Kapitel 48

15. April 1216 Gut des Otto von Kraz am späten Abend

 

Vor lauter Schmerzen konnte sich Otto nicht mehr bewegen. Fast unbeweglich saß er in seinem Sessel vor dem Kamin. Marta hatte ihre Mutter Constanze geholt, die wusste auch keinen Rat. Otto konnte sich nicht bewegen ohne dass es ihm höllische Schmerzen verursachte. Also wurde noch Frau von Blau geweckt, die doch in solchen Fällen immer einen Rat wusste. Gregor, der mit Frau von Blau im Zimmer erschienen war, half gemeinsam mit Marta und Constanze, Otto aus seinem Sessel zu heben. Der stöhnte bei jeder Bewegung und es dauerte einige Zeit bis er stand. Zwar gekrümmt, aber er stand auf seinen eigenen Beinen.  "In sein Zimmer können wir ihn nicht tragen. Wir sollten hier sein Nachtlager einrichten." Zuerst holte Gregor ein paar Bretter und legte die übereinander in den Raum, sodass er eine auf Kniehöhe ebene Fläche von etwas mehr als vier Schritt kam und zwei Schritt breit. Darauf legte er mit Constanze Stroh, bedeckt wurde alles mit einer  großen lederne Decke. Otto stand so lange gestützt von Gregor und Frau von Blau im Raum. Dann wurde Otto auf das Gestell gelegt.

 

Frau von Blau eilte in ihr Zimmer und holte von dort in einen kleinen Tiegel. "Ich kenne das, schließlich war ich mit einem alten Rittersmann verheiratet und der bekam immer mal wieder die kurzen Schmerzen der Bewegungslosigkeit im Rücken. Diese Salbe habe ich immer bei mir gehabt, um den Ritter damit zu salben. Legt ihn auf die Seite und dann hoch mit seinem Hemd, damit ich ihm den Rücken und das Stück über dem Gesäß damit einreiben kann." Obwohl Otto das etwas peinlich war und die Schmerzen zuerst einmal recht heftig, fügte er sich stöhnend in sein Schicksal. Dann drehte man ihn wieder auf den Rücken, die Beine wurden auf Kissen höher gelegt und er wurde mit einem Fell und einer Decke warm gehalten. Constanze machte sich ein Lager auf dem Boden neben ihm bereit und als Otto nun wie ein Marienkäfer regungslos auf dem Rücke lag und alle gegangen waren, legte sie sich auch hin. Trotz der Schmerzen genoss Otto die Aufmerksamkeit, die er bekommen hatte. Sein Rücken und deren Verlängerung brannten etwas, da die Salbe offensichtlich mit Feuer gemacht worden war. Es tat ihm gut und bald konnte er schlafen.

 

Am nächsten Morgen, als Otto aufwachte, waren die Schmerzen fast verschwunden. Alles fühlte sich zwar noch etwas schwer und steif an, aber er konnte ohne Hilfe das Lager verlassen. Constanze war weg. Ihr Lager hatte sie während er schlief schon weggeräumt und die ersten Tiegel mit dampfender Grütze standen auf dem Tisch neben dem Kamin. Vorsichtig schaute Marta durch die Türe ins Zimmer. "Hallo Otto, guten Morgen. Geht es dir besser? Wir haben schon das Frühmahl bereitet, denn der Hahn hat schon vor langer Zeit gekräht und die Sonne steht mit warmem Licht am Himmel." Dann wurde sie von ihrer Mutter zur Seite gedrängt. "Lasst uns essen, ich habe Hunger und dann müssen wir unserer Arbeit nachgehen. Im Haus gibt es vieles zu tun." Sie war wohl nicht sehr guter Laune, denn ihre Stimme war barsch und sie sprach in ungewohnter Weise sehr schnell.

