Teil 2 - Kapitel 7

25. Juni 2015 Mungo Nationalpark

 

Die Nordstrandpiraten hatten am früher Morgen Adelaide verlassen, um den Mungo Nationalpark zu besuchen. Die fast siebenhundertfünfzig Kilometer schafften sie in sieben Stunden. In der Mungo Lodge hatten sie gebucht. Alberto, Jose und Jan waren auf der Blauzahn zurückgeblieben, um am 30. Juni die vorgesehene Endabnahme des Umbaus zu überwachen.

 

Die zwölf Nordstrandpiraten  und Trevor waren vollkommen erschöpft, als sie den Ort in der Wüste erreichten. Trevor hatte unterwegs ungeheure Mengen an Wasser getrunken. Da Hunde aber nicht schwitzen können, musste das Nass wieder aus ihm heraus und so kamen sie alle zwei Stunden zu einer kurzen, aber notwenigen Pause.

 

Am späten Nachmittag, nachdem alle ihre Zimmer bezogen hatten, trafen sie sich auf der Veranda der Lodge. Bei einem eiskalten Bier konnten sie ein Naturschauspiel besonderer Art erleben. Trevor begegnete zwei Kängurus. Und die hatten keine Furcht vor dem felligen Kerl. Trevor versuchte sich an die ihm unbekannte Spezies anzunähern, aber die Tiere waren es gewohnt, mit Hunden Schabernack zu treiben. Sobald Trevor näher als fünf Meter an sie herankam, sprangen sie einfach links und rechts an ihm vorbei. Zehn Meter von ihm entfernt blieben sie dann wieder stehen. Das machten sie ein paar Mal, bis Trevor sich entschied, sich nur mit einem Känguruh anzulegen und den anderen einfach zu ignorieren. Damit waren die beiden Beuteltiere überfordert. Als sie wieder ihr Ausweichmanöver starteten, sprang Trevor einem der beiden in den Weg; die Kollision kam für beide unerwartet und war sehr heftig. Im Sprung traf das Känguru Trevor am Rücken und überschlug sich. Trevor hingegen wurde aus der Bahn geworfen und landete etwas unsanft. Daraufhin beschlossen alle drei, Tiere, dass es genug war und gingen ihres Weges. Pet wurde von einem Hotelangestellten darauf aufmerksam gemacht, dass sich Trevor besser nicht unbeobachtet mehr als fünfzig Meter vom Haus entfernen sollte, da er sich sicher mit Giftschlangen oder Spinnen nicht  auskennen würde. Aus einem ersten  "ist das toll hier" wurde schnell ein "das gefällt mir nicht". Zudem waren sie in der für die Gegend kältesten Jahreszeit hier. Nachts hatte es im Durchschnitt sechs bis sieben Grad und tagsüber kamen die Temperaturen auch nicht über sechzehn Grad hinaus.

 

Schon am dritten Tag verloren die Nordstrandpiraten die Lust an den Wanderungen durch die ausgetrocknete Seenlandschaft. Was aber alle faszinierte, war der nächtliche Sternenhimmel.  Unter dem klaren und wolkenlosen Himmel saßen sie auf der Veranda  und starrten schweigend nach oben. Und wenn sie am späten Abend schlafen gingen, waren sie sicher, dass sie tief und fest schlafen würden. Nur nicht am vierten Abend.

 

