Teil 2 - Kapitel 3

5. Juni 2015 14.50 Uhr an Bord der Blauzahn

Die Nachricht über einen Unfall auf der Ageli mit Verletzten und einem Toten versetzte die Nordstrandpiraten in einen kurzen Schockzustand. Otto fand am schnellsten wieder zurück in den Realdenkmodus. "Können sie uns mehr dazu sagen? Wer wurde verletzt und wer ist durch den Unfall getötet worden? Wo ist das passiert und vor allem was?" Die Offizierin, die bisher das Wort geführt hatte, hob die Hand und ergriff das Wort. "Wir dürfen Ihnen leider keine Auskünfte dazu geben. Matrose Mell Miller hat wohl gerade seine Befugnisse etwas überschritten." Erschrocken schaute der nun namentlich Genannte auf seine Vorgesetzte. Die sprach aber, ohne ihn zu beachten, weiter. "Das war der offizielle Teil. Inoffiziell belauschen Sie jetzt versehentlich ein Gespräch zwischen mir und Matrose Miller." Sie drehte sich um und sprach nun direkt den Matrosen an, der eine stramme Haltung eingenommen hatte. "Ich wiederhole meine bisherige Erkenntnisse aus den Informationen, die wir bezüglich des Unfalls der Ageli haben. Sollten Sie Lücken erkennen, so füllen Sie diese mit ihrem Wissen auf.

Am 4. Juni 2015 um 4.30 Uhr befand sich die Ageli etwa neunzig Kilometer vor der Küste von Dampier Peninsula, als sie während eines Wendemanövers von einer Böe erfasst wurde. Der Baum des vorderen Masten drehte nach Backbord, traf einen Matrosen am Kopf und schleuderte ihn über Bord. Bei der eingeleiteten Rettungsaktion verletzte sich der Kapitän und ein weiterer Matrose schwer. Der tote Matrose und die beiden Schwerverletzten wurde mit einem Hubschrauber der Marine auf See übernommen. Die Ageli hat Kurs Perth genommen. Das Schiff ist unbeschädigt und wird derzeit vom ersten Offizier, einer Frau, deren Name ich nicht kenne, geführt. Haben Sie etwas hinzuzufügen, Matrose Miller?" Matrose Miller hatte nichts hinzuzufügen.  

 

Um 16.30 Uhr verließen die Marineangehörigen die Blauzahn, nicht ohne Jan noch einen guten Ratschlag zu geben. "U-Boote versenkt man nicht mit rosa Farbkübeln, sondern mit Torpedos oder Bomben. Besser ist es allerdings, sie ganz in Ruhe zu lassen. Egal wie Sie es finden, wir sehen das als sehr ernsten Zwischenfall an, obwohl es nicht direkt die Hoheitsgebiete Australiens betrifft. Sollten Sie nochmals so eine unangenehme Begegnung haben, scheuen Sie sich nicht, sich mit uns in Verbindung zu setzen. Wir sind auch auf hoher See dafür da, Ihnen zu helfen." Mit einem militärischen Gruß verabschiedeten sich die drei von der Mannschaft der Blauzahn. Nach bereits vierzig Minuten war der graue Koloss vom Radar der Blauzahn verschwunden.

 

Lars bat alle auf die Brücke und stellte sich demonstrativ an das Ruder. "Und was haltet ihr davon, wenn wir den Kurs etwas anpassen und in Richtung Perth segeln?" Juris sagte ganz laut in die Runde: "Neuer Kurs und alle Daten über Wetter, Wind und Strömungen sind bereits errechnet und im Computer eingegeben. Virus eliminiert, Fehler sind fast ausgeschlossen. Ruder drei Strich Backbord - Kapitän. Wind steht günstig, ich empfehle Segel zu setzen. Errechnet habe ich, dass wir Perth am 8. Juni am frühen Morgen erreichen. Direkte Funkverbindung am 7. Juni um etwas 23.00 Uhr möglich." Ohne weitere Worte wurden die Segel gesetzt, die Bordroutine ging ihren Lauf. 