 

Schweigend aßen sie das Frühstück auf. Christian, Marta und Constanze beeilten sich so sehr mit dem Essen, sie schlangen förmlich die Grütze hinunter, um dann die Schüsseln abzuräumen, während Otto noch genüsslich das mit Honig Gesüßte aß. Als die drei sich von ihm verabschieden wollten bat er Constanze noch  bei ihm zu bleiben. "Setze dich bitte. Ich möchte mit dir reden oder besser noch, ich möchte dich etwas fragen. Wir kennen uns nun schon einige Zeit und haben sehr viel gemeinsam erleben müssen und dürfen. Wir sind nun am Ende meiner Reise angekommen. Hier werde ich bleiben, solange man mich hier bleiben lässt. Du und deine Kinder sind hier in meinem Hause willkommen, aber ich habe dich nie gefragt, wie deine Pläne sind, was du noch tun möchtest. Ich würde mich freuen, wenn du mich an deinen Gedanken teilhaben lassen könntest." Otto redete etwas um den heißen Brei herum, da er nicht wusste, wie er die Frage an sie richten sollte, die da lauten sollte: Was wirst du weiter tun? Constanze errötete senkte den Blick auf den Tisch. Es sah so aus, als ob sie etwas sehr Kleines auf dem Tisch verloren hätte. Noch mit gesenkten Kopf antwortete sie: "Otto von Kraz, wir sind dir für alles, was du für uns getan hast, sehr dankbar und wir wissen nicht, wie wir diese Schulden, die wir haben, jemals bezahlen können. Wir sind Rechtlose. Eine Witwe, von der eigenen Familie verstoßen, ohne eigene Mittel mit zwei Kindern, die zwar bald erwachsen sind, aber doch sind sie ohne Rechte auf ein Erbe oder haben einen Stand. Wenn dieses Haus unserer überdrüssig wird, dann werden wir gehen. Solange wir hier sind, werden wir arbeiten. Du Otto kannst über mich verfügen, wie es dir beliebt. Mehr kann ich dir nicht bieten."

 

Wort für Wort hatte Otto alles genau gehört und versuchte zu verstehen, was diese Frau ihm sagen wollte. Er schaute sie an und musste überlegen, was er ihr antworten konnte. Ja sie war eine Frau, die so manchen Ritter ins Schwärmen bringen konnte. Sie war klug, hübsch und zudem auch sehr fleißig. Ein paar Mal brummte Otto vor sich hin, bevor er ihr eine Antwort geben konnte, diese Zeit brauchte er um seine Worte an sie zu finden. "Liebe Constanze von Breitenbach - zuerst möchte ich dir sagen, dass du mir eine wahre Freundin geworden bist und als solche möchte ich dich auch sehen dürfen. Du bist frei in allen deinen Entscheidungen und ich werde nichts verlangen, was du nicht tun willst oder vermagst. Ich habe schon vor einiger Zeit mit Heinrich über dich und deine Zukunft sowie deiner Kinder gesprochen. Wir haben beide etwas an finanziellen Mittel für dich bereitgelegt. Sie sind bei Heinrich auf der Burg und stehen dir zur Verfügung. Es soll dir helfen, wenn du auf eigenen Füßen stehen willst, einige Zeit ohne fremde Hilfe dein Leben zu gestalten. Du kannst hier bleiben in meinem Haus, in meinem Haushalt und unser Leben hier mitgestalten. Ich wäre sehr glücklich darüber, denn ich will mich an meine Arbeit machen und mich nicht noch um das Haus und die Mägde und Knechte hier kümmern. Um das Anwesen und die Felder darum kümmert sich ein Vogt. Wenn ich dann noch deinen beiden Kindern ein Lehrer sein dürfte, dann wäre ich mit allem zufrieden. Und solltest du bei einem Manne dein Glück finden, dann nimm das Glück!" Otto musste noch zwei Mal schlucken, als er geendet hatte. Es war ihm einfach schwer gefallen, das alles zu sagen. War es doch nicht üblich, so zu handeln. Wie hätte er das alles Constanze auch sagen können? Verletzte er doch damit alles an Schicklichkeit und auch an Gewohnheit, die in dieser Gesellschaft üblich waren. Schicklich war es nicht, eine unverheiratete Frau, nicht mit ihm verwandt, zudem noch mit Kindern und verwitwet, in seinen Haushalt aufzunehmen und ihr noch eine hohen Stellung zu geben. Wäre sie eine einfache Magd, würde sich niemand daran stören. Man würde tuscheln oder ihm etwas unterstellen, aber das wäre ihm gleich. Aber eine Frau von Stand, die Constanze nun einmal war, so in seinem Haus aufzunehmen, war etwas ungewöhnlich. Von so einer Frau erwartete man, dass sie ihre Dankbarkeit mit körperlicher Wärme zeigte und so würde man das auch sehen wollen. Aber Otto hatte das nicht im Sinne. Er wollte einfach Frieden um sich herum haben und arbeiten. "Ihr, Otto von Kraz nehmt mich einfach so in euren Haushalt auf?" Er schüttelte den Kopf. "Nein meine Freundin, nur wenn du mich nur noch Otto nennst. Und wenn du dich mit erhobenem Haupt und nicht in dieser peinlichen Demutshaltung mit mir unterhältst." Sie nieste heftig und sprach dann weiter. "Ich führe dein Haus und das Wohnen und die Sicherheit ist mein Lohn? Das ist mehr als ich je zu erwarten erträumt habe. Du willst meine Kinder unterrichten? Du beschenkst mich heute sehr reichlich, lieber Otto. Wie kann ich dir meinen Dank zeigen?" Otto lächelte wie leider in letzter Zeit sehr selten, aber dieses Mal musst er lächeln. "Ja du kannst mir deinen Dank jetzt sofort zeigen. Räume den Tisch ab, geh raus aus diesem Zimmer und lache laut und glücklich. Und sage allen hier im Hause, dass ich sie zur Mittagszeit hier im Raum sehen will. Und Marta und Christian sollen sich morgen nach dem ersten Gebet bei mir melden. Wir beginnen mit dem Unterricht."