Sie saßen wieder alle auf der Veranda und schwiegen sich an.nur Juris stand ständig auf und ging ein paar Schritte in die Natur hinaus, starrte in den Himmel und ging wieder zurück . Bis Greg ihn fragte, was ihn denn so umtreibe. Juris lehnte sich an einen Pfosten auf der Veranda und schaute in die Runde. "Fahren wir morgen zurück? Ich muss zurück auf die Blauzahn und dann raus aufs Meer. Ich halte das hier nicht aus. Sonne, Staub, Schlangen, Skorpione, Spinnen und alles giftig hier. Ich fühle mich nicht wohl an Land und will weg." Otto hatte sehr aufmerksam zugehört und erwiderte. "Draußen auf dem Meer lauern doch auch Gefahren. Haifische, gewaltige Wellen, Sturmwinde und Unterseeboote, die uns nicht freundlich gesonnen sind. Und die Blauzahn ist kein fester Boden, auf dem man  stehen kann. Also was treibt dich wirklich zurück?" Juris schüttelte den Kopf, als ob er böse Gedanken damit vertreiben könnte. "Ich kann's euch nicht wirklich sagen, was mich umtreibt, aber hier fühle ich mich nicht wohl. Diese freundlichen, aber sehr schweigsamen Menschen, das Bier, dass fast gefroren ist, wenn man es trinkt. Mich stört alles. Habt ihr heute schon Nachrichten im Fernsehen gesehen? Mich macht das wahnsinnig, was auf dieser Welt passiert. Krieg in Syrien, dem Irak, die ganze Region brennt doch. Die Griechenland Finanzkrise mit all den Begleiterscheinungen. Lug, Trug und Beleidigungen, Schuldzuweisungen und Streik, die Nachrichten sind voll mit diesen Meldungen. Da hat man Geheimdienste, Kontrollorgane, Parlamente und eine Unmenge an Wissenschaftlern, die sich mit all diesen Themen täglich beschäftigen. Und alle sind überrascht, dass da so was passieren kann. Die Bankenkrise war für alle schon ein Überraschung, keiner hat´s vorhergesehen. Was machen denn all die sogenannten Fachleute? Die kommen erst aus den Löchern, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist und erklären dir nur, dass das ja passieren musste. Keiner der wirklich mahnend schon vorher die Hand gehoben hätte. Und wenn, das wollte es niemand hören. Zehntausende von Arbeitsplätzen zu Gunsten einiger geldgieriger Managertypen sind weg, Menschen in die Armut und Verzweiflung getrieben. Und alle, die jetzt den Müll versuchen wegzuräumen, tun so, als ob sie aus der eigenen Tasche das Geld herausholen, um die Welt zu retten. Wie verrückt ist denn das alles. Hier sind die Giftschlangen, in Asien herrscht Hunger und Krieg, Afrika vergiftet sich mit Krankheiten und Brutalität. In den Metropolen lebt die Bankenmafia und sammelt blutige Banknoten, denn das ehrliche Geld wird woanders verdient. Und auf den Straßen gammeln die Drogendealer. Das ist doch unerträglich." Dann rutschte Juris an dem Pfosten, an dem er lehnte, nach unten in die Hocke und barg seinen Kopf in den Armen. "Meine Exfrau ist tot. Ich habe heute eine Mail von meinen Kindern bekommen. Irgend ein Straßenräuber hat sie abgestochen. Sie haben mir mitgeteilt, dass sie von ihrer Mutter auf deren Sterbebett die Anweisung bekommen haben, dass ich erst nach der Beerdigung davon erfahren sollte, was passiert ist. Ich fasse es nicht. Da hat man gemeinsam zwei Kinder, lebt Jahrzehnte zusammen, trennt sich, weil´s gerade mal nicht passt und dann darf man den Menschen, den man geliebt hat, nicht mal zu Grabe tragen. Trauern ja, aber weit weg bitte. Ich halte das nicht aus." Fassungslos saßen seine Piratenfreunde auf ihren Stühlen - wie festgenagelt. Erik reagiert als erster. Er stand auf, setzte sich neben Juris auf den Verandaboden, schlang seine Arme um ihn und drückte ihn fest an sich. Und Juris konnte es zulassen. Dann standen alle anderen auf und setzten sich mit auf den Boden. Gerrit ging in die Bar, holte dort eine Flasche Gin mit Tasmanischem Pfeffer und einige Gläser. Dann schenkte er ein und jeder bekam ein Glas in die Hand gedrückt. Gerrit hob das Glas in die Höhe und sein Trinkspruch kam ihm aus der Seele gesprudelt: "Auf alle, die wir lieben und geliebt haben, die uns weggeschickt haben, uns wieder holen werden. Die wir verlassen haben. Auf alles was uns wichtig ist und auf alles, was wir gerne vergessen würden. Und auf uns!" 

