Konrad und Fritz - Kapitel 1

Liebe Mamas und Papas - vielleicht ja auch Omas und Opas.

 

Falls Sie hier aus welchen Gründen auch immer in unserer Experimentierküche für flüssiges Lesen für Jungs gelandet sind und Sie haben zufällig genau dieses Problem, dass Ihr Sohn oder Enkel Lesen ätzend findet, weil es einfach bis zu dem Punkt, an dem Lesen keine Arbeit mehr ist, sondern ohne Nachdenken stattfinden kann, mühsam ist. Im Vergleich zu Hörbüchern oder Videos stimmt das ja auch.

Mädchen haben schon früher lieber gelesen und deshalb später auch leichter. Heute ist es aber zu einem echten Benachteiligung für Jungs geworden. Ich habe fast 40 Jahre lang Abiturienten zum Physik-Abitur vorbereitet ... und meine Beobachtung war Folgende: Die Fehler durch mangelhaftes Textverständnis nahmen in meinen letzten 20 Lehrerjahren massiv zu. Sie verstehen? Nicht die Physik war oft das Problem, sondern selbst bei Abiturienten das Lesen einer Aufgabe. In Mathematik habe ich es in der Unter- und Mittelstufe noch heftiger empfunden. Nicht Fehler im mathematischen Denken, sondern Fehler im Verstehen der Aufgabenstellung. Lesen. Einfach Lesen. Aber für viele ist genau dies eben nicht mehr einfach.

Stellen Sie sich vor; Sie hätten ein Kundengespräch, während Sie spazieren gehen, aber all Ihre Aufmerksamkeit müssen Sie darauf richten, dass Sie laufen können. Die Natur hat das gut eingerichtet. Dem Laufen entgeht niemand. Dem Lesen schon. Das ist ja eine rein kulturelle Fähigkeit. 

Pet Bär und ich sind inzwischen Großväter mit Enkeln im Grundschulalter. Und wir sind Geschichten-Schreiberlinge. Und wir experimentieren gerne. Was wir hier versuchen ist ein Leseexperiment. Wir haben einige Assistenten mit im Boot und testen verschiedene Methoden, ob wir es schaffen, mit diesem speziellen Blog unsere Enkel samt Freundeskreis samt allen interessierten jungen Ja-klar-ich-will-auch-flüssig-lesen-können-Menschen dem schnellen, unkomplizierten, flüssigen Lesen speziell bei Jungs ein Tor öffnen können.

Wo wir landen werden wissen wir noch nicht. Nur das Ziel ist uns klar.

 

Lassen Sie sich überraschen.

Otto Kraz und Pet Bär

 

p.s. Immer sonntags kommt ein weitere Kapitel

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Wie es weitergeht?

Das wird sich zeigen. Im Moment basteln wir als zwei Opas von Enkeln im lesefähigen Alter an der Idee, etwas für deren Generation aufs Papier zu bringen. Statt Mittelalter das Weltall. Wenn Sie selbst Enkel oder Kinder im lesefähigen Alter haben, könnte Ihnen dies vielleicht gefallen. Otto Kraz

Ab ins All ... heißt das neue Projekt ... wir sind sehr gespannt.

 

Nordstrandpiraten Band 4

Was macht man, wenn man im tiefen Mittelalter steckt? Man kann einmal versuchen, wieder in die Gegenwart zurückzukommen und gleich mal noch ein paar Menschen aus dem Mittelalter mitzunehmen. Um zu erfahren, wie solche Mittelaltermenschen unsere heutige Zeit so sehen. Also ja, das war das letzte Jahr unserer Geschichte. Hier können Sie alles am Stück nochmals nachlesen, sollten Sie alles am Stück nochmals nachlesen wollen. Unser Fazit, alles in allem: Wir beiden hatten vier Jahre lang einen riesigen Spaß dabei, einmal in der Woche in eine ganz eigene Welt abzutauchen und uns in einer eigenen Story wiederzufinden. Unser Tipp an alle Schreiblustigen: Es reicht völlig aus, wenn man für einige Leserinnen und Leser schreibt. Ob das Publikum riesig ist oder klein, die Lust am Tun für die Schreibenden hängt nicht davon ab. Wir wollten ja auch nur uns als Unruheständler mit diesem Projekt etwas Gutes tun. Das ist uns trefflich gelungen.

Otto Kraz

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Nordstrandpiraten Band 3

Na ja, nach einer Weltumsegelung in zwei Jahren haben wir uns im Urlaub drüber diskutiert, ob wir weitermachen. Ursprünglich wollten wir ja gemeinsam schreiben - Pet Bär ein Kapitel, dann ich ein Kapitel. Abwechselnd. Das hat aber nicht funktioniert. Mein Part war immer die Rechtschreibfehlersuche und das Aufspüren von Kommata. Außerdem das Hochladen und Pflege unserer Seite. Im ersten Jahr habe ich auch Westenschnitte entwickelt. Wilde Westen, die man als Mann selbst nähen kann. Weil Westen, die man selbst näht, viel mehr Taschen haben können als die Westen, die man kaufen kann. Unsere Idee: Wir machen einen Shop auf und setzen darauf, dass unser Slogan "Wer Schlagbohrer kann, kann auch Nähmaschine" auf Interesse stößt. Ist aber nicht. :-) Trotzdem eine sehr erfolgreiche Aktion. Ich besitze inzwischen viele selbst genähte Westen, einige upgecycelt aus alten Hosen ... und der Spaß dabei, sich ohne Vorkenntnisse in Neuland zu begeben, der war unbezahlbar. Ach so, ja, ein paar Lieder habe ich für die Nordstrandpiraten auch eingeträllert. Und Rezepte haben wir entwickelt. Alles im Archiv zu finden.

