Teil 2 - Kapitel 23

29. Juli 2015 10.00 Uhr Hafen von Neumea

 

Langsam erwachte die Blauzahn. Otto stand unter der Türe zu Pet´s Kajüte und beobachtete, wie er sich bemühte, langsam wach zu werden. Als er ihn ansprach, erschrak Pet etwas, denn er hatte seinen Freund noch nicht wahrgenommen. "Guten Morgen, Mann der beeindruckenden Frauen. Lieber Pet, was ist los mit dir? Von einem kuriosen Abenteuer ins nächste. Du scheinst wirklich verändert zu sein und irgendetwas bewegt dich heftig?" Pet setzte sich auf die Kante seiner Koje und bat Otto herein in sein Reich.

 

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Teil 2 - Kapitel 22

28. Juli 2015 20.00 Uhr Noumea

Pet war wütend und die Hunde spürten das. Carl wollte nicht mehr ruhig liegen bleiben, auch Tristan begann, an der Leine zu zerren. Nur Trevor wollte einfach weiterschlafen und blieb liegen. Die Dame des Hauses, vermutlich die Mutter der Schönen, kam auf Pet zu und bat ihn, mit ihr mitzugehen. Hauptsache weg von hier, dachte er und die drei Hunde folgten ihm. Und er der Dame des Hauses. Sie führte ihn in einen Garten und er sollte sich auf eine Bank setzen. Dann brachte sie ihm und sich selbst ein Glas Wein und ein Glas Wasser und setzte sich in einem kleinen Abstand neben ihn. In etwas gebrochenem Deutsch sprach sie ihn an. "Das war nicht sehr fein von den Damen. Ich habe bemerkt, dass Ihnen das unangenehm war, aber ich wusste nicht, wie ich Ihnen helfen kann. Meine Tochter hat mich gebeten, Sie hierher zu führen. Das ist unser kleines Paradies. Lassen sie Ihre Hunde frei. Rund herum habe ich eine Mauer ziehen lassen, die können sie nicht überspringen und hier können sie auch nichts anstellen. Nun wollen wir den Stress vergessen und trinken auf die Schönheit der Welt und die Abenteuer, die sie erlebt haben." Sie hob ihr Glas und prostete ihm zu. Froh, der unangenehmen Situation entkommen zu sein, trank Pet gerne den Wein.

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Teil 2 - Kapitel 21

Zwischen Neuseeland und Neukaledonien 26. Juli 2015 20.00 Uhr

 

Juris, Erik und Jan waren auf der Brücke. Es war ihre zweite Schicht, seit sie Neuseeland verlassen hatten. Sie wussten, dass die nächsten Stunden nicht leicht für sie werden würden. Der Wind und der Wellengang hatte zwar etwas nachgelassen, dafür waren die Temperaturen an diesem Abend unter zehn Grad Celsius gefallen. Die Sicht war unter zweihundert Meter und sie mussten sich ganz auf das Radar verlassen. Erik hatte den Hauptscheinwerfer eingeschaltet, der das direkte Umfeld vor dem Bug ausleuchtete. Hinter sich sahen sie in einiger Entfernung die Positionslichter der Ageli, seit ein paar Stunden war sie konstant einhundert Meter hinter ihnen auf der Backbordseite geblieben. Alle halbe Stunde kam immer noch der bekannte Funkspruch - alles gut - nur die Stimme war manchmal eine andere.

 

 

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Teil 2 - Kapitel 20

25. Juli 2015 4.00 Uhr

 

Die Anker wurden eingeholt, die Leinen zwischen der Blauzahn und der Ageli gelöst. Auf den beiden Jachten startete man fast gleichzeitig die Motoren. Die Blauzahn fuhr als erste aus dem Hafen heraus, knapp dreißig Meter hinter ihr die Ageli. Die Positionslichter wurden erst nachdem man den Hafen verlassen hatte gesetzt. Die Pjotr I war nicht mehr da. Selbst die Nachtwache hatte nicht gehört wie sie losgefahren ist. Lars meinte, dass sie sich davongeschlichen haben, die wären ganz sicher nicht aus Höflichkeit so leise weggekommen.