 

Nach der fünften Flasche Gin war der Sternenhimmel klar und die Nordstrandpiraten sehr müde. Hatte Juris seine ganzen Seelenängste und seine Wut in ein paar Sätzen herausgepresst, so war kein Wort verloren gegangen. Greg brachte es in einem kleinen kurzen Nachsatz nochmals für sich selbst auf einen Nenner. "Ich war immer der Meinung, dass der Fortschritt in Bildung und Technik uns menschlicher machen könnte, weil wir nicht mehr aus Hungersgründen unsere Nachbarn erschlagen müssen. Aber wir sind nur erfindungsreicher geworden, wie wir unsere Nachbarn effizienter niedermachen können. Das ist der Fortschritt. Mittelalter mit anderen Waffen und weniger Moral."

 

Am kommenden Morgen fuhren sie zurück nach Adelaide. Juris hatte recht, sie mussten wieder in See stechen, dort war es anders für sie. Dieses Nichtstun in der Wüste war Gift.

 

Bis auf ein paar Kleinigkeiten war der Umbau fast abgeschlossen. Die Messe konnten sie zwar noch nicht benutzen, aber ihre Kajüten konnten sie wieder beziehen.

 

Am späten Abend fuhren alle zusammen in die Innenstadt, um gemeinsam mit der neuen Mannschaft der Ageli an einem Piratendinner teilzunehmen. Die Einladung dazu wurde von einem Jachtclub der Stadt ausgesprochen. Fünfzehn Nordstrandpiraten und neunzehn Agelis, so nannten sich die Crewmitglieder der Ageli, waren eingeladen. Dazu kamen noch mindestens zwanzig Jachtclubmitglieder und einige Pressevertreter. Ein Kamerateam eines örtlichen Fernsehsenders filmte die ganze Party. Otto Kraz, der offizielle Pressesprecher der Blauzahn und Julia Piro, die man kurzfristig zur Pressesprecherin der Ageli gemacht hatte, besprachen sich noch während des Dinners, wie sie mit Presseanfragen und Informationen umgehen wollten. Sie einigten sich darauf, dass man keine Informationen über die andere Jacht geben würde und sich gegenseitig soweit wie möglich vor eventuellen Presseattacken schützen wollte. Nachdem die Presseleute darüber informiert wurden, dass Interviews nur von Otto und Julia gegeben wurden, konnten die beiden sich fast nicht mehr dem Dinner oder ihren Crewfreunden widmen. Die am häufigsten gestellte Frage war, warum die Blauzahn nur eine Mannschaft aus Männern über sechzig Jahren und nur aus Europäern bestehen würde.  Und bei der Ageli war es die Frage, warum nur Frauen und warum es Mannschaftsmitglieder aus vier Kontinenten gab. Otto und Julia gaben auf diese Fragen beide die gleiche Antwort. "Weil es so ist, wie es ist." Otto setzte hinzu, dass man nicht alles erklären müsste, sondern es manches Mal gut sei, so etwas einfach als gegeben hinzunehmen. Fragen über die weiteren Reiseziele wurden dafür gerne beantwortet, Auch die Frage, ob die Schiffe gemeinsam diese Reiserouten angehen würden, wurde von beiden gleichlautend beantwortet. "Nein, das war nicht vorgesehen, aber man würde sicher immer wieder aufeinander treffen." Eine weitere Frage, die ein europäischer Pressevertreter stellte, wurde mit Verwunderung zur Kenntnis genommen: "Werden noch weitere Mitglieder in die Mannschaft aufgenommen werden." - "Ja, wir erwarten noch ein neues Crewmitglied in den kommenden Tagen. Wer es sein wird, will ich an dieser Stelle nicht verraten." Ottos Kommentar fand bei den Journalisten weniger Interesse als die Antwort der Frauenmannschaft. "Ja wir bekommen morgen noch zwei zusätzliche Mannschaftsmitglieder. Einen sehr jungen Mann und ein weibliches Wesen. Der Mann hat vier Füße und heißt Carl, unser Bordhund. Ein portugiesischer Wasserhund, sechs Monate alt und er hat bereits etwas Seeerfahrung. Dazu kommt noch ein Kolkrabenweibchen, das bislang auf einem Fischerboot gelebt hat." Das war doch was für die Yellow Press. Der Ruf nach Bildern der beiden wurden laut und die Frage, warum denn ein Kolkrabe noch an Bord mitkommen soll. Aber Julia winkte ab und gab nur eine kurze Antwort auf diese Fragen: "Morgen kommen die beiden an Bord und das Warum kann ich nur so beantworten: Warum denn nicht?" Einzelnen Mitglieder der Mannschaften mussten sich noch weiteren journalistischen Belästigungen stellen, aber inzwischen kannte man die Richtung, in der man mit den Presseanfragen gehen wollte. Alle hielten sich daran, kurze und nicht zu ausführliche Antworten zu geben. Kurz vor Mitternacht wurden die Pressevertreter gebeten, die Party zu verlassen. So konnten sich die Gastgeber noch einige Zeit ihren Gästen widmen. Hier wurden sehr viel Informationen der passionierten Segler ausgetauscht. Um 1.00 Uhr fuhr eine Flotte von Taxis vor und brachte die Mannschaften zurück in den Hafen.