 

Marc war bereit, für die Mannschaft die Ernährung mit einem Reisauflauf sicherzustellen. Allerdings mit wenig Reis, aber sehr viel Hühnchen und einer sahnig scharfen Currysoße. Um 20.00 Uhr stand das Essen bereit. Da es auf diesem Erdteil eher auf den Winter zuging, war es um diese Uhrzeit auf der Brücke kühl und Alberto, Jose und John freuten sich über das Essen, das ihnen doch etwas zusätzliche Wärme brachte. Wachwechsel war um 22.00 Uhr und Erik übernahm mit Carlo und Luigi die Brücke. Um 22.30 Uhr informierte er alle auf der Blauzahn, dass er nun hart an den Wind gehen würde, um doch etwas mehr an Geschwindigkeit herauszuholen. Otto ging auf die Brücke und schnallte sich auf dem Sessel am Radar fest. Er unterstützte die drei damit etwas, sodass sie sich fast ausschließlich um die Segel, den Kurs und den Wellengang kümmern konnten. Erik bewies, wie sehr er doch mit dem Meer verwachsen war. Um 24.00 Uhr wurden 22,5 Knoten Geschwindigkeit gemessen und keiner konnte schlafen. Nachdem Pet sich schon zwei Mal den Kopf an seiner Koje angeschlagen hatte und Trevor seit einer Stunde auf der Suche nach einem geeigneten Schlafplatz war, trafen sie als letzte in der Messe ein. Marc reiche Trevor einen Eimer, der nur ein paar Zentimeter mit Wasser gefüllt war, sodass das wertvolle Nass nicht über den schwankenden Boden floss. Der Aquavit wurde nicht in Gläser abgefüllt, die wären durch die Bootsbewegungen schneller leer als durch das Trinken. Also wurde aus der Flasche getrunken.

 

Erst um 6.00 Uhr morgens beim Wachwechsel wurde es ruhiger. Der Wind hatte nachgelassen und nach der ersten Tasse Kaffee gingen bis auf Juris, Greg und Jan, die das Ruder und die Brücke übernahmen, alle in ihre Kojen zurück.

 

 

 

6. Juni 2015 11.00 Uhr

 

Die fünf Stunden Schlaf hatten Pet nicht gereicht, aber er konnte nicht weiterschlafen. Trevor machte ihm sehr deutlich, dass er nun Hunger hatte und sie gingen zusammen in die Kombüse, um sich wenigstens eine Apfel und eine Tasse Kaffee zu besorgen. Trevor war an diesem Vormittag schon mit einem Wurstbrot zufrieden.

 

Als die beiden oben auf der Brücke ankamen, hatten sie über sich einen blauen Himmel, der Wind kam aus Richtung Nord-West und das Meer war ruhig. Ohne eine Jacke war es kühl und so blieb Pet und Trevor nicht lange.

 

Gegen Mittag wurde der Schiffsverkehr stärker und Otto besetzte wieder seinen Platz am Radar und beobachtete das Treiben um die Blauzahn herum und was ihnen auf ihrem Weg nach Perth begegnen könnte. Es war zwar sonnig an diesem Tag, aber doch recht kühl. Die gerade mal vierzehn Grad Celsius empfand man eher als zehn Grad, der Wind kühlte alles ab.

 

"Seit einer Stunde haben wir mal wieder einen, der sich auf Parallelkurs mit uns befindet. Der ist etwas mehr als acht Kilometer nordwestlich hinter uns. Vor uns sind mindestens sechs größere Schiffe, die unseren Kurs in 30 Minuten kreuzen werden. Juris, wie willst du ausweichen?" Otto deutete mit seinen Fingern aufs Radar, als ob er damit seine Frage für Juris verstärken wollte. "Wie sieht es südwestlich von uns aus?" fragte Juris. Auf dem Radar war nichts zu erkennen und Juris änderte leicht den Kurs, ohne den günstigen Wind damit zu verlieren. Sie passierten die Tanker und Containerschiffe in einem Abstand von mehr als  drei Kilometern. Nachdem alle sechs Schiffe außer Sicht waren und kein anderes mehr auf dem Radar vor ihnen zu entdecken war, kehrte Juris zurück auf den alten Kurs. Nach einer halben Stunde war das Schiff wieder da, das sie vor der Kursänderung hinter sich hatten.

