbergen war sicher nicht einfach. Nun antwortete die ältere Nonnen für die beiden. " Sie benötigen eine Kammer, in der sie sicher vor den Gelüsten des Teufels und der Männer sind. Sie müssen in eurem Hause mithelfen und arbeiten. Gebt ihnen am Tage noch bei Tageslicht Zeit, sich ihren Aufgaben zu widmen. Sie sollen Pflanzen suchen und beschreiben, malen und zeichnen. Alles andere wissen sie und werden es euch mitteilen. Die ist Schwester Mira, das sechste Kind eines Ritters aus dem Lande am unteren Neckar. Der Ritter hat wenig Erfolg in den Kämpfen im Heiligen Land gehabt, dafür war er bei der Erschaffung von Gottes Kinderschar wesentlich erfolgreicher. Sie ist eines von insgesamt vierzehn Kindern. Leider konnte für sie kein passender Mann gefunden werden und so beschloss man, sie in die Obhut unseres Klosters zu geben. Die Mitgift als Braut Christi war nicht üppig, aber sie reichte aus. Ihre Passion ist das Schreiben. Sie schreibt sehr schön und schnell. Spricht Latein und auch eine wenig die Sprache der Franken. Und die andere ist unsere älteste Novizin. Sie ist noch keine Braut Christi. Ihr Name lautet Agata. Sie ist die Tochter eines Mannes, der in unserer Gemeinschaft wohl bekannt ist, aber nicht genannt werden will. Klug, vorwitzig, manches Mal sehr vorlaut und sie kann Zeichnen und Malen. Ihre Werke sind von Gott gesegnet, aber Gottes führende Hand ist leider nicht immer mit ihr. Wir übergeben euch, Otto von Kraz, diese beiden, da man mir versichert hat, dass ihr für ihre Sicherheit  sorgen könnt und bei euch auch ihr Leben für unseren Glauben gut und in Demut sein wird." Also war es bereits beschlossen, dass Otto die beiden mit sich nehmen musste. Der Preis dafür war noch klein oder doch zu hoch? Er erhielt die Erlaubnis, seine Schmiede zu bauen und auch das Haus neben dem seinen wurde ihm übereignet. Das war zwar ein kleines Wohnhaus, aber die Stallungen waren groß und noch gut erhalten. Damit hatte er die Möglichkeit, die Früchte aus den Gärten, die er besaß, in Waiblingen selbst zu lagern, auch das Korn aus der Mühle konnte er nun nach Waiblingen bringen, um dort leichter damit Handel zu treiben. Die Schmiede, die er bauen wollte, würde ihm weitere Einkünfte sichern. Er schüttelte den Kopf. Was für Gedanken breiteten sich da in seinem Kopf aus? Er war bereit, für seine Ideen Gewalt in Kauf zu nehmen, begann wie ein Kaufmann zu denken. Besprach sich mit Männern der Kirche. Er machte Handel mit einem Kirchenmann um dessen Tochter, wurde ihr Vormund und nun war er bereit, zwei Frauen aus einem Kloster bei sich aufzunehmen. Das war doch nicht Otto von Kraz, der da handelte? Hatte man ihm etwas in den Wein gegeben? Dann wurde er auf einmal wach. "Halt, ich möchte euch noch ohne die beiden sprechen." Er zog Bartholomäus und die Nonne zur Seite. "So nun sag mir, bitte wer ihr seid, meine Dame? Warum wollt ihr mir unbedingt die beiden übergeben?" Bartholomäus und die Nonne schauten sich an und dann nickte die Nonne. "Ich bin die Äbtissin Hildegard. Ich musste zu meinem Bruder im Glauben, da ich seinen Rat suchte. Die beiden sind mir zur Aufsicht übergeben worden. Mira ist wirklich das Kind eines Ritters und hat sich im Kloster gut eingelebt. Ist Gottesfürchtig und ein belesenes Kind, schreibt viel und ist mit dem Kopieren einiger Werke beauftrag worden. Nun ist sie aber zu neugierig und hat von einigen Geheimnissen unseres Klosters und unseres Ordens Kenntnis erhalten. Sie hat in alten Dokumenten gesucht und das gefunden, was nicht gefunden werden soll. Sie hat angefangen Fragen zu stellen, die sie nicht stellen sollte, aber wenn sie mit den falschen Leuten darüber spricht, könnte es ein Feuer entfachen, das wir schwer löschen können. Und eine Lösung des Problems, das mit ihrem Verschwinden endet, möchte ich nicht. Ich kann nicht leugnen, dass ich sie in mein Herz geschlossen habe, auch wenn unser Herr uns aufgetragen hat, alle Menschen gleich zu lieben und zu achten. Und Agata kann wirklich sehr schön zeichnen und malen, aber sie schaut sich zu gerne Mannsbilder an und malt sie so, wie wir sie nicht sehen sollten. Zudem kann und will sie das Keuschheitsgelübde nicht ablegen. Aber wegschicken kann ich sie nicht. Dessen Tochter sie ist, könnte unserem Kloster und mir sehr schaden, wenn wir uns nicht seiner Tochter annehmen. Selbst die schlimmsten Züchtigungen, die sie schon erhalten hat, zeigten keine Wirkung bei ihr. Sie ist unbeugsam."

 

Für Otto war das ein schlechter Tausch. Seinen jungen Freund Lorentz bei den Baumeistern lassen und zwei vorwitzige Klosterfrauen mitnehmen. Constanze würde nicht begeistert sein, denn inzwischen waren in seinem Haushalt bald mehr Frauen als Männer.

 

Sie hatten noch zwei Tage Zeit, sich auf alles vorzubereiten, während dieser Zeit vor der Abreise. Bartholomäus konnte sich mit seiner Tochter beschäftigen und klärte sie über die Aufgaben eines Chronisten auf. Für Marta und Mira würde ein Teil des Scriptoriums an einem Fenster abgeteilt und die beiden hatten Gelegenheit sich kennenzulernen. Lorentz war sofort Feuer und Flamme, als er hörte, dass er für ein Jahr im Kloster bei den Baumeistern bleiben sollte. Ein Jahr war eine lange Zeit, auch für Otto, der nun weitere Verantwortung übernehmen musste.