 

Vor den beiden Jachten hatte man einen privaten Wachdienst postiert, obwohl Trevor sehr gut auch alleine auf die Blauzahn aufgepasst hätte. Unten an der Gangway der Blauzahn stand nicht nur der Wachmann, sondern auch ein weiterer Mann mit einem Seesack. Trevor hatte ihm den Zutritt auf die Jacht zähnefletschend verweigert. Jan begrüßte ihn. "Darf ich euch Mathias vorstellen. Wir hatten bereits darüber gesprochen, dass er zu uns stoßen wird. Es liegt aber an euch allen, ob ihr ihn mit in die Mannschaft aufnehmen wollt. Beraten wir dann beim Frühstück darüber, wenn ihr ihn kennen gelernt habt. Lasst uns jetzt schlafen gehen." Jeder reichte Mathias die Hand und danach verschwanden alle in ihren Kajüten.  

 

Pet saß noch sehr lange zusammen mit Otto in seiner Kajüte. Otto war mit seiner Rolle als Pressesprecher unzufrieden, denn er war der Meinung, dass man den Journalisten etwas mehr an Informationen anbieten müsste. Pet stimmte ihm zu, denn sie wollten nicht nur für sich selbst eine Lebenserfahrung machen, sondern diese auch vielen Menschen vermitteln. Was kann man aus seinem Leben machen, wenn ... ? Ja, wenn was war? Sie hatten das oft genug miteinander besprochen, da jeder sich aus so unterschiedlichen Gründen hier auf der Blauzahn befand. Also mussten oder sollten sie das, was sie erlebten, was mit ihnen geschah, was sie empfanden, auch nach draußen mitgeteilt werden. Dazu war es ganz gut, zur Presse einen Zugang zu haben. Deshalb begannen sie, eine Pressemitteilung zu schreiben und den Medienmitarbeitern zur Verfügung zu stellen, die an diesem Abend mit auf der Dinnerparty waren. Sie wollten diese Idee und den Text den Nordstrandpiraten am Morgen vorstellen. Um 3.00 Uhr morgens waren sie fertig und legten sich schlafen. 

 

Marc war wie so oft der erste, der aufgestanden war. Er machte frische Brote, dann Kaffee und Tee und zwischendurch räumte er die in Unordnung gebrachte Messe auf und säuberte sie vom restlichen Umbauschmutz. Erik und Jose kamen rechtzeitig, um ihm beim Aufräumen und Säubern zu helfen, sodass die Messe um 8.00 Uhr bereit war, dass die Nordstrandpiraten ihr Frühstück einnehmen konnten.