 

Pet saß in seiner Kajüte, um den täglichen Bericht an den Anwalt zu schreiben. Alles konnte er sachlich beschreiben, bis er auf das Thema der Kursänderung kam. Warum segelten sie nun nach Perth? Weil die Ageli einen Unfall hatte und es zwei Verletzte und einen Toten dabei gegeben hatte? Aber was war der tiefere Grund, dass sie ihren Kurs änderten? Konnten sie den Leuten auf der Ageli helfen? Und wie konnten sie das tun? Würde es nicht reichen, sie per Funk oder etwas später telefonisch zu kontaktieren? Wie sollte er argumentieren, dass sie nun den Kurs geändert hatten? Oder sollte er es einfach hinnehmen, dass sie es getan hatten?

 

Gegen 19.00 Uhr hatte Marc ein komplettes Menü aus Vorspeise, Hauptgericht und Nachtisch fertig. Bis auf John, Steffen und Gerrit, die auf der Brücke die Wache übernommen hatten, waren alle in der Messe versammelt. Otto war wieder in die Tiefen seines Weinkellers gestiegen und hatte ein paar Flaschen Riesling heraufgeholt. Allerdings wurde dem Alkohol nicht groß zugesprochen. Jeder trank knapp ein Glas Wein zum Hauptgang, ansonsten war Wasser das wichtigste Getränk zum guten Essen. Als der Nachtisch fast aufgegessen war, stellte Pet an alle die Frage, die ihn seit Stunden beschäftigte: "Kann mir jemand sagen, warum wir nun nach Perth fahren? Ich weiß, dass dort die Ageli vor Anker liegen wird und dass sie einen Unfall mit Verletzten und einem Toten hatten. Aber warum fahren wir zu ihnen? Freundschaft, Verbundenheit, Anteilnahme oder wollen wir ihnen unserer Hilfe anbieten? Eventuell ist es einfach nur Neugierde. Was treibt uns dort hin?" Alle schauten Pet verwundert an. Allen war klar, dass sie dort hinsegeln wollten, aber was war das wirkliche Warum?  Erik meldete sich als erster zu Wort. "Ich denke, es ist unsere Freundschaft zu der Mannschaft der Ageli, die uns dorthin treibt. Und vielleicht können wir ihnen helfen." Dann kam er ins Stocken und überlegte weiter. Marc sammelte gerade ein paar Teller ein, stellte diese dann aber etwas lautstark auf den Tisch, um auf sich aufmerksam zu machen. "Ich habe mir gar keine Gedanken darüber gemacht. Für mich war es selbstverständlich, dass wir nach denen schauen. Und wenn wir dort sind, sehen wir, was wir für sie tun können oder auch nicht. Wenn sie uns brauchen, ist das gut, dass wir dort sind und wenn nicht, dann ist das auch gut. Wo und wie trifft man denn Freunde auf dieser Welt? Und das sind doch unsere Freunde?" Stummes, einhelliges Nicken war die Antwort auf diese Frage. Erst jetzt wurde wirklich allen bewusst, dass einige Leute auf der Ageli inzwischen mehr waren als nur ein paar Bekannte, denen man immer wieder auf dem Meer begegnete.

 

Die Nacht verlief ruhig. Wind und Wellen waren ideal für eine ruhige Segeltour und sie kamen Perth immer näher. Die Blauzahn war in ihrem Element. Wind und Wellen umspielten sie und das Schiff dankte es den Elementen mit einigen kleinen freudigen Sprüngen.

 

Der Morgen des 7. Juni 2015 begann mit einem grauen Himmel und etwas Sprühregen. Beides verschwand aber, je näher sie dem australischen Kontinent kamen. Immer wieder sahen die Nordstrandpiraten in einiger Entfernung Schiffe, die aber nie näher kamen als zwei bis drei Kilometer. Ihr vermeintlicher Begleiter hielt exakt einen Abstand von fünf Kilometern bei gleichbleibender Geschwindigkeit. Das unbekannte Schiff näherte sich nach dem Morgengrauen immer mehr und gegen 8.00 Uhr sahen die Nordstrandpiraten, dass es ein Marineschiff sein musste. Groß, grau und sehr schnell war das Schiff. Zwanzig Minuten später erkannten sie, dass es das australische Marineschiff sein musste, das sie bereits kennengelernt hatten.