 

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Teil 2 - Kapitel 19

24. Juli 2015 17.00 Uhr auf dem Außenpier

Melanie, Betty, Juris, Greg und Carlo standen auf dem Außenpier und schauten auf die Jacht die draußen, etwa fünfzig Meter vor der Hafeneinfahrt, vor Anker lag. Juris und Greg schauten gespannt hinüber zur Jacht, ob sich dort etwas bewegte oder ob man sie einfach ignorieren würde. Carlo schaute mit seinem Fernglas hinüber und bemerkte, dass sich vor der großen Panoramascheibe auf dem Zwischendeck etwas bewegte. Dort stand ein Mensch in weißer Kleidung. Er war sehr schlecht zu sehen, da das Glas vor dem er stand, verspiegelt war und er im hellen Licht des Sonnenuntergangs mit dem sich spiegelnden Sonnenlicht verschmolz. Das Meer war sehr ruhig und deshalb war der Wellengang gemäßigt. Die Amazonen und die Piraten hörten, dass ein Motor angelassen wurde. Das Motorengeräusch kam aus Richtung der fremden Jacht. Und dann sahen sie, wie ein Beiboot das Heck der Jacht umrundete und auf den Pier zusteuerte. "Die steuern auf uns zu. Sofern sie uns noch nicht richtig ausspioniert haben, wissen sie nicht, welche Sprachen wir beherrschen, also bleiben wir bei Englisch, Deutsch und Französisch. Mal sehen wie die sich mit uns unterhalten wollen." Juris war in seinem Element. Polizist, Abhörspezialist, Ermittler, das war doch seine Welt gewesen und dort fühlte er sich manchmal noch wohl. "Soll ich sie ein bisschen verstören?"

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Teil 2 - Kapitel 18

23. Juli 2015 2.45 Uhr auf dem Pier

 

Otto war noch etwas irritiert, weil ihm das Bild des Mannes, der mit den Polizisten im Hintergrund diskutierte, nicht aus dem Kopf gehen wollte. Es dauerte einige Sekunden, bis er zurückfand und sich wieder den wartenden Pressevertretern widmen konnte. Otto berichtete von seinen Erlebnissen auf der Polizeistation und von den Erlebnissen der Crew auf den Jachten, während diese von den Behördenvertretern untersucht wurden. Und er berichtete, dass sich alle Vorwürfe offensichtlich in Luft aufgelöst hatten, denn sie wurden ohne Auflagen aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Was ihn schockierte, war die Verletzung der Persönlichkeitsrecht durch die Polizei, aber vor allem durch deren Informanten. Dann verwies er nochmals auf die Homepage der Nordstrandpiraten und wollte sich verabschieden. Aber die Pressevertreter wollten mehr wissen. Immer wieder drang der Ruf des "warum macht ihr diese Reise" zu ihm durch. Er winkte ab, er war einfach sehr müde und wollte nicht mehr. Aber nahm den Ruf des Warum mit aufs Beiboot und später auch in seine Kajüte mit sich.

 

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Teil 2 - Kapitel 17

22. Juli 2015 23.55 Uhr auf dem Festland / Polizeistation

 

Melanie, Lisa, Lars und Otto wurde die Türe der Polizeistation aufgehalten. Sie konnten hinaus in die Freiheit treten. Auf dem Parkplatz der Polizeistation stand ein Übertragungswagen einer Fernsehstation und ein paar Fotoreporter. Die Fotoreporter machten eiligst ein paar Bilder, bevor sie von einigen Polizisten abgedrängt wurden. Ein Kamerateam der Fernsehstation versuchte sich durchzudrängen, um ein Interview mit den Vieren zu führen. Aber auch sie wurden von ein paar Uniformierten und von Zivilbeamten abgedrängt. Ein Taxi stand bereit. Melanie, Lisa, Lars und Otto stiegen ein und das Taxi fuhr mit hoher Geschwindigkeit los. Da der Parkplatz vor der Polizeistation hinter dem abfahrenden Taxi abgesperrt wurde, konnte keiner der Journalisten folgen.

 

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