 

So wohl hatte sich Otto von Kraz schon lange nicht mehr gefühlt. Die Schmerzen waren weg, einer schöne Frau hatte er ein Lächeln entlocken können und endlich konnte er arbeiten. Er würde sich zuerst einmal Gedanken über das Thema Macht, Frauen, Kirche und Gold machen. Es ist natürlich, dass Menschen nach Macht und Gold streben. Es zu besitzen bedeutete, dass man eine gewisse Sicherheit besitzen würde, nicht hungern musste und dass Frauen - wo auch immer - einem Mächtigen zur Verfügung standen. Zudem bedeutete Macht und Geld, sich der Kirche bedienen zu können und auch vor ihr sicher zu sein. Die Kirchenmänner nutzen ihre Macht immer wieder für ihre Interessen aus und das nicht nur zum Nutzen des Glaubens und der Kirche, sondern machte den Kirchenmann selbst zum Nutznießer. Es war inzwischen immer eine gefährliche Sache, Macht zu besitzen - man musste sie auch richtig einsetzen. Aber es war jetzt nicht so wichtig, sich darüber Gedanken zu machen. Morgen war der Tag, an dem er damit anfangen wollte. Kaum hatte er sich entspannt auf der Bank vor dem Tisch zurückgelehnt, als es an der Tür klopfte. Lorentz streckte den Kopf herein. "Da kam ein Bote für euch und will euch einige Dokumente mit vielen Siegeln daran überreichen. Und Herr von Kraz noch etwas. Vor dem Stadttor hat man ein Rudel Wölfe entdeckt, die von einem großen schwarzen Hund angeführt werden. Die Stadtwache ist ausgerückt, um die Wölfe zu töten. Wollt ihr da nicht eingreifen?"

 

Otto schreckte hoch. Er wollte sich doch der wunderbaren Kunst der Philosophie und der Zahlenlehre widmen und nun das. "Der Bote muss warten. Sind Pferde gesattelt? Wir müssen Heulmama, ihre Welpen und den Herrn Graf  einfangen. Also los." Otto war schon aufgesprungen, als er von Lorentz hörte, dass die Pferde bereitstanden.  Frau von Blau und Gregor standen bereit, ihn zu begleiten. Als sich Otto auf das Pferd schwingen wollte, brüllte er laut auf. "Mein Rücken. Ich kann nicht reiten. Die Schmerzen sind zurück. Reitet ohne mich." Frau von Blau, Gregor und Lorentz ritten los. Um den schmerzgeplagten Mann kümmerte sich Constanze, die seinen Schrei im Haus gehört hatte und sofort zu ihm geeilt war.