 

Marc verstand es, die sich breit machende schlechte Laune mit einem Essen zu vertreiben. Als Vorspeise gab es geräucherten Lachs mit einer Meerrettich-Spinat-Marinade, dazu Brote. Vom Weißbrot über reine Maisbrotfladen war alles vorhanden. Die Hauptspeise waren Steaks mit Ofenkartoffeln und einem Kräuterquark, dazu ein kleiner Gemüseteller mit Kräutern, die er offensichtlich selbst gemischt hatte. Niemand kannte diese Kräuter, aber sie passten fantastisch zum Quark. Als Nachspeise hatte er einen Obstsalat kreiert, der offensichtlich frisch aus dem Paradies geliefert worden war. Selbst für Trevor hatte er bestens gesorgt und ihm etwas Lamm mit Reis gemacht.

 

Zum Abschluss servierte er einen Kaffee, der für einen Sturm der Begeisterung sorgte. Heiß, schwarz und mit etwas Armagnac und etwas erhitztem Orangenlikör. Das Ganze wurde in weißen Emaillebechern serviert. Auf jedem Becher war die Blauzahn skizziert und der Name von demjenigen, der den Becher bekommen sollte. "Mein Geschenk an euch. Die Becher habe ich in Singapur gekauft und da ich gerne zeichne, habe ich die Blauzahn auf jedem Becher verewigt." So viele Umarmungen hatte Marc seit Monaten nicht mehr erdulden müssen, wie er an diesem Mittag bekam.

 

Die Funkverbindung mit der Ageli kam nicht zustande. Entweder war die Funkanlage ausgeschaltet oder sie war nicht besetzt. Auch konnten sie keine Handyverbindung herstellen. Gegen 20.00 Uhr meldete Lars die Blauzahn im Jachthafen von Perth an. Er erkundigte sich, ob die Ageli schon eingetroffen sei. Sie war schon am Mittag angekommen, aber die Küstenwache war an Bord und deshalb konnte der Mitarbeiter des Jachthafens auch keine Meldung an die Ageli weitergeben. Lars fand, dass sich das gar nicht gut angehört hätte, als er die Mannschaft über seine Anmeldung informierte. John hatte errechnet, dass sie gegen 6.00 Uhr am kommenden Morgen in Perth sein würden.

 

8.Juni 2015 8.30 Uhr Hafeneinfahrt Perth

 

Mit einem Lotsen an Bord wurde die Blauzahn zu ihrem Liegeplatz geführt. Der lag knapp fünfzig Meter weit von der Ageli entfernt. Die Ageli hatte am Pier festgemacht, die Blauzahn war zu groß und musste im Hafenbecken vor Anker gehen. Kaum waren die Anker geworfen und der Lotse von Bord gegangen, als bereits die Zollbehörde mit einem Boot längsseits festmachte und darum bat, das Schiff betreten zu dürfen.

 

Alle Pässe wurden genau durchgesehen. Selbst der Impfpass von Trevor wurde genau angeschaut. Er erhielt keine Genehmigung an Land zu gehen. Einer der Zollbeamten  schrieb etwas auf einen Fetzen Papier und steckte diesen Pet zu. Mit einer kaum sichtbaren Handbewegung deutete er auf Trevor und meinte leise: "Dort könnt ihr mal einen ausgedehnten Spaziergang machen."

 

Erst nachdem alle Formalitäten erledigt waren, durften die Nordstrandpiraten ihr Beiboot zu Wasser lassen und zur Ageli fahren. Lars, Erik und Otto, die Abordnung der Blauzahn, wurden von Betty und Melanie empfangen und in die Messe der Ageli geführt. Dort saßen drei Matrosen und sonst nur die weiblichen Mitglieder der Ageli. Sophia, Carla, Betty und Melanie kannten sie ja schon. Den drei Piraten wurden die übrigen Damen ebenfalls noch vorgestellt. Lorina Brand, Maschinistin; Milly Bauer, Matrose; Matra Perry, Matrose; Maria Braun, Matrose; Olivia Costa, Steuermannspatent und Kapitänspatent für Segelschiffe; Doktor Sylvia Grosse, Ärztin. Olivia Costa und Sylvia Grosse waren den dreien noch nie begegnet und mussten neu auf der Ageli sein. Betty bat Otto, Lars und Erik sich zu setzten.