Unsere Idee fanden wir recht smart: "Lass uns alle ins Mittelalter abstürzen, um zu ergründen, was damals anders war und was sich nicht verändert hat" meinte Pet Bär damals und so sind wir 800 Jahre in die Vergangenheit gereist.

Otto Kraz

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Nordstrandpiraten Band 2

Hier kommt der zweite Teil der Weltumsegelung. Ich muss hier einmal erzählen, in welchen Facetten sich unsere Geschichte entwickelt hat. Als wir starteten wollte Pet Bär sofort mit 50 alten Männern losziehen. Ich habe ihn auf 10 heruntergerechnet, weil ich mir nocht vorstellen konnte, mir so viele Personenn merken zu können. Er hat zugestimmt, wir sind mit einem Einmaster von Nordstrand aus losgesegelt ... 10 alte Männer auf der Suche nach dem Sinn des Lebens ... und kamen nach zwei Jahre zusammen mit zwei zusätzlichen Schiffen wieder auf Nordstrand an. Geschickt gelöst, Herr Bär.

Otto Kraz

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Nordstrandpiraten Band 1

Ja liebe Leserinnen und liebe Leser

Unser vierjähriges Schreibabenteuer ist Geschichte. Wir hatten eine sehr spannende Zeit mit unseren Romanfiguren ... waren wir doch einfach angetreten, uns treiben zu lassen. Zuerst einmal um die Welt, dann ins Mittelalter und danach wieder zurück. Einmal in der Woche ein Kapitel. Was zurück bleibt ist ein Skript in einer Art Rohfassung. Wäre unser Ziel gewesen, mit dieser Geschichte wirklich auf den Buchmarkt zu drängen, dann wäre uns der Aufwand dafür zu hoch gewesen. Uns ging es eher um uns selbst. Um die Aufeinandersetzung mit einer Idee. Und natürlich auch um die Schar von bis zu hundert treuen Leser/innen, die sich trotz Rohfassung mit auf unsere Reise begeben haben.

Wer nun noch einmal am Stück den ganzen ersten Band lesen will, der kann diese hier tun. Band 2 bis 4 folgen.

Mit den besten Grüße aus dem dem wilden Land der Gedankenreisen

Otto Kraz

 

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Band 4 - Kapitel 45

So darf keine Geschichte enden.

 

Der 30. September 2017 ist kein besonderes Datum. Die Bundesliga ist so spannend langweilig wie eh und je. Trump ärgert die Welt und der Brexit beschäftigt nicht nur die Engländer, sondern auch das restliche Empire, Schottland, Nordirland und Wales. Das ehemalige Empire außerhalb Europas schüttelt in einem gymnastischen Rhythmus den Kopf über das Ansinnen einer lauten Minderheit. Und die EU-Kommissionen beschäftigen sich sinnigerweise auch noch damit und so blockiert Trump, der Brexit, die Chinesen und einiges andere die Weiterentwicklung der Welt.

 

Die Flüchtlingswelle spaltet Europa, Deutschland und auch so manches kleine Dorf. Es gibt die Guten, die mit Mainstream-Meinungen auf Beschwichtigungstour gehen und die Bösen, die man der Einfachheit halber rechts ansiedelt, wenn sie nicht den öffentlich rechtlichen Meinungsströmen entsprechen. Eigene Meinung ist wenig gefragt.

 

Der Umweltgedanke wird gerade mal wieder etwas hintenan gestellt, da die Lobby der Geldmacher davon nicht so begeistert ist. Die Aktienkurse müssen steigen, die Kosten gesenkt werden, Soziallleistungen sind ein notwendiges Übel, die Renten zu hoch und die Menschen, damit ist die breite Masse gemeint, werden zu alt.

 

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Band 4 - Kapitel 44

16. März 2017 bis 30. September 2017

 

Wie es von Gunnar Larson beschrieben wurde, so geschah es auch. Die Container wurden geliefert und die Infrastruktur errichtet. Strom, Wasser, Heizung angeschlossen. Die letzten Bewohner der Blauzahnsiedlung, die zu den Nordstrandpiraten gehörten, kamen am 23. März auf Nordstrand an. Es zeigte sich, dass Birgit das notwendige Organisationsgeschick besaß, dass jeder einen Schlafplatz fand und sich wenn auch notgedrungen auf die vorläufige Lösung einließ. Der Bautrupp aus Litauen kam und begann am Tage der Ankunft mit dem Umbau des Stalls gegenüber dem Ferienhaus. Die Arbeiten am Hotel wurden wieder aufgenommen und die Pläne für das Nebengebäude des Gutshofes den neuen Bedürfnissen, sofern das notwendig war angepasst. Wohnungen und Appartements für jeden sollte spätestens zum Ende des Monats August fertig sein.