 

Gregor hatte seinen Waffenrock mit dem Wappen der Staufer angelegt. Mit dem Schwert an seiner Seite und dem schwarzen Rappen, den er ritt, wirkte er einschüchternd und auf den Gassen des großen Königsgutes wichen alle den drei Reitern schnell aus. Das Gut hatte die Größe eines Dorfes mit einer Burg in der Mitte, aber es war immerhin so groß, dass es schon eine Straße in der Mitte gab und vier Gassen. Kurz vor dem kleinen Tor, den Palisaden und der kleinen Mauer, die das Gut begrenzten, hielt Gregor an. "Wohin müssen wir eigentlich reiten, wo sind denn unsere Fellfreunde gesehen worden?" Kaum hatte er geendet, da kam ein alter Mann, ebenfalls in den Farben der Staufer, auf ihn zugelaufen. "Sollt ihr uns helfen, das Wolfsrudel zu erlegen? Die ganze Wache des Hofes ist da draußen. Mich hat man zurückgelassen, alles zu bewachen." Dieser alte zahnlose Mann, mit einem Knüppel bewaffnet, soll das Königsgut bewachen? Gregor schüttelte den Kopf. "Nein ich will nicht die Wölfe erlegen, ich will sie vor eurer Dummheit bewahren. Die ganze Wache ist nun da draußen und nur ein Mann soll die Schätze der Staufer beschützen? Euer Hauptmann muss ein besonders dummer Mann sein. Wo sind die Wachen alle hin?" Der alte Mann erschrak sichtlich. So strenge Worte hatte er nicht erwartet. Das muss wohl ein ganz wichtiger Mann sein, dachte er bei sich. "Durch das Tor und etwas mehr als zweihundert Schritte am Bach unten, dort werdet ihr sie finden."

 

Gregor und seine Begleitung ritten los und fanden die Gruppe an Bewaffneten auch sehr schnell. Sie hatten eine kleine Baumgruppe mit dichtem Gebüsch davor umstellt. Mit Bogen, Knüppel und Spießen bewaffnet standen etwas mehr als ein halbes Duzend Männer in einer angespannten Haltung im Halbkreis herum. Die andere Seite wurde durch einen kleiner, aber schnell fließenden Bach gegrenzt. Schon von weitem rief Gregor ihnen zu, dass sie nicht auf die Wölfe und den großen Hund schießen sollten. Kurz vor einem der Bewaffneten stoppte Gregor seinen Rappen. Da brüllte ihn der Mann auch schon an. "Wer seid ihr, dass ihr mir hier Befehle erteilt? Ich bin der Hauptmann des Königsgutes und ich gebe hier die Befehle." An seine Männer gewandt rief er nun. "Treibt die Bestien heraus und erschlagt sie. Das schwarze Fell gehört mir, was ihr mit den Wölfen macht, ist mir egal." Gregor zog sein Schwert, der Hauptmann bewegte sich zu langsam, um zu verhindert dass die Schwertspitze einen Fingerbreit von seinem Hals stoppte. "Hör zu du Wicht, mein Name ist Gregor von Büren. Ich bin ein Vetter unseres Herren Friedrich und wenn du meinem Befehl nicht gehorchen willst, dann wirst du zukünftig ohne Kopf essen müssen und das Kauen ohne Mund wird dir schwer fallen. Ruf deine Leute zurück und dass du das Königsgut ohne Bewachung zurückgelassen hast, wird noch ein Nachspiele haben." Murrend zogen sich die sieben Männer zurück. Einer der Wachen, ein junger Mann von vielleicht siebzehn Jahren blieb vor Gregor stehen. "Herr, einer der Wölfe ist verletzt, ein Pfeil hat ihn wohl getroffen." Schuldbewusst schaut er dabei seinen Bogen an. Gregor schaute sich um, weil die anderen grinsend stehen geblieben waren. "Wie ist denn dein Name?" Der Bogenschütze schaute traurig zu Gregor auf. "Wolf nennt man mich, Herr." "Dann wirst du bei mir bleiben und wir werden gemeinsam schauen, wie wir diesen unsäglichen Befehl deines Hauptmannes und den Schaden, den er dabei angerichtet hat, wieder gutmachen können." Lorentz war schon abgestiegen und auf das Gebüsch zugegangen. Als der Herr Graf die Stimme von Lorenz hörte, kam er als erster aus dem Unterholz heraus. Ihm folgte einer der Welpen, Mutter und der andere Welpe fehlten. Erst streichelte Lorentz den Herrn Grafen heftig, dann wurde der Welpe mit Zärtlichkeit bedacht. Als der dann anfing, freudig ein Geheul anzustimmen, kam auch Heulmama und dahinter fast kriechend der andere Welpe.

