Teil 2 - Kapitel 20

25. Juli 2015 4.00 Uhr

 

Die Anker wurden eingeholt, die Leinen zwischen der Blauzahn und der Ageli gelöst. Auf den beiden Jachten startete man fast gleichzeitig die Motoren. Die Blauzahn fuhr als erste aus dem Hafen heraus, knapp dreißig Meter hinter ihr die Ageli. Die Positionslichter wurden erst nachdem man den Hafen verlassen hatte gesetzt. Die Pjotr I war nicht mehr da. Selbst die Nachtwache hatte nicht gehört wie sie losgefahren ist. Lars meinte, dass sie sich davongeschlichen haben, die wären ganz sicher nicht aus Höflichkeit so leise weggekommen.

 

Lars hatte die Brücke zusammen mit Carlo und Luigi, auf der Ageli war Melanie an der Ruderpinne auf der Brücke zusammen mit Julia und Maria. Da die Ageli nicht ganz so technisch perfekt wie die Blauzahn war, musste die Decksmannschaft aus sechs Personen zum Segelsetzten bestehen. Die Black Cousinen standen mit Olivia und Sylvia bereit wenn der Befehl kommen sollte, die Segel zu setzten. Die beiden Black Cousinen Dara und Cahyra hatten sich sehr schnell an die körperlichen Herausforderungen gewöhnt, die man von ihnen verlangt hatte. Vor allem Cahyra, die etwas zierlicher als Dara war, schien diese Art der Aufgabenstellungen gerne anzunehmen. In sehr kurzer Zeit hatte sie ihr schüchternes Wesen verloren und zeigte ein Selbstbewusstsein, das alle erstaunte.

 

Pet hatte sich schlafen gelegt, nachdem Lars die Brücke übernommen hatte. Fast die ganze Nacht war er mit Sophia im Gespräch gewesen. Sie hatten sich beide auf die Reling ihrer Schiffe gesetzt und die von Bord zu Bord Unterhaltung war dann nur unterbrochen worden, wenn einer der drei Vierbeiner mal wieder meinte seine Stimmübungen machen zu müssen. Dann war gegen 2.00 Uhr Sophia eingeschlafen und Pet übernahm die Wache für beide Schiffe. Zwei Mal war er zur Ageli hinübergestiegen und hatte dort einen Rundgang gemacht. Beim ersten Mal hatte er Sophia, die schlafend an der Kajütenwand lehnte, mit seiner Jacke zugedeckt und bemerkt, dass sie ihm Schlaf an seiner Jacke mit der Nase Rumschnüffelte und sich dann zufrieden in diese einwickelte und weiterschlief. Kurz vor 4.00 Uhr hat er sie dann geweckt. Sie zog seine Jacke an und ging damit auf die Brücke. Als Melanie sie dann auf der Brücke vorfand und die beiden die Übergabe besprachen fing Melanie an, an der Jacke die Sophia trug herumzuschnüffeln. "Riecht nach Pfeifentabak und nach einem eau de toilette das ich kenne. Hast du heute Nacht geraucht?" Erwischt dachte Sophia bei sich. "Nein Pet hat mir seine Jacke geliehen, es war sehr kühl in der Nacht und ich wollte nicht nach unten gehen." Sophia wusste, dass das nicht besonders glaubwürdigt geklungen hat, aber Melanie fragte nicht weiter.  

 

5.00 Uhr etwa fünf Kilometer vom Jachthafen entfernt

 

Auf den beiden Segeljachten wurden die Segel gesetzt. Die Ageli war etwa fünfhundert Meter etwas nach Backbord versetzt. Sie wollte nicht im Kielwaser der Nordstrandpiraten segeln. Die fast zweitausendsiebenhundert Kilometer übers offene Meer nach Neukaledonien. Bei den günstigen Winden würden sie fast sechsundzwanzig Kilometer pro Stunde schaffen. Lars meinte zwar, dass sie schneller segeln könnten, aber man wollte aus Rücksicht auf die Ageli etwas langsamer an den Wind gehen. Sie hatten geplant Neukaledonien in fünf Tagen zu erreichen.  Sie wollten zwischen der Hauptinsel Neukaledoniens und Mare, einer kleiner Insel hindurch fahren. Nach dem Wetterbericht konnten sie hier mit günstigen Winden rechnen.