 

Mathias gesellte sich als einer der ersten mit an den Frühstückstisch. Als alle da waren und die ersten Tassen Tee und Kaffee getrunken waren, bat Jan Mathias, sich doch in dieser Runde vorzustellen. "Mathias Lauber, seit gestern sechzig Jahre alt. Anwalt für internationales Vertragsrecht. Das war ich aber nicht immer. Mit fünfunddreißig Jahren war ich Strafverteidiger und erst mit fünfundvierzig studierte ich in England dann noch einmal, um mich dem Vertragsrecht zu widmen. Ich bin verheiratet, lebe aber getrennt von meiner Frau. Ich habe zwei Kinder, einen Sohn und eine Tochter, Zwillinge. Sie leben noch bei ihrer Mutter in London, obwohl beide volljährig und berufstätig sind. Sie sind wie ihre Mutter und ich deutsche Staatsbürger. Ich arbeite seit etwa zehn Jahren für Jan als sein Anwalt und auch als sein Rechercheur für seine persönlichen Belange. Da ich in Hamburg geboren wurde und dort meine Jugend verbracht habe, bin ich mit dem Meer nicht alleine durch die Nähe der Stadt zum Wasser, sondern auch als Segelsportler mit diesem Element verbunden. Ich würde gerne mit euch die Reise fortsetzen, weil ich genug habe vom Anwaltsdasein, vom  Wühlen im Dreck der Gesellschaft und weil ich mir selbst etwas schuldig bin. Ich will mir beweisen,  dass ich nicht nur ein Einzelkämpfer im Kopfbereich sein kann, sondern auch ein Teamplayer mit körperlichen Herausforderungen. Und weil ich euch bisher schon per Mailinformation immer begleiten durfte und das hier, was ihr bisher erreicht habt, mich anspricht. Ich will auch ein Nordstrandpirat sein. Nehmt mich bitte bei euch auf." Mathias sprach weiter. "Ich habe bewusst mein sachliches Anwaltsgehirn ausgeschaltet und mich einfach darauf eingestellt, meinen Emotionen freien Lauf zu lassen. Hier muss ich niemanden vor dem Gefängnis bewahren oder mit einem Vertragswerk ein gegnerisches Unternehmen in den Ruin treiben. Ich will hier ich sein und fange gerade damit an." Das saß, das sah man am begeisterten Nicken der Nordstrandpiraten. Pet schaute sich Mathias genauer an. Ein müde wirkender Mann. Wenn man sein Alter sagen müsste, würde man ihn eher auf kurz vor siebzig schätzen. Anderseits saß er aufrecht und kraftvoll am Tisch. Sein blasser Gesichtsausdruck machte ihn alt. Seine Stimme war nicht laut. Mathias hatte nicht bemerkt, dass Trevor sich hinter ihn gesetzt hatte, denn er erschrak, als er seine rechte Hand seitlich baumeln ließ und Trevor diese beschnupperte. "Ach ja, euer Wachhund. Der hat gestern sehr tapfer die Gangway verteidigt." Trevor beschnupperte ihn weiter und schien mit dem neuen Geruch zufrieden zu sein. "Bei uns gibt es kein "wir probieren das mal mit jemandem". Wenn wir uns für jemanden entscheiden, dann ist er bei uns. Keine Probephase, kein Ausprobieren. Von Anfang an Dabeisein, das ist unsere Devise. Kannst du damit leben?" Lars hatte das laut und sehr bewusst ausgesprochen. Alle wussten, dass sie nun einen Segeltörn machen würden, der allen alles abverlangte. Und das musste dem Neuen, wenn er die Zustimmung aller bekam, auch bewusst sein. "Wir sollten uns nicht zur Beratung zurückziehen. Zuerst müssen die Organisatoren zustimmen, dann geht das an die anderen weiter. Pet und Otto, was meint ihr?" Beide nickten zustimmend. Damit war die erste Hürde für Mathias genommen. Alle anderen bis auf Erik, Steffen, Carlo und Luigi stimmten zu. Und diese vier enthielten sich nur der Stimme, weil sie der Meinung waren, dass sie zu kurz dabei wären, um an dieser Abstimmung teilzunehmen. Damit war Mathias das sechzehnte zweibeinige Mitglied der Mannschaft.

 

Am 2. Juli 2015 verließ die Blauzahn zusammen mit der Ageli den Hafen von Adelaide. Die Nordstrandpiraten wollten durch die Bass Straße nach Neuseeland und die Ageli wollte nach Hobart auf der Insel Tasmanien. Am 3. Juli trennten sich ihre Wege. Die Blauzahn nahm Kurs Ost und die Ageli Kurs Süd.

 

 

Fortsetzung folgt

 

 

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