 

Gregor und Lorentz untersuchten den Welpen. Der Pfeil hatte sein linkes Hinterbein gestreift. Ein tiefer Schnitt blutete noch etwas. Man sah, dass die Wunde schon kräftig beleckt worden war. Das Fell um die Wunde herum war nass, aber man sah wenig Blut. Lorentz wurde losgeschickt, um einen Wagen zu holen, denn der verletzte Wolf konnte nicht mehr gehen. Der junge Mann, der sich Wolf nannte, stand erstaunt neben Gregor. "Ihr kümmert euch um einen verletzten Wolf? Herr Gregor, warum tut ihr das? Wölfe fressen Kinder und Schafe, fallen Menschen in kalten Wintern an. Das sind Bestien." Frida trat vor den Jungen. "Du irrst dich. Das sind wie wir alle Gottes Geschöpfe und sie leben nach ihrer Natur, so wie wir das tun. Diese haben uns auf unserer Reise gut beschütz und seit sie bei uns sind, haben sie kein Schaf oder gar ein Kind getötet. Meisten haben sie tote Tiere gefressen, die sie gefunden haben oder Mäuse oder auch mal ein Huhn oder auch Stücke von einem Reh, das wir geschossen hatten. Sie sind an uns gewöhnt. Sie sind trotzdem wilde Tiere, deshalb muss man ihre Natur beachten. Uns sind sie wertvoll, weil sie uns helfen."

 

Der Junge schüttelte den Kopf. "Aber der Priester sagt immer, dass solche wilden Bestien nur dem Teufel gehorchen würden. Seid ihr denn der Teufel?" Gregor schüttelte den Kopf. Wie viel Irrglauben musste man denn ertragen? "Hör zu Junge. Wir sind weder Teufel noch sind wir Zauberer oder sonst irgendetwas. Wir sind Menschen wie du. Ich glaube, man sollte dir etwas mehr Verstand geben, sonst glaubst du noch zum Schluss, dass Bäume auch Menschen Unglück bringen, nur weil man auf sie steigt und dann runterfallen kann. Ich bin ein Vetter unseres Herrn Friedrich. Wem glaubst du mehr? Einem Priester in einem brauen Sack gewandet oder mir? Und wenn wir auf dem Gut sind, dann zeigst du mir den Mann, der gesagt hat, dass Wölfe nur dem Teufel gehorchen."

 

Am Ostersonntag predigte der Priester des Gutes von seiner Kanzel herab über das Böse und dass Gott die Guten belohnen würde und weil sein Sohn Jesu so viel Gutes getan hatte, er zu seinem Vater aufsteigen durfte. Aber wer das Böse bei sich beherbergte, wie Wölfe und Huren, den strafte der Herr mit unsagbaren Schmerzen in seinem Rücken und dürfte nie ins Himmelreich aufsteigen, sondern musste in der Hölle Qualen erleiden.

 

Fortsetzung folgt