 

"Ihr wollt sicher wissen, was passiert ist? Wir hatten einen Unfall. Eine Böe und eine darauf folgende Welle erfasste uns bei einem Wendemanöver und Can, ein Matrose, wurde vom Baum am Kopf getroffen und ging über Bord. Wir haben das leider nicht schnell genug bemerkt, da wir kurz mit der Stabilität der Ageli zu kämpfen hatten. Ben sah ihn dann in seiner Schwimmweste etwa zwanzig Meter von uns entfernt im Meer schwimmen. Er und Carlo, ein anderer Matrose, warfen ihm erst Schwimmringe zu und als Can nicht reagierte, sprangen beide ins Meer und schwammen zu ihm. Dann wurden wir nochmals von einer Windböe erfasst und die Ageli drehte sich zu schnell Richtung Backbord.  Dort schwammen aber Ben und Carlo. Beide wurden vom Rumpf der Ageli in der Drehbewegung erfasst und unter Wasser gedrückt. Carlo verletzte sich den rechten Arm und Ben erlitt eine Prellung am Rücken. Wir mussten beide mit dem Beiboot an Bord holen, da keiner mehr in der Lage war, zu schwimmen und sie hilflos in ihren Schwimmwesten hingen. Can trieb weiter mit dem Gesicht im Wasser von der Ageli weg. Er ist ertrunken, so hat man bei der Obduktion festgestellt. Ben und Carlo liegen hier im Krankenhaus. Es war Bens Wille, hierher ins Hospital gebracht zu werden. Freunde sind bei ihm. Es ist noch nicht sicher, ob er querschnittsgelähmt ist oder nicht. Carlo wird seinen Arm leider nie wieder richtig bewegen können. Ich habe es nicht ganz verstanden, was da los ist, aber wir müssen uns damit abfinden, dass die beiden nicht mehr an Bord kommen werden und wir hier gestrandet sind." Tränen liefen ihr über die Wangen. Otto war versucht, zu ihr zu gehen, aber Melanie war schneller und nahm sie in den Arm.

 

"Können wir Ben und Carlo besuchen? Und können wir etwas für euch tun? Können wir helfen?" Lars Frage hatte man fast nicht verstehen können, da er sehr leise gesprochen hatte. Offensichtlich hatte er Angst vor einem Nein. Melanie nickte. "Ja, morgen könnt ihr Ben besuchen. Nachdem uns die australische Marine schon informiert hat, dass ihr auf dem Weg zu uns seid, haben wir das Ben gleich mitgeteilt. Er bat darum, dass ihn Otto, Pet und Jan besuchen sollten. Wenn die das wollen. Und was die Hilfe betrifft. Ich weiß es nicht. Es reicht schon, dass ihr da seid. Danke. Es ist gut, Freunde zu haben. Obwohl wir nicht alleine sind, haben wir uns doch sehr einsam gefühlt. Jetzt nicht mehr."

 

Otto dacht nach. Wie konnte das nun weitergehen? Sie hatten sich alle daran gewöhnt, sich immer wieder zu begegnen und nun sollte dieses Kapitel Ageli hier im Hafen von Perth enden? Es tat ihm sehr leid, was da passiert war, aber sie hatten ihre eigene Mission. Doch irgendwie gehörte die Ageli und ihre Mannschaft mit dazu.

 

Eine junge Frau kam in die Messe und ging auf Lars zu. "Auf dem Kai ist gerade ein Taxi vorgefahren. Vier Frauen sind ausgestiegen und wollen rüber zur Blauzahn. Ich habe gesagt, dass ihr gerade hier zu Besuch seid. Sie baten mich darum, euch zu holen."

 

 

Fortsetzung folgt

 

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