 

Nachdem die Leichen von Carlo und Luigi am 26. März endlich von den Behörden freigegeben wurden, konnte man die Vorbereitungen für die Beerdigung treffen.

 

Der Trauergottesdienst fand am 29. März 2017 in der Kirche St. Knut in Herrendeich statt. Beide waren Katholiken und der Pfarrer der Gemeinde übernahm es, den Gottesdienst zu gestalten. Um die Trauergemeinde aufzunehmen, war die Kirche zu klein. In die Kirche wurden nur die Nordstrandpiraten und die Verwandten der beiden eingelassen. Draußen vor der Kirche versammelten sich Vertreter der Presse, eine große Fangemeinde der Nordstrandpiraten. Fast tausend Trauergäste waren gekommen, um Abschied von den beiden zu nehmen. Beerdigt wurden sie auf dem Friedhof bei der Kirche.

 

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Band 4 - Kapitel 43

14. März 2017 17.00 Uhr  Hotel in Hattstedtermarsch

 

Friedrich war vor zwei Stunden wieder gegangen. Er wollte zu Helena. Sie sollte ihm helfen, einige Informationen wegen der Immobilien des Gunnar Larson, die jetzt der Anwaltskanzlei gehörten, zu bekommen. Welche Notare die Überschreibungen gemacht hatten und dann sollte Friedrich noch den Marktwert der Immobilien in Erfahrung bringen. Das war der erste Teil der Aufträge, die er, Malte und Konrad bekommen hatten. Aus diesen Informationen sollten sie einen Artikel schreiben. Headline - Reicher schwedischer und exzentrischer Industrieller mit dunkler Vergangenheit kauft sich in Deutschland ein -. Dann sollten die Nordstrandpiraten in einem zweiten oder auch dritten Artikel langsam mit eingeflochten werden. Bilder der unbekannten Frauen und Männer, die nun bei ihnen lebten und zum krönenden Abschluss solle das Ganze noch mit dem Geruch von Sektierern, die sich wahrscheinlich mit Menschenversuchen beschäftigten, gewürzt werden.

 

Konrad und Malte mussten sich also nochmals darum bemühen, Bilder von allen Nordstrandpiraten und allen, die sich in ihrem Umfeld befanden, zu machen. Neue Hintergrundinformationen über jeden einzuholen. Zudem würde er ein paar Leute engagieren, die den Tod des Mannes in Süddeutschland untersuchen sollten. Auch das Verschwinden des Psychologen und der beiden Frauen aus Winnenden interessierte ihren Auftraggeber.

 

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Band 4 - Kapitel 42

14. März 2017 1.30 Uhr Hotel in Hattstedtermarsch

 

Betty weckte ihre beiden Freundinnen Julia und Felin, denn das, was sie da gehört hatte, konnte sie nicht für sich behalten. Das musste aus ihr raus. Sofort wurden Nachrichten per Mail an Gunnar und an Dorothea geschickt. Sie bekamen von Gunnar umgehend Anweisungen, nichts zu unternehmen und abzuwarten, welche Instruktionen die drei Journalisten bekommen würden.

 

14. März 2017 9.30 Uhr Ferienhaus bei Süderhafen

 

Hauptkommissarin Weller traf gerade ein, als man beim Frühstück im Ferienhaus war. Begleitet wurde sie von einem Oberstaatsanwalt aus Itzehoe und einem Kriminalbeamten aus ihrer SOKO. Die drei wurden gebeten, an der Frühstückstafel Platz zu nehmen. Zuerst zierte sich der Herr Oberstaatsanwalt noch etwas, aber als Frau Weller sich zwischen die Nordstandpiraten setzte, als ob sie alte Bekannte wären und ihr Mitarbeiter es ihr gleich tat, gab er seinen Widerstrand auf und setzte sich ebenfalls dazu. Kaffee, Tee, Wasser, Brot, Butter, Marmelade und Wurst mit Käse standen auf dem Tisch. Frau Weller und ihr Mitarbeiter langten zu und genossen das Frühstück. Der Herr Staatsanwalt wollte nur einen Tee und nichts essen. Pet schaute sich den Mann genau an und meinte, bei ihm erkennen zu können, dass er gerne mitessen wollte, aber etwas hinderte ihn daran. Pet packte seinen Brotkorb und reichte ihm den. "Glutenfrei und ohne Laktose gebacken. Das können sie essen." Der Mann aus der Staatsanwaltschaft schaute Pet an. "Wie kommen sie darauf, dass ich mich diätisch ernähren muss?" fragte er Pet. " Ganz einfach ihre Augen. Ein wenig Gier und Neid, Hunger und die Trauer über den erzwungenen Verzicht. Nehmen Sie." Und der Mann griff zu.

 

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