 

Um 6.30 Uhr gab es Frühstück auf der Blauzahn, da die See noch ruhig war hatte Marc eine große Portion Kräuterrührei gemacht. Die Toastbrote, Butter standen auf dem Tisch, als er eine Glas mit einer gelben Masse Inhalt auf den Tisch stellte. "Habe ich noch im Vorratsraum gefunden. Laut Etikett soll das Orangenmarmelade sein, mit Ingwer und Pfeffer. Probiert das mal. Ich habe gesehen, dass wir davon noch zwölf Gläser haben. Muss auch mal weg. Und dann habe ich noch Honig gefunden, von einem Imker vom Nordstrand. Kommt auch gleich wenn ich den Metalldeckel aufbekomme." Alle waren gespannt was für Leckereien Marc ihnen noch auftischen würde.

 

Die Unterhaltung am Frühstück war etwas zäh, bis Juris eher unbedacht eine Bemerkung machte. "Die Ageli bleibt zurück, wir müssen nachher die Segel reffen, damit wir denen nicht davonfliegen. Sie liegt schon einen Kilometer zurück. So ganz glücklich bin ich nicht darüber, dass wir da in Konvoi segeln. Ich dachte immer, wir machen unser Ding. Ich hoffe nicht, dass das zu einem Dauerzustand wird." Nach dieser Unmutsäußerung war es kurz still am Tisch. Erik ergriff als erster das Wort. "Darüber habe ich heute Nacht auch schon nachgedacht. Irgendwie verlieren wir dadurch unser Ziel und machen hier Kompromisse, die wir eigentlich nicht machen wollten. Dass wir bei Gefahr oder wenn hier Hilfe benötigt wird den Amazonen helfen ist für mich selbstverständlich, aber wir müssen schon aufpassen, dass wir uns da nicht vereinnahmen lassen." Greg schaut auf und gab lächelnd seinen Kommentar dazu ab. "Gut gesprochen mein nordischer Freund. Du hast recht, wir sollten uns nicht vereinnahmen lassen. So schön es für manchen von uns ist seinen Herzensangelegenheit in greifbarer Nähe klären zu können, aber wir haben Ziele und wir dürfen die nicht aus den Augen verlieren. Eines davon lautet, dass wir uns selbst beweisen wollen, zu was wir in der Lage sind und wie wir unsere Fähigkeiten einsetzten und weiterentwickeln. Wir dürfen uns selbst nicht als männliche Begleitung eines Schiffes voller Frauen sehen. Es mag unsere Wünsche nach etwas mehr Romantik erfüllen, aber wir wollten gemeinsam ein Segelschiff führen und unser Abenteuer erleben. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob ich mich da richtig ausgedrückt habe, ich wollte damit nicht sagen, dass mir die Amazonen unangenehm sind, ganz im Gegenteil. Wir sollten alle darüber nachdenken, wie wir mit dieser Situation umgehen."

 

Pet schaute in nachdenkliche Gesichter. Etwas verwundert schaute er Alberto an, der wie ein paar andere eine etwas intensivere Beziehung zu einem der Mannschaftsmitglieder zur Ageli hat. Wie dachte er darüber? Als ob Alberto die nicht formulierte Frage von Pet aufgefangen habe begann er seine Meinung kund zu tun. "Erik hat da etwas angesprochen, was auch mir im Kopf herumgeistert. Beatrice und ich sind ein Paar. Das hat aber nichts damit zu tun, dass ich hier auf der Blauzahn bin. Ich will hier bei euch sein und hier mit euch die Welt umrunden. Mit euch hier meine Gedanken austauschen können, mit euch gemeinsam neues Erleben. Das hier ist etwas besonderes und ich will es bis zum Schluss mit euch gemeinsam Leben. Mit Beatrice habe ich darüber gesprochen, sie sieht das für sich genauso. Auch sie will auf der Ageli das Besondere erleben. Die sind noch ein Stück davon entfernt ihre Gemeinschaft so zu gestalten wie wir. Ein Stück sollten wir sie noch begleiten, dann verabschieden wir uns. Für wie lange ist unwichtig, aber wir müssen ein Zeichen auch für uns selbst setzten." 

