Kapitel 6

29. Dezember 1215 - Dämmerung in der Blauzahnsiedlung

Lars griff in die Kiste hinein und zog ein schweres Kettenhemd heraus. So wie es aussah, war es für einen großen Mann gemacht, sicher für einen Mann wie Erik oder gar größer. Darunter lag ein Schwert in einer ledernen Scheide, ein Messer und Handschuhe aus Hirschleder und darunter lagen einige Hölzer. In diese waren Runen eingeritzt. Außer dem Geruch, der auf ein gewisses Alter schließen ließ, schien alles neu zu sein. "Kann jemand diese Runen lesen? Ich bin da nicht so gut." Lars schaute sich um und Steffen trat vor, holte sich die Bretter und ging damit zum großen Tisch. "Licht, ich brauche gutes Licht." rief Steffen aus. Carla brachte ihm zwei Öllichter und Maria steuerte noch eine Kerze bei. Steffen konnte nun lesen, was da stand. "Ich muss die erst in die richtige Reihenfolge legen. Hier steht, dass das Kettenhemd einem Olaf gehört. Herr auf Bonda. Bonda so hieß doch der Hof, den wir hier gekauft haben." Dann sortierte Steffen weiter. "Aha, er zog im Jahr des Herren 1199 mit einem Heer weg von hier. Sein Weib Malvina und sein Sohn Bonde und acht Knechte und Mägde blieben hier auf dem Hof."

Dann suchte Steffen die Fortsetzung. "Im Jahre 1200 brachte man Malvina diese Gegenstände zurück - sie meinten wahrscheinlich den Inhalt der Kiste. Herr Olaf war gestorben. Ein Fieber hatte ihn und die seinen dahingerafft. Alle auf dem Hof bekamen bald auch ein Fieber und einer nach dem anderen starb, bis auf Jorik, der die Sachen seines Herrn zurückbrachte. Das auf den anderen Brettern ist nun schwer zu entziffern." Steffen holte sich ein Stück Holzkohle, das bei dem Kamin lag und zeichnete damit die Runen auf den weiteren Brettern nach. "Ich habe allen die Herzen entnommen und ihre Körper verbrannt, ihre Herzen liegen im Essig des Fasses. Die Karte und des Königs Worte auf dem Ziegenfell lege ich in die Tonbehältnisse. Ich verstecke alles im Keller und verdecke den Zugang. Ich bleibe, solange ich kann. Ich, Jorik, bewahre alles so, wie mein Herr es wollte. Wenn ich den Tod kommen fühle, gehe ich zum Wasser und schenke dem Wasser meinen Körper.  Jorik auf Bonda am Christfest 1212. Mehr ist da nicht. Vielleicht habe ich das eine oder andere falsch gelesen, aber das sind die Worte. Also in einem Fass müssen Herzen sein und in den Tonkrügen sollen Dokumente drin sein."

 

Ein Fass mit Herzen war da nicht zu finden, aber die Tonkrüge waren da. Also öffneten sie die Tonbehältnisse. Im ersten fanden sie auf einem Pergament eine Karte der Insel und darauf war auch eingezeichnet, was zum Gebiet des Hofes Bonda gehörte. Der Hof von Mecht gehörte damals dazu und auch das von ihrem Nachbarn Willeman. Beigefügt war ein anderes Pergament. Auf dem Karte stand, wer höriger Bauer war und dass diese Bauern dem Herrn von Bonda Zins schuldeten. Der Herr Olaf von Bonda muss ein sehr einflussreicher Mann gewesen sein.

 

In einem anderen Tonbehältnis fanden sie Schmuck aus Gold und Silber und eine paar edle Steine. In einem weiteren war Hacksilber, mindestens sechs Hand voll. Auch einige Münzen waren dabei.

 

In drei weiteren Tonkrügen waren Pergamente mit Bildern von Langbooten und angedeutete Städten oder auch Siedlungen. Über jedem Schiff oder Gebäude standen Namen, die kannte aber niemand. Auch eine Karte, wo die die Schiffe oder Orte waren, war dabei. Alle Schriftstücke waren mit der Schrift der Klöster abgefasst. Steffen und Gregorius konnten Latein lesen und schreiben, deshalb war es nicht schwer, das den anderen vorzulesen. In den letzten fünf Tonkrügen lagen Ringe aus Eisen und Armreifen aus einem anderen Metall, Gürtelschnallen oder auch Fibeln. Was sie da gefunden hatten, war ein Vermögen, dem Vermögen eines Königs wert.

 

"Als wir das von der Stadt Visby gekauft haben, hieß es doch, dass Bonda gestorben sei und man als Stadt im Namen des Königs alles geerbt habe. Wir wissen aber nicht, was der Herr Olaf von Bonda getrieben hat. War er ein Mann des Königs, ein Jarl oder einfach ein reicher freier Bauer. Und warum ist er mit den Seinen weggegangen und wo ist er an der Seuche gestorben? Eigentlich sollte uns das nicht interessieren. Das was wir gefunden haben, gehört uns. Davon sollten wir niemandem erzählen. Noch mehr Neider können wir nicht gebrauchen." Lars hatte recht. Es ging niemanden etwas an, was sie gefunden hatten.

 

30. Dezember 1215 am frühen Morgen auf dem Hof von Marit

 

In der Nacht hatte man noch fünf weitere Pferde besorgt und so mussten die Leute aus der Blauzahnsiedlung nicht zu Fuß zum König gelangen. Sven von Olsen hatte seine zwei Reiter bereits losgeschickt, die Leute auf der kleinen Knorr von ihrem Liegeplatz weg zu beordern, um Schutz in einer Bucht des Königs zu suchen. Also machten sich nun Sven von Olsen mit seinen vier Begleitern, die fünf Blauzahnleute und Marit mit drei Männern aus ihrem Haushalt auf den Weg.

 

In der Abenddämmerung erreichten sie einen Gutshof mit einer kleinen Burg aus Stein und mit Holzpalisaden um den Pallas. Das Gut und die Burg gehörten dem Herrn von Olsen. Die Pferde wurden ein paar Dienern übergeben und da es schon anfing zu schneien, beeilte man sich, um in das Haus des königlichen Boten zu kommen. Das Haus war sehr reich ausgestattet. Kein Lehmboden mit Stroh, sondern Steine und Holzbohlen waren in der großen Halle gelegt. Ein großer Kamin erwärmte den Saal. Eine breite Treppe führte in das obere Geschoss und dort gab es einige Kammern.

 

Zum Essen gab es Hafergrütze mit einem Mus aus Äpfeln, dazu frisches Brot, Käse und gekochte Eier. Met hatte der Herr des Hauses keines, aber dafür Bier. Alle waren hungrig, denn seit ihrem Aufbruch am Morgen hatten sie nur etwas verdünnten Met getrunken, aber nichts gegessen.

 

Bis auf Marit, die eine eigene Schlafkammer bekam, nächtigten alle Gäste in der großen Halle. Von Olsen verteilte an seine Gäste Felle und Decken und alle machten es sich in der Nähe des Kamins bequem.

 

Ein Diener sorgte dafür, dass die ganze Nacht das Feuer brannte und die Halle etwas erwärmte.

 

Am Morgen gab es wieder Hafergrütze, allerdings etwas mit Honig gesüßt und stark verdünntes Bier.

 

Bedienstete des Hausherrn brachten alle Pferde gesattelt zum Pallas und man konnte nach dem frühen Mal sofort weiterreiten. Inzwischen waren auch die beiden Reiter, die die Nachrichten zur Knorr gebracht hatten, wieder zu ihnen gestoßen. Sie konnten nichts berichten, was beunruhigend sein konnte.

 

Es begann, kurz nachdem sie alle aufgebrochen waren, stark zu schneien, aber Herr von Olsen meinte, dass sie es nicht mehr weit bis zum Aufenthaltsort des Königs hätten. Mathias und Peter waren keine begnadeten Reiter und die Schmerzen, die sie ertragen mussten, um etwas schneller voran zu kommen, waren nicht nur lästig.

 

Weit nach der Mittagszeit sahen sie in der Ferne einige Rauchfahnen und dann das Dach eines Turms. Bald waren sie am Rande einer kleinen Stadt - in der Mitte des Ortes sahen sie ein Langhaus und davor hatte man einige Zelte aufgebaut. Die Bewohner dieses Ortes gingen ihren Geschäften nach und keiner beachtete sie wirklich, wie die Gruppe in Richtung des Langhauses ritt. Am ersten Zelt, das sie erreichten, wurden sie von Bewaffneten angehalten und mussten von den Pferden steigen. Knechte kümmerten sich um die Pferde und sie gingen im leichten Schneegestöber weiter in Richtung des großen Hauses. Bevor sie eintreten durften, mussten bis auf von Olsen alle ihre Waffen abgeben. Die Knechte von Marit, die beiden Sergeanten und die Begleiter von Olsens mussten warten. Sie durften sich in der Küche aufwärmen und etwas essen. Merit und von Olsen waren die ersten, die eintraten, dann kam Marcus, Mathias und Peter. Die Halle war gigantisch, mindestens zwanzig Schritte breit und dreißig lang. Ganz vorne, gegenüber dem Eingangstor, war eine kleine Empore errichtet und dort thronte der König. Rechts neben ihm saß ein Priester, links saß ein junger, blasser und unscheinbarer Mann in einem grauen Kittel.

 

Als der König dem Besuch sah, rief er erfreut den Namen des Herrn von Olsen. "Du bist zurück. Wie ich sehe, hast du die widerspenstige Dame mitgebracht. Soll ich ihren zukünftigen Ehemann rufen lassen, mein guter Ratgeber? Und wer sind deine Begleiter? Die kenne ich noch nicht."

 

Von Olsen senkte den Kopf und wartete kurz, bis er seinem König in die Augen schaute. "Ruft ihn noch nicht mein Herr. Ich möchte euch erst diese Männer vorstellen und dann wollte ich euch die Bitte der jungen Dame vortragen, wenn ihr mir das erlaubt." Die Mine von König Erik verfinsterte sich. Er sollte sich die Bitte einer widerspenstigen Frau anhören. Er wusste, dass der Herr von Olsen ein besonnener Mann war und duldete so etwas, aber nur von ihm. "Hat sie jemand, der für sie sprechen wird?" Von Olsen wusste, dass diese Frage kommen würde. "Ja mein König. Dieser Mann, Mathias aus der Blauzahnsiedlung auf Gotland wird für sie sprechen. Begleitet wird er von Marcus dem Hammer und Peter von  zum Bärental." Dann drehte er sich zu Peter um und fragte etwas leise. "Heißt das nun von und zum Bärental oder zu Bärental?" Peter schaute kurz auf, denn alle hielten die Köpfe noch leicht gesenkt. "Eigentlich von und zum Bärental, so steht es im Kirchenregister, aber manche kürzen es auch mal ab und sagen nur Peter von Bärental." "Dann lassen wir das so." antwortete ihm Herr von Olsen.

 

Während von Olsen und Peter miteinander geflüstert hatte, besprach der König Erik Knutsson sich mit dem blassen Jüngling. Dann schaute er auf und rief erfreut. "Aha Männer aus Gotland und dann noch von der Blauzahnsiedlung. Endlich lerne ich welche kennen, die sich dort niedergelassen haben. Eure Steuern tun dem Reiche gut. Macht weiter so. Aber zuerst wollen wir das Thema der jungen Dame besprechen. Tretet alle zu mir und dann sprich, Mathias aus Gotland."   

 

Sven von Olsen schob Mathias vor sich her und die anderen folgten ihnen. Fünf Schritte vor ihnen gürtete der Ritter das Schwert ab und legte es auf einen Tisch - zehn Schritte links von sich - und kam zu der Gruppe zurück. Das war sein Zeichen der Unterwürfigkeit gegenüber seinem König. Er hätte das nicht tun müssen, aber er verstand es gut, gewisse Handlungen zu machen, die seinen König zufrieden stellten.

 

Er trat hinter Mathias und zum Zeichen, dass dieser nun sprechen durfte, legte er kurz seine Hand auf dessen Schulter. Der König nickte und Mathias durfte sprechen.

 

"Mein Herr und König. Die Meid Merit Birger ist die Tochter eines eurer treuen Begleiter, der im Kampf für eure Sache starb. Seinen Lenden entsprang diese Meid und kein männlicher Nachkomme. Sie kann das Schwert schwingen und kann auch lesen und schreiben. Die Mitglieder ihres Haushaltes gehorchen ihr und sie führt ein gerechtes, aber strenges Hauses Haus. Wenn ihr sie ruft, dann wird sie mit Waffen und Pferden eurem Ruf folgen. Sie möchte aber eines nicht, dass sie den Jarl Olberson zum Manne nehmen muss, der nur ihren Besitz will und der euch dann nicht mehr nützen wird wie vor der Heirat." Kurz schwieg Mathias und der König schien bereits genug gehört zu haben. "Mathias, reden eigentlich alle aus der Blauzahnsiedlung so geschwollen daher? Wir wissen, was wir Männer wollen. Uns sollte es weniger interessieren, was Frauen wollen, denn ihnen geht das Ausbrüten von Kindern vor allem anderen in den Köpfen herum. Schweigt Meid Merit, Tochter des Birger. Ihr werdet sagen, dass der alte Jarl Olberson euch nicht glücklich machen kann. Aber ich brauche den Jarl und er kann auf seine Rechte beharren, deshalb muss ich mir überlegen, was ich tue. Und im Andenken an meinen Kampfgefährten, euren Vater, will ich bedenken, was ich für euch tun kann. Ich werde mich beraten, damit wir eine gute Lösung finden. Mathias und Herr von Olsen kommt mit. Nein, Pater Marconius ihr nicht. Ihr habt eine sehr wichtige Aufgabe zu erledigen. Ihr geht in die Kapelle und betet so lange, bis der Herr Christus mir eine kluge und gerechte Eingabe schenkt. Damit ihr nicht vom Gebet ablassen müsst, werde ich euch kein Essen oder Trinken schicken und ihr könnt ganz ins Gebet vertieft mit unserem Herrn im Himmel sprechen." Dann drehte er sich zu dem blässlichen Gesellen um. "Medicus, besorgt mir etwas gegen das schlimme Kratzen in meinem Hals. Ich spüre, dass der Husten wieder kommt. Beeilt euch." Dann stand er auf und winkte von Olsen und Mathias zu sich und gemeinsam gingen sie in eine durch Möbel und Vorgänge abgeteilten Raum hinter dem improvisierten Thronsaal. Dort war ein Kaminfeuer entzündet worden und es war warm genug, sodass jeder seinen Mantel ablegen konnte.

 

Erst jetzt bemerkte Mathias, wie blass auch der König war. Eingefallene Wangen und zittrige Hände zeigten, dass er krank war.

 

Knut Knutsson ließ sich auf einen mit Fellen ausgelegten Sessel fallen. "Herr von Olsen, ihr habt doch sicher schon eine Idee, wie wir diesen Jarl ruhig stellen können. Er macht mir einfach zu viele Ärger, aber ich kann mich nicht über das Recht stellen und ihn ohne klare Anklage kann ich ihn auch nicht bestrafen. Also muss ich mir seinen Willen erkaufen. Er hat zu viel Einfluss auf die anderen Jarls und ohne Männer wie euch hätten wir schon längst einen Krieg hier im Land. Also was können wir tun?"

 

Sven und Mathias schauten sich an. Sie hatten nicht erwartet, dass der König so offen mit ihnen sprechen würde.

 

Sven von Olsen dachte kurz nach, dann nickte er seinem König zu und begann. "Wenn wir Merit mit dem Jarl verheiraten, wir einer von beiden bald danach sterben. Wahrscheinlich Merit. Das wird einige der weniger machtgierigen Jarl verärgern und gegen den alten Jarl Olberson aufbringen. Also müssen wir eine Lösung ohne die Verheiratung der beiden finden. Jarl Olberson benötigt das Land der Birger für seinen Plan, einen Hafen zu bauen. Der Plan kommt dem Reich sicher auch zugute. Wie wäre es, wenn der Jarl das Land kauft und Marit weggeht. Mit der Heirat käme er zwar billiger zu dem Gebiet, aber ein wenig sollte er eure Macht schon zu spüren bekommen, mein König. Er muss auch das Land für viel Silber verkaufen und etwas mehr als die Hälfte davon gebt ihr Merit. Wir können Silber gebrauchen, Merit wäre frei, Olberson etwas zufrieden gestellt und ihr könntet eure Macht etwas ausbauen, wenn ihr sagt, dass die Hälfte der Hafengebühren euch gehören. Wir sollten es dem Jarl nicht so einfach machen. Er erkauft sich damit auch die Freiheit. Ihr wisst, dass wir den Tod von Birger noch untersuchen müssen. Das mit der versprochenen Hochzeit, das Birger auf dem Schlachtfeld dem Jarl gegeben haben soll, ist einfach eine Lüge. Seine Wunden waren so stark, dass er niemandem mehr im Sterben etwas sagen konnte. Ich habe seinen Leiche gesehen. Last ihn Silber bluten und gebt der Merit die Freiheit. Sie darf aber nicht hier bleiben, sie muss weggehen, damit es keinen Ärger gibt."

 

Mathias verstand nicht alles, was da gesagt wurde. Wenn der König wusste, das Olberson ein Lügner und Betrüger war, warum bestrafte er ihn nicht? Wusste der König auch, dass Olberson Reisende überfallen und ausrauben ließ? War das die Kunst des Regierens? Wenn der König einen mächtigen Räuber ungestraft ließ, nur um ihm etwas Silber abzunehmen und ihn weiter für seine Zwecke zu benutzen?

 

Knut Knutsson schaute Mathias an. "Ja so ist es, wenn man ein Reich führen will. Faule und stinkende Kompromisse die man Tag für Tag eingehen muss, nur um des Ganzen Willen und um die eigene Macht zu erhalten. So ist das. Ich bin mir nicht sicher, ob ihr das versteht? Nun aber zu Merit. Ich kann sie so nicht einfach wegschicken. Sie muss spüren, dass sie einen König hat. Sie wird heiraten und ihr Mann wird das Silbergeschäft abwickeln. Offiziell! Wie die beiden, also ihr noch unbekannter zukünftiger Mann und Marit das machen, ist mir egal. Danke euch Herr von Olsen. Habt ihr eine Idee, wer sie heiraten soll?" Sven schüttelte den Kopf. "Holen wir sie dazu und verkünden ihr, was wir machen werden. Vielleicht hat sie eine Idee, wer ihr Lager teilen soll."

 

In der Kammer des Königs

 

Sven von Olsen verkündete den Spruch des Königs. Er erlaubte ihr auch, alles bewegliche, Menschen Tiere und Hausrat mit zunehmen, das würde auch den Silberpreis nicht verringern, den Olberson zu zahlen hatte. Schweigend nahm sie den Spruch zur Kenntnis. Als sie aber hörte, dass sie zu heiraten hatte, schreckte sie auf und zeigte dem König ihr trotzigstes Gesicht, das sie machen konnte. "Wen soll ich heiraten? Wollt ihr mir den Mann auch noch vorschreiben?" Der König lachte laut auf. "Nein, das werde ich nicht tun, aber damit ihr Demut lernt, werdet ihr bis morgen verheiratet sein oder ihr geht ins Kloster und bekommt gar nichts. Das Recht, das zu tun, ist das meine. Wisst ihr, wen ihr heiraten wollt?"

 

Ohne nachzudenken drehte sich Merit um und deutete auf Mathias. "Den oder keinen!"  

 

Fortsetzung folgt