 

Das war ein Zeichen für alle nochmals ihre Ziele für diese Reise für sich selbst zu überdenken. War es gut so, wie es war? Mussten neue, weitere Ziele definiert werden? Waren Veränderungen notwendig? Fehlte etwas bei den Nordstrandpiraten? Denkanstöße solcher Art waren manchmal notwendig, um sich darüber im klaren zu sein, dass sie auf dem richtigen Weg waren.

 

 

 

11.00 Uhr einhundert fünfzig Kilometer von der Küste Neuseelands entfernt

 

Otto und Steffen suchten den Maschinenraum nach dem vermeintlichen Leck ab. Vor einer Stunden hatten sie zehn Liter Wasser aus dem Maschinenraum beseitigt und nun war der Boden schon wieder nass und das Salzwasser stand etwa fünf Zentimeter hoch dort drin. Wo kam nur das Wasser her. Unter dem Maschinenraum war eine kleine Kammer, einen Meter halben hoch, über den Dieseltanks, der war nicht Nass. Also musste das Wasser knapp unterhalb der Wasserlinie eindringen. Steffen kroch hinter die Motoren zum Getriebe und dann zu den Schraubenwellen. Dort war es richtig Nass, mit einer starken Stablampe leuchtete er jeden Winkel aus, dann fand er eine Stelle über seinem Kopf, wo er meinte, dass dort das Wasser in den Maschinenraum eindringen konnte. Ein kleines Loch neben der Verankerung eines der Davids lies Wasser einströmen. Immer wenn die Plattform unter Wasser tauchte, oder Wellen diese überspülte konnte Wasser durch das Loch eindringen. Das Loch war einfach abzudichten, was ihn aber wunderte, wie dieses Loch in die Plattform kam. Außen war diese mit einem Aluminiumblech bedeckt, dann kam eine Holztäfelung und darunter war eine fast zwei Zentimeter dicke Bootswand, so einfach konnte da kein kreisrundes Loch entstehen. Steffen meinte dazu noch, dass durch dieses Loch nicht die Mengen an Salzwasser in den Maschinenraum einfließen konnten. Es musste eine weitere undichte Stelle vorhanden sein. Und Steffen fand diese nach weiteren Suchanstrengungen. Die hintere Plattform war an der Wasserlinie auf einer Länge von zwei Metern aufgerissen. Immer wenn das Heck der Blauzahn kräftig aufs Wasser gedrückt wurde öffnete sich der Riss und Wasser konnte einfließen. Steffen konnte den Riss nur notdürftig stopfen, denn für eine sichere Reparatur musste der Riss und die Umgebung trocken sein.

 

Lars, Otto und Steffen schauten sich gemeinsam von außen den Schaden an. Das kreisrunde Loch stammte von einem Haken, der das Beiboot hinten soweit sichern solle, dass es weniger schwankte, wenn es hohen Seegang gab. Diesen Haken hatten sie samt seiner Öse verloren. Und der Riss musste bei der Anbringung der Davids entstanden sein. Man hatte einfach versäumt diese bis in den Bootsraum unten zu sichern und diese nur auf der Plattform befestigt. Otto und Steffen machten Aufzeichnungen für die Reparatur und die dazu benötigten Materialen. Diese wurden Materialien wollten sie auf Neukaledonien bestellen, dazu mussten sie aber den Hafen von Noumea anlaufen. Für die Jachthäfen waren die Blauzahn und die Ageli zu groß, aber am Außenkai bot man ihnen an, dass die Blauzahn dort vom 28. Juli 6.00 Uhr bis zum 29. Juli 19.00 Uhr liegen konnte. Man sagte ihnen zu, dass bis zu diesem Termin alle notwendigen Materialien geliefert werden konnten.

 

Lars errechnete den neuen Kurs und musste feststellen, dass sie ihre Geschwindigkeit erhöhen mussten, wenn sie den angegebenen zeitrahmen ausnützen wollten. Er teilte dies der Ageli mit, dass sie ihre Geschwindigkeit erhöhen mussten und bat Melanie, die das Kommando auf der Brücke hatte, dass sie entweder ihre Geschwindigkeit anpassen mussten oder nach ein paar Stunden sich der Abstand der beiden Jachten wohl nicht unerheblich vergrößern würde. Melanie antwortete schnell und einfach. "Dann setzt alle Segel, wir versuchen zu folgen und belieben in Funkkontakt."  Lars ging hat an den Wind und die Blauzahn nahm weiter an Fahrt auf. Mit dem Fernglas konnten alle beobachten wie auf der Ageli nun alle Segel gesetzt wurden und auch diese dann hart an den Wind ging. Der Abstand vergrößerte sich am Anfang etwas, aber die Amazonen holten dann wieder auf. Lars musste nach einer Stunde die Geschwindigkeit etwas zurücknehmen, da sich durch das kräftige durchbrechen der Wellenberge die Fuge hinten immer wieder weitete und immer wieder Wasser eindringen konnte.

 

Otto und Steffen arbeiteten mit einfachsten Bordmitteln daran, den Riss so gut wie möglich zusätzlich abzudichten, was ihnen auch gelang, Wasser drang aber trotzdem immer wieder ein. Erst zwei Stunden nach Mitternacht war es gelungen, das Eindringen von Meerwasser ganz zu verhindern. Da ans Kochen bei dem Wellengang gar nicht zu denken war übernahm Marc die weitere Leckwache bis zum kommenden Morgen.  

 

Am 26. Juli um 7.00  Uhr morgens war die Ageli immer noch etwa einen Kilometer hinter der Blauzahn. Sie holte immer wieder auf, kam bis auf vier oder fünfhundert Meter heran und fiel dann wieder ab. Der stündliche Funkverkehr beschränkte sich auf zwei Sätze - alles in Ordnung? - Ja! - . Man hörte aber an der Stimme, die das ja durch den Äther sprach, dass man doch sehr angestrengt auf der Ageli war. John hatte inzwischen die Brücke übernommen und Alberto, Jose und auch Jan halfen ihm, das Schiff auf Kurs und bei der Geschwindigkeit zu halten. Noch stand der Wind gut und sie fuhren unter vollen Segeln. Laut Wettervorhersage sollte sie am Nachmittag durch ein Regengebiet kommen. Noch war der Himmel blau und es gab keine Anzeichen für eine Schlechtwetterfront.

 

Am Nachmittag kamen sie auf eine Schlechtwetterfront zu. Zudem war die provisorische Leckabdichtung wertlos geworden, es dran wieder Wasser ein. Die Nordstrandpiraten entschlossen sich, das hintere Beiboot ganz an Bord zu nehmen, um den Druck von den Davids zu nehmen. Steffen meinte damit die Erweiterung des Risses zu vermeiden und neu abdichten zu können.

 

Mit vereinten Kräften zogen die Piraten das Beiboot an Deck und lösten es dann von den Davids. Sie konnten es allerdings nicht schnell genug festzurren sodass es einige Meter über das Deck rutschte und Greg dabei am Bein verletzt wurde.  Mit seiner Vermutung hatte Steffen recht behalten. Nachdem der Druck auf den Davids weg war, konnte der Riss abgedichtet werden und die Dichtung blieb stabil. Es drang eine Wasser mehr ein.

 

Die Verletzung von Greg wart schlimmer, als zuerst von ihm selbst angenommen. Gerrit untersuchte sein Bein. Er hatte einen zehn Zentimeter langen Riss am Unterschenkel, der genäht werden musste. Gerrit fluchte, den bei diesem Seegang und dem unsicheren Untergrund auf dem erstand, war es schwer einen medizinischen Eingriff vorzunehmen. Aber es musste sein. Er schnallte sich aus diesem Grunde ans Bett, wo Greg lag um einen Teil der Schiffsbewegungen auszugleichen. Mathias sollte ihm assistieren, da er bisher wenig zum Einsatz gekommen war und noch am fittesten sein sollte. Gerrit bereitete alles vor, allerdings gestaltete sich die Betäubung des Unterschenkels mittels einer Spritze schon ein größeres Problem, da die Blauzahn nun durch die Schlechtwetterfront segelte und sie inzwischen Wellen mit einer Höhe von über zwei Metern durchpflügten. Nach dem dritten mittglückten Versuch, Greg die Spritze zu verpassen schnallte er die Spritzenhand sehr eng an das verletzte Bein und setzte dann erneut die Spritze an. Es gelang ihm damit tatsächlich die Spritze weitgehendst gefahrlos anzusetzen und das Betäubungsmittel zu spritzen. Mit sechs Stichen gelang es ihm dann die größte offene Stelle zu schließen. Dann wurde noch die Enden der Hautrisse verklebt. Nachdem Gerrit fertig war und die Wunde außen noch von der Blutkruste befreite, fragte Greg ob er nun endlich fertig sein. Gerrit nickte und im selben Moment brüllte Greg kurz auf, verlangte nach einem Cognac und dann wollte er schlafen.

 

Die Blauzahn und die weit dahinter segelnde Ageli schlingerten in der stürmisches See. Kränkten von Backbord nach Steuerbord und zurück und durchpflügte dabei die sich auftürmenden Wellenhügel. Inzwischen regnete es immer heftiger. Pflichtgemäß, auch ohne Frage funkte die Ageli alle dreißig Minuten nur zwei Worte - alles gut -, dann verstummte der Funkverkehr wieder.

 

Unter Deck auf der Blauzahn

 

Mathias hatte sich auf den Boden seiner Kajüte gesetzt und lehnte in der Ecke hinter der Türe. Schlecht war ihm nicht, er war nicht Seekrank nur unsagbar Müde und von Ängsten geplagt, die er nicht genau beschreiben konnte. Die seit Tagen sich wiederholenden Albträume die er hatte, wenn er etwas schlaf bekam machten ihn mürbe. Er wusste von alleine, dass irgendetwas mit ihm nicht stimmte. Vor was hatte er Angst? Manchmal bekam er keine Luft mehr, dann musste er die Schweißflüsse, die ihren Ursprung auf seinem Kopf hatten trocknen. Die Hände begannen zu zittern und die Beine und Füße verkrampften sich. Ein paar Mal hatte er versucht sich mit Alkohol zu betäuben, aber das hatte zur Folge, dass die Albträume immer bunter und angsteinflößender wurden.

 

Er umschlang seine Beine mit den Armen und hatte den Wunsch zu weinen. Ihm kam es vor, als ob er sich von außen selbst betrachten würde und sich dabei selbst erzählte, was da gerade mit ihm vorging. Undefinierbare Angst griff nach seinem Herzen. Dann holte er sich ein Kissen und presste es vor seinen Mund und schrie da hinein. "Ich will schlafen!" Dann begann er zu weinen. Die Tränen rannen ihm über seine Wangen. Die Blauzahn begann zu fliegen und wieder zu landen. Alle schien um ihn herum langsamer abzulaufen und sein Puls sagte ihm, dass alles schneller sein müsste. Sein ich, das ihn beobachtete sagte ihm aber, dass er einfach nur spinnen würde. Sein Puls aber raste und sein Herz schlug heftig an die Rippen und wollte den Körper verlassen. Seine Lungen gierten nach Sauerstoff und er konnte nicht genug davon in sich hineinpressen. Er wollte aufstehen und konnte nicht. Die Müdigkeit die nun folgte war so stark, dass er das Kissen vom Gesicht nahm, es auf den Boden legte und darauf seine Kopf betete. Der Schlaf rette ihn von den Geistern, die er sich erdacht hatte.

 

Fortsetzung